| Fahrbericht des Flip Stick der neuseeländischen Firma Bliss-Stick - von Christoph Vogels
Die ersten Flip Sticks wurden bereits im Mai diesen Jahres von Importeur Schorschi
Schauff nach Deutschland gebracht. Ich bekam einen davon und bin bis dato sehr
zufrieden.

Zum Lieferumfang der Neuseeländer gehören: Hüftfittings, Fußkeile
und ein Imbusschlüssel, mit dem man die Schenkelstützen verstellen
kann. Diese sind bereits mit einer Lage Schaum gepolstert, und bieten guten
Halt. Auch der Sitz bietet optimalen Kontakt zum Boot. Die Sitzposition ist
jedoch nur durch ein Verstellen des Rückengurts zu ändern. Doch dieses
Prinzip funkt ganz gut. Außerdem zu erwähnen ist, dass der Flip Stick
mit 2 stabilen Griffschlaufen und 2 zusätzlichen Ösen hinter der Luke
hergestellt wird. Platz hat man hier jede Menge. Zu den genannten features kommt
das tadellose Material. Einzig an den nach außen stehenden Kanten sind
an meinem Boot einige tiefere Kratzer zu bemerken.

Das Boot ist 200cm lang und 66cm breit. Diese Maße lassen auf ein ausschließlich
für Rodeo konzipiertes Boot schließen. Aber es ist überraschend,
wie gut sich der Flip Stick auch im Wildwasser paddeln lässt. Der Boof
geht wegen der geringen Länge fast von selbst, das Boot ist trotzdem relativ
schnell, und vor allem behält es dank der aufgebogenen Spitze die Nase
immer über Wasser. Für den Fall, dass man doch einmal von einer Walze
aufgemischt wird, und das Boot verlassen muss, bietet der Neuseeländer
eine für seine Klasse recht große Luke.

In Welle und Walze funktioniert das Schiff gleichermaßen gut. Cart-,
Split- und sonstige Wheels gehen sauber. Man hat das Boot immer unter Kontrolle.
Dies kommt gerade Einsteigern zu gute, aber auch Profis können dadurch
besser an schwierigen Moves feilen. Richtungsänderungen beim Split gehen
wegen der nicht ganz so breiten Spitzen einfacher als bei der Konkurrenz. Loops
stellen kein gröberes Problem dar, und auch um hoch aus dem Wasser zu springen,
muss man nicht unbedingt ein Rodeoweltmeister sein.

Auf den meisten Wellen geht der Flip Stick richtig ab. Einzig auf relativ langsamen,
flachen Wellen will er nicht so richtig in Fahrt kommen. Dafür surft er
aber auf sämtlichen anderen Wellen echt gut. Blunts funktionieren einfach
und schauen echt schön aus, Spins sowieso. Auch hier werden Paddler mit
nicht ganz soviel Erfahrung auf ihre Kosten kommen, da die Kanten so aus gelegt
sind, dass man nicht gleich einen Window-shade baut. *g*
Schon nach einigem Training bekommt man das Teil auch in die Luft. Wenn man
das einmal raus hat, dann springt der Flip Stick ausgezeichnet. Super bounct
er in schnellen, steilen Wellen. Erwähnenswert ist ,das er das auch rückwärts
sehr gut kann.

Den Flip Stick gibt es in zwei Größen wobei hier in Deutschland
die kleiner verbreiteter ist. Im nächsten Jahr soll mit dem Slick Stick
noch ein kleiner Bruder kommen.

Infos und Flip Sticks gibt´s beim Importeur Schorschi
Schauff (schorschi.com).
Weitere Details zum Boot und technische Daten in der Soulboater-Bootsdatenbank
Christoph Vogels
Bilder: Christoph @ Plattling & Erft
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