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Ein (natürlich subjektiver) Fahrbericht der Soulboater
Salzburg connection:
Das genialste an diesem Boot ist sicher die unglaubliche Ausgewogenheit
beimCartwheel. Durch die regelmäßige Formgebung spürt man an beiden Enden genau
gleich viel Wiederstand. Diese Eigenschaft bedingt, dass man sehr einfach mehrere
"Ends" aneinanderreihen kann. (Dies war noch bei keinem anderen Boot von mir
zuvor der Fall. Der Gliss z.B. war vorne zu schwer und ist hinten durchgesackt).
Durch die dünnen Enden stellt so ein Cartwheel auch keine besonderen Technikansprüche
mehr. Man dückt die Nase (auch im Flachwasser) problemlos ein, und der Rest
geht dann schon fast automatisch. Wenn man cartwheelen"leicht"lernen will, dann
sollte man im Delirious sitzen. Prijon ist mit diesem Teil fast ein Autorotator
gelungen! *ggg*
Das Unterschneiden ist, wie bei vielen anderen Booten mit flachem
Heck ebenfalls sehr leicht; beim Delirious bleibt man zudem noch um einiges
länger in der Senkrechten stehen. Das Surfverhalten ist durchaus ansprechend,
auch wenn er ganz gerne einmal einbohrt, und die Geschwindigkeit ist für ein
Boot in dieser Klasse absolut okay. Auch für gepflegte Spins sitzt man hier
sicher allerdings im richtigen Boot.

Diffiziler wird die Sache im Wildwasser am Fluss. Bei wenig
Wasserwucht ist der Delirious auch hier gut einsetzbar. Er reagiert prompt,
und man kann auch noch gut "Linie" fahren. Auf engen, steilen Parcours hat dieses
Boot naturgemäß nichts zu suchen. Noch schwieriger wird die Sache allerdings
bei mehr Wasser. Schiebewasser, und vor allem kräftige Verschneidungen sind
im Delirious kein Honiglecken. Hier bekommt er plötzlich ein gewaltiges Eigenleben.
Man muß ständig mit eigenwilligen Eskapaden rechnen, und darauf reagieren. Hierbei
wurde die Erfahrung gemacht, dass man mit einer leichten Vorlage des Oberkörpers
einiges ausrichten kann. Schlampiges Paddeln und zurück lehnen wird umgehend
bestraft! ;-))
Zur Ausstattung: Die Sitzanlage ist in Ordnung, mehr aber auch
nicht. Hier lautet unser Tip: "Probiert den "Fly"-Sitz" !!! Ausgeprochene Bequemlichkeit
wird man im Delirious vergeblich suchen. Ohne die von Prijon nachträglich eingeformten
Fußbeulen ist es für größere Fahrer sicher nicht möglich, all zu lang beschwerdefrei
im Boot zu sitzen. (Ab 185 wird`s eng) Genial hingegen ist das wirklich geringe
Gewicht und die Stabilität und Festigkeit des bewährten Materials, was auch
beim ersten Einsatz sofort spürbar wird.
Zusammenfassend ist dieses Boot das geilste Stück Plastik, in
dem ich je gesessen bin.
texted by Toni & Anschi, rider Anschi,
pic by Hiasi
(c) Soulboater.com
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