| Wurfsacktest mit integriertem Hüftgurt
Angeregt durch die kleine Diskussion im Forum, will ich eine weitere Möglichkeit aufzeigen, wo der Wurfsack sein kann. Nämlich nicht nur im Boot, sondern auch am Paddler.

Bereits vor mehreren Jahren traf ich auf Korsika eine Gruppe norwegischer Paddler die den Wurfsack „am Mann“ trugen und nicht im Boot. Bis vor wenigen Wochen habe ich dieses Prinzip auch nicht mehr gesehen, bis mir von einem Bekannten ein solches System in die Hände viel.

Der 18m lange Wurfsack wird mittels zwei Steckschnallen an dem Hüftgurt befestigt. Der 50mm breite Hüftgurt selbst, wird mit einem Schellverschluss geschlossen. Bei allen bekannten Modellen verschiedener Hersteller ist eine Griffkugel als Paniköffner verarbeitet worden. Bei dem hier verwendeten Modell sind seitlich noch Halteschlaufen für mehre Karabiner eingenäht worden.

Hat man sich den Wurfsack an den Rücken geschnallt stört er in keiner Weise. Einzig bei kleinen Lucken und einer sehr nach hinten verlagerten Sitzposition kann der Wurfsack bei der „Back Deck Roll“ stören. Falls dies der Fall sein sollte, kann man den Wurfsack immer noch vorne unter der Spritzdecke tragen (nächstes Bild).

Durch das Tragen am Körper lässt man den Wurfsack beim Besichtigen aus Faulheit nicht im Boot und hat ihn im unerwarteten Notfall dabei. Ebenso hat man beide Hände für eventuelle kleine Kraxeleien immer frei. Auch das schnelle erreichen geeigneter Sicherungsposten kann so viel besser von statten gehen. Die Nachteile sind der relativ hohe Anschaffungspreis und in manchen Fällen eine Behinderung bei der Rückwärtsrolle.
Text: Matthias Rittmann Fotos: Markus Kaluza |