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Fahrbericht des Eskimo Riverrunners - XENO
geschrieben von Christian Zicke, erstellt am 25.06.2002
Fahrbericht Xeno

"Eskimo hat schon wieder keine neue Rodeosemmel auf den Markt gebracht. Eskimo ist fertig", hieß es noch von selbsternannten Szene-Kennern auf der boot in Düsseldorf am Anfang der Saison. Doch schaut man mal zur Hochsaison, etwa zu Ostern oder zu Pfingsten, auf die Soca, so findet man dort unendlich viele Boote von der "fertigen" Firma aus Landsberg am Lech. Denn nicht alle Paddler sind Rodeofahrer!


Zicke in Aktion

Das hat Eskimo wohl auch erkannt und präsentierte voller Stolz das neue Baby, den XENO. Auf den ersten Blick schaut der XENO ein bisschen aus wie ein erwachsener Nano. Das Unterschiff ist sogar exakt das Gleiche, nur am Oberschiff wurde kräftig geschnitzt. Viel Volumen im Sitzbereich und kräftige Fußbeulen machen das Boot auch für große Fahrer bequem. Der Sitz ist verstellbar und lässt sich je nach Empfinden in die richtige Position rücken: Zum Cartwheelen etwas mehr nach vorne, zum Hecksquirt weiter nach hinten, alles ist drin... nur nicht ganz so einfach wie bei den modernen Semmeln. Anders als bei Dagger und Co. muss man (mit Werkzeug) vier Schrauben lockern, den Sitz zurechtrücken- und drücken, Aluplatte unter die Schrauben fummeln und wieder festschrauben. Aber so oft muss man den Sitz ja auch nicht verstellen. Und außerdem hält dann wenigstens alles. Der Sitz wackelt nicht und reißt auch bei nem Stecker nicht sofort aus der Verankerung. Auch die Fußstütze ist einfach und gut. Schaumblöcke, die mit nem Gummiband im Boot gehalten werden, und so auch beim Schwimmen an Ort und Stelle bleiben, tun ihren Dienst. Auf stabilisierende Schaumkeile im Bug kann beim Xeno verzichtet werden, da die Hülle steif genug ist.


Trockenübung mit Uli

Nu aufs Wasser! Auf dem Wasser macht der Xeno direkt einen stabilen Eindruck. Nix kippelt und man fühlt sich so sicher als würde Gevatter Kellner mit im Boot sitzen. Genussvoll kann man den Xeno durchs wilde Wasser manövrieren, sei es im Felsenlabyrinth auf der Kobarit-Strecke der Soca, oder im wuchtigen Wasser von Sanna oder Ötz. Auch Fahrfehler verzeiht der Xeno gerne. Wenn man also mal etwas zu motiviert in ein verstecktes Monsterloch hüpft, dann nimmt der Xeno einem das nicht gleich übel, taucht sauber durch Wellen und Walzen und man hat nie den Eindruck als wolle sich der Xeno überschlagen. Nach der Sanna und der Ötz geht es zum Feierabend-Run noch auf die Imster Bucht. Hier kann der Xeno sein ganzes Können unter Beweis stellen. Anfänger kommen sauber den Bach herunter, haben genug Reserven in Heck und Bug und müssen nicht dauernd aufpassen senkrecht im Bach zu stehen. Rodeohelden mit guter Technik oder ausgeprägtem Bierbauch können ohne Probleme wavewheelen oder eddyline-cartwheelen bis zum Umfallen.

Fazit: Wenn man keine High-Performance-Rodeomoves (Aerial Flachwasserloop etc. ) fahren will, sondern auf Sicherheit im Wildwasser setzt und trotzdem mal nen Cartwheel, nen Surf oder ne Kerze machen will, ist man mit dem Xeno gut beraten. Sitzratschengurtfetischisten werden im Xeno wohl eher nicht glücklich, aber wofür soll man die Dinger auch im Wildwasser gebrauchen können? Da der Xeno aufgrund der stabilen Hülle (geblasenes PE) auf Schaumkeile verzichten kann (man sollte aber den Auftriebskörper im Heck gut aufblasen damit das Heck auch in fetten Walzen 100% formstabil bleibt), hat man genug Platz für 3 Peliboxen, 3 Dosen Radler, Wurfsack, Seilrollen, Shuttlebunny und Stereoanlage.

Text by Christian Zicke, www.kanu-wild.de Bilder by Uli & Zicke

© Soulboater.com 2002

 

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