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Im Test: Das neue Prijon Wildwasserpaddel PMS
geschrieben von Toni & Anschi, erstellt am 19.06.2003

Im Test: Das neue Prijon Wildwasserpaddel PMS

Vor gut drei Jahren kamen die Edelpaddel der C und G Serie von Prijon auf den Markt. Wolfgang Haupt von Prijon gab mir nun bei meinem letzten Besuch sein neuestes Baby mit zum Test. Es ist das so genannte PMS und soll die Lücke zwischen den teuren Leichtpaddeln und den teilweise plumpen Nylonpaddel schließen. Schon vom ersten, optischen Eindruck her war ich begeistert, denn mit dem uralten Prijonlogo, dass das neue Paddel ziert, ist den Designern meines Erachtens ein guter Wurf gelungen, ist doch "retro" zur Zeit sowieso voll "in"!

Nun, wir haben das Paddel dann natürlich auch ausgiebig getestet: Das PMS war in den letzten Wochen unser Löffel auf steilen und steinigen Osttiroler Rinnen, an der Soca, an der Lammer und Koppentraun, sowie auf der äußerst wuchtigen Isel. Natürlich war es auch im Rodeoeinsatz an diversen Spielstellen wie z.B. in Ainet, Kuchl oder in Bad Aibling. Daneben hat es auch naoch bei der Abwehr von lästigen Bauernhofhunden geholfen, es diente als Ersatzstange beim Planenbau und als Paddlerangel beim Anfängerkurs *g*.

Ainet Welle auf der Isel - Anschi Das PMS lässt sich also schon allein schon von der Vielzahl der Einsatzmöglichkeiten her als echtes Allroundpaddel bezeichnen, und es hat auch alle Einsätze - einschließlich Hundebiss - gut überstanden! Trotz der wirklich intensiven Nutzung durch diverse Paddler in unserer Runde, hielt sich der Abrieb im Gegensatz zu anderen bisher benutzten Paddeln in geringen Grenzen. Ganz allgemein sieht man nach zirka 25 Touren noch herzlich wenig am Paddel. Musste man bisher oft nach jedem Paddelurlaub die Ränder der Blätter etwas nachschleifen, so gehört dies beim PMS der Vergangenheit an, oder der Arbeitsaufwand verändert sich auf ein deutlich längeres, uns noch nicht bekanntes Intervall. Das Gewicht ist im Vergleich zu RIM- oder Nylonpaddel angenehm leicht, kann aber natürlich nicht mit den Highendteilen mithalten. Der Schaft hat den von Prijon bekannten guten Grip, auch die Ovalisierung im Handbereich ist deutlich merkbar. Das Paddel ist wirklich steif, man merkt selbst bei vollem Durchzug kein Flattern an den Enden.

Anschi auf der Iselwelle in Ainet Einzig die geringe asymmetrische Form der Blätter lässt etwas Kritik aufkommen, denn zum Rodeopaddeln und Wellenspielen ist die Formgebung dann doch etwas zu wenig "radikal". Für längere Walzentrainings ist das Paddel vielleicht doch auch etwas zu schwer, dies ist aber auch nicht das definierte Einsatzgebiet des PMS. Mit dem geringen Mehrgewicht im Vergleich zu ultraleichten Carbonpaddeln kann man gut leben, wichtiger ist doch die Zuverlässigkeit und die Widerstandsfähigheit im täglichen Wildwassereinsatz, und in dieser Hinsicht hat uns das PMS bis dato voll überzeugt. Unser Tipp: Ideales "On fitts all" Paddel, wenn das Hauptaugenmerk auf dem Wildwassersektor liegt, ideal, wenn man aufgrund von Wassermangel feuchte Waldwege befährt, und auch toll für den Schulungsbereich. Das Preis / Leistungsverhältnis spricht hier eine klare Sprache.

Hier die Zahlen, Daten, und Fakten:
Farben: derzeit rot und gelb
Material Blatt: Glasfaser mit Roving-Verstärkungen, 15 Lagen unter Hitze verpresst.
Material Schaft: Glasfaser geschliffen mit Ovalisierung.
Lagerlängen 195 - 207,5 cm in Sprüngen zu 2,5cm
Schränkung ab Werk 60°, andere Längen und Schränkungen sind auf Kundenwunsch möglich
Gewicht ca. 1070g Preis 159,- EURO

Toni, soulboater.com
© Soulboater.com 2003

 

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