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Paddeltest Seven2 Signature
geschrieben von Soulboys, erstellt am 23.06.2005
Paddeltest Seven2 Signature

Mark Burton von Adrenal.no, der Europaimporteur von Seven2 hat uns 5 Paddel zur Verfügung gestellt, um diese auf Herz und Nieren zu testen, und um euch darüber zu berichten.


Ian mit dem Seven2 Signature - PS: Die stylischen Soulboater T-Shirts und andere Klamotten gibt's auch bald :-)

Farbe und Form sind etwas gewöhnungsbedürftig, es sind allerdings genau die Farben unseres Lieblingsmediums. Schaut interessant aus, auch wenn man ein im Wildwasser schwimmendes Paddel sicherlich schwerer findet, als z.B. ein orangenes Teil.
Leider platzt die Farbe jedoch bei Kontakt mit Steinen relativ leicht ab, und das sowohl am Schaft als auch am Blatt. Man muss mit diesem schönen Paddel ein bisschen vorsichtiger sein war unser Empfinden.


Andrew in Action


Nach dem Dom in den Lammeröfen

Die zwei auffälligsten Eigenschaften dieses Paddels sind natürlich der extrem schlanke Schaft und die fast flachen Blätter. Obwohl kaum wer sich von Beginn an diese Sachen gewöhnen kann, haben sie sicherlich mehr Vor- als Nachteile.

Was sich zu Beginn ein wenig komisch anfühlt ist, dass der dünne Paddelschaft sich leicht biegen lässt. Mann merkt allerdings ziemlich schnell, dieser leichte Flex bedeutet, dass man gleich viel Kraft mit jeder Bewegung des Paddelschlags bekommt. Paddelschläge werden dadurch sehr angenehm, da man das Wasser nicht mehr schneidet, sondern fließend durchzieht. Das macht das Paddeln natürlich körperlich nicht mehr so anstrengend. Ein Blatt ins Wasser zu setzen und das Boot herum zu drehen geht allerdings dadurch nicht so leicht wie mit anderen Paddel.

Mit einer Schränkung von ungefähr 10 Grad, kann man das Paddel sehr viel schneller ins Wasser bringen, was natürlich ein Vorteil ist, wenn man kämpfen muss, um in einem Playspot zu bleiben. Die geringe Schränkung macht auch Flachwassertricks (Kerzen, Bow Stalls, Flat Water Loops, etc.) leichter, denn man kann einfach auf die gleiche Fläche stützen ohne das Paddel zu drehen.
Beim Eskimotieren muss man sich schon ein wenig mehr anstrengen, um beide Blätter sauber an die Oberfläche zu bekommen, da man das unverschränkte Blatt nicht so leicht durch das Wasser schieben kann. Dass allerdings ist kein Problem beim Back Deck Rollen, und stört auch nicht viel in der Freestyle Arena, aber im Wildwasser war die extra Sekunde ein bisschen unangenehm. *g*


Abgeblätterter Lack :-(

Die anatomisch perfekt gestylten Griffe liegen exzellent in der Hand. Das weiche, rutschfeste Gummimaterial fühlt sich super an und verleiht einen irren Grip am Paddel. Sexwax und andere Tricks um die Haftung zu erhöhen, gehören hier der Vergangenheit an. Durch die exakte und fixe Haltung der Griffe weiß nun auch jeder Laie, dass er das Paddel richtig in der Hand hat, und braucht nicht lange zu überlegen. Eine wahrlich gute Idee...

Fazit
Das Seven2 Paddel ist ein geil anzusehendes Toppaddel von vielen Amerikanern, und wird wahrscheinlich in der kommender Zeit seine schöne Form auch öfter in Europa sehen lassen. Mit seinem passablen Gewicht, den fast neutral geschränkten Blättern und dem Energie verteilenden Schaft ist das Paddel ist vor allem für das Freestylen gut geeignet, wird aber auch Paddlern, die nicht nur auf das Motto „More Power“ stehen, gut gefallen.
Verbesserungswürdig erscheint die Schlagfestigkeit des Lackes.



Verschweigen wollen wir auch nicht, dass eines der fünf Paddel bei der ersten Ausfahrt genau unter dem Griff gebrochen ist, und zwar beim Spielen an der Socawelle / Abseilstrecke, und nicht irgendwo im brutalen WW. Das Paddel wird nun untersucht, um Herauszufinden, ob ein Produktionsfehler die Ursache war.

Tester; Hiasi, Ian, Robert, Stocki und Toni
Fotos: Toni und Christoph
© soulboater.com 2005

Weitere Infos auf: www.adrenal.no

 

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