Deutsch / English
08.09.2008 20:20Uhr 
Soulboater-Livesuche Suchergebnisse
 
Newsletter abonnieren:
 
 zurück
equipment.navi
Übersicht
Testberichte
zufalls.gallerie
::soulboater.berichte - Testberichte

  Artikel   Kommentare (0)   Bewertung:
  • Voting
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
(0 Bewertungen)

Fahrbericht Riot Tekno
geschrieben von Thomas Müßig, erstellt am 26.11.2002

Riot Tekno

Long time ago, in a galaxy far, far away...

Im Mai 2000 gab es die ersten Bilder. Da stand ein Gipsmodell eines Tie-fighters von Boot an einen Maschendrahtzaun gelehnt. Im Text erzählte uns Arnd Schäftlein, damals noch bei Eskimo, dass das sein neues Baby ist und die Geburt ohne Probleme verlaufen sei. Einen Namen hatte er auch schon: Tekno. Seltsam sah er schon aus, drei Spitzen und Enden und Kufen im Boden.

Irgendwie wurde die Geburt dann doch von einigen Wehen begleitet. Und sie dauerte vor allem noch einige Zeit. Aus drei Spitzen wurden zwei und eine neue Familie für Vater und Sohn musste gefunden werden, Riot. Aber ein Jahr später war er endgültig auf der Welt. Und wenig später hatte auch ich einen vor der Tür liegen. Adoptiert sozusagen.

Ausstattung:
Wenn man ein neues Boot hat, fängt man meistens sofort mit dem Fitten an. Bei dem Elastomer Outfit im Tekno ist das nicht viel anders. Nur muss man viel weniger mit Schaum hantieren. Lediglich den Sitz sollte man den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Also etwas Schaum an die Seiten. Jetzt noch den passenden Schaumblock vor die Fußstütze kleben und fertig. Sitzt man dann im Boot, kann man sich entweder bequem räkeln oder bombig festzurren. Das funktioniert mit den diversen Straps und Schnallen. Erst wird die Fußstütze angezogen, dann der Rückengurt und zum Schluss die Schenkelstützen. Oder andersherum oder gleichzeitig. Die Einstellung kann man beliebig oft verändern und optimieren. Also z.B. im Kehrwasser etwas Entspannung und dann für Welle oder Walze wieder richtig anziehen. Platz für die Füße und für lange Beine ist im Tekno viel, er ist auf jeden Fall bequemer als Ultrafuge, Booster 50 oder New Disko. Ansonsten ist alles dran und drin, was zu einem Rodeoboot gehört.

Fahrverhalten -Flachwasser:
Im Flachen geht mit dem Tekno alles, was im Flachen so gehen muss. Ob das jetzt unbedingt sein muss, ist eine andere Sache. Cartwheels sind jedoch schwieriger einzuleiten als z.B. beim Booster 50. Das Vorderschiff ist doch etwas voluminöser. Unterschneiden, Stalls und Loops funktionieren natürlich auch.

-Welle:

Da gehört er hin und da will er auch hin. Es gibt meiner Meinung nach kein besseres Boot für Wellen! Dank des ausgetüftelten Boden-Designs ist der Tekno extrem schnell und gleichzeitig super loose. Die kleinere Spin-Disk in Verbindung mit den kufenartigen Rillen macht es möglich. Auf der Kante lässt sich das Boot super beschleunigen. Jetzt wird auch klar, warum der Tekno über zwei Spitzen verfügt, so hat man trotz der Kürze des Bootes eine lange Außenkante um zu carven. Die leicht konkaven Seitenwände verstärken den Grip zusätzlich. Über diese kann man aber auch leichter stolpern als bei höhergelegten Kanten. Im Frontsurf bohrt der Tekno nicht. Blunts lassen sich fast aus dem Stand werfen, sogar auf sehr kleinen und langsamen Wellen (Steindamm) kann man nach dem Blunt direkt clean in den Frontsurf weiter spinnen. Spins gehen leicht von der Hand, wenn andere aktuelle Boote sich mit Mühe auf derWelle halten, kann man mit dem Tekno schon spinnen. Im Vergleich zum Booster ist der Tekno zwar leichter zu verkanten, jedoch viel schneller auf der Welle unterwegs. Auf größeren Wellen macht das alles noch mehr Spaß, und wenn das Unterschiff nach kurzem Flug wieder ins Wasser knallt, weiß man, dass alles richtig war... Hier kann man sich dann auch bis zu vier Finnen an sein Boot schrauben und noch krassere Lines ziehen.

-Walze:
Der Tekno ist ein Wellenboot! Trotzdem macht er auch in der Walze viel Spaß. Cartwheels, Splitwheels gehen leicht von der Hand. Durch das ordentliche Volumen im Sitzbereich bleibt das Boot schön stabil in der Walze. Jedoch ist das Volumen nicht gleichmäßig über das Boot verteilt. So braucht man etwas mehr power um Moves über den Bug zu starten, das kleine Heck dreht dagegen, mit der Lizenz zum Clean, sehr leicht weiter. Loops, Space Godzillas oder Tricky Woos sind allein eine Frage des Fahrkönnens.

-Wildwasser:

Ich bin mit dem Tekno bisher nur leichteres offenes Wildwasser gefahren. Nicht zuletzt, da mir das Boot für alles andere zu schade ist. Aber eine Tour auf der Durance mit abschließender Session im Rabioux hat trotzdem viel Spaß gemacht. Eddyline Cartwheels, Wavewheels und Unterschneiden gehen einfach. Der Komfort ist auch auf "großer Fahrt" in Ordnung.

Fazit: Der Tekno ist ein stylisches Rodeoboot, mit Schwerpunkt beim Surfen, das auch in der Walze eine gute Figur macht. Und: Der Tekno ist nicht nur für die Profis, sondern auch für die normalen Paddler wie dich und mich.

On a wave Thomas

Bilder by Thomas Müßig & Riot,
Paddler: Thomas
weitere Infos.: Kanu-Outdoor-Center Freiburg, Gert Spilker
www.kanutreff-ksgr.de

Riot Tekno
Länge: 210 cm
Breite: 62 cm
Volumen: 185 l
Gewicht: 15 kg
Paddler-Gewicht: 56-105kg

Tester: Größe:187cm Gewicht:70kg

 

soulUser.bereich
Nickname:
Passwort:
Eingeloggt bleiben:
Passwort vergessen?
interessant?
klick here...