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Bamberger Ex-Rathauswelle nun gefährliche Walze

Quelle: Fränkischer Tag, Autor: Michael Wehner (FT)

Statt sich zu glätten hat sich die Welle am Geyerswörthsteg überraschend zu einer gefährlichen Walze aufgeschaukelt. Nun schließt die Stadt auch Verbotschilder nicht mehr aus.

Bamberg Wie im richtigen Leben ist es auch bei Wellen. Es kommt meistens anders als man denkt. Statt sich harmlos zu kräuseln, wie erwartet, schießt das Wasser vom Unteren Mühlwehr jetzt mit noch größerer Gewalt in die Tiefe. „Die Welle ist eine gefährliche Walze geworden“, klagte gestern Stefan Dittmar. Der Sportvorsitzende des Bamberger Faltbootclubs und seine Kollegen Dominik Stoecker und Jochen Mergner haben nach dem Ende der Bauarbeiten am Fluss beim Geyerswörthsteg ihr traditionelles Trainings- und Wettkampfgelände unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Erkundung dort, wo seit vielen Jahren Kanuten aus ganz Deutschland ihrem Hobby frönen, ist für sie alles andere als erfreulich.„Die Walze ist für Kajakfahrer sehr gefährlich. Durch die Drehbewegung des Wassers entsteht ein gefährlicher Strudel. Der kann zur Falle für Boote, aber auch für Schwimmer werden“, klagt Dittmar. Der Faltbootclub appelliert deshalb an die Stadt, konstruktiv an einer Lösung des Problems mitzuarbeiten. Sonst drohe dem Kajaksport in Bamberg ein unrühmliches Ende.

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Foto: Jochen Mergner

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Foto: Jochen Mergner

Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Nach Ansicht von Dittmar sind aufwändige Arbeiten unter Wasser nötig, um der Walze wieder das maßvolle Wogen beizubringen. Die Pressestelle der Stadt reagierte gestern überrascht auf die Kritik der Kanuten. „Bisher sind wir davon ausgegangen, dass der Fluss durch die Einbauten eher langsamer wird“, sagte Dr. Franz Eibl. Doch eine Nachfrage ergab, dass die Sicherheitsbedenken mittlerweile auch bei der Stadt bekannt sind. Deshalb ist es auch nicht mehr auszuschließen, dass der EBB schon bald Verbotsschilder aufstellen lässt, um unvorsichtige Kajakfahrer zu warnen. In einem zweiten Schritt, so erklärt Eibl, will die Verwaltung mit den Fachleuten klären, wie der Urzustand am Wehr wiederhergestellt werden kann.

Wie berichtet, hat der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Bamberg in der vergangenen Woche die Flußsohle mit Steinen und Beton befestigt, um den Geyerswörthsteg vor Unterspülung zu schützen. Sicherheit geht vor den sportlichen Wünschen der Kajakfahrer, sagte Ludwig Herbst vom EBB an der Baustelle. Und das Loch, das gefüllt wurde, war riesig. Franz Eibl: „Wir hatten mit 200 Tonnen Steinen gerechnet. Tatsächlich haben wir 500 Tonnen gebraucht. Die Bauarbeiten zu stoppen wegen des Einspruchs der Kanuten, war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.“


Wir halten euch auf dem Laufenden wie's weitergeht. Hoffentlich mit einer für uns Paddler guten Lösung. Bis dahin bitten die Locals vom Spot fernzubleiben, um eine Sperrung der Stelle zu verhindern. Diese ist nämlich einfacher zu bekommen als ein erneuter, rascher Umbau der kaputtreparierten Walze.

 
 

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