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| geschrieben von Jan-Peter, erstellt am 01.07.2001 |
| Zweitbefahrung des Highhousecreek endete mit dramatischem
Steckunfall
Angeregt durch die Beschreibung in Soulboater.com machte sich
Sebastian Müller auf zu einer Solo-Zweitbefahrung der steilen Rinne. Die ersten
7 Stockwerke waren technisch aufgrund der ausführlichen Beschreibung der Erstbefahrer
kein großes Problem und wurden zügig ohne großen Besichtigungsaufwand und aufwändiges
Sichern bewältigt. Erst im letzten Teil der gefällstarken Abfahrt kam es zu
einer gefährlichen Situation. Nach Durchbrechen einer abgeschlossenen und in
der Beschreibung nicht erwähnten Kellertür blieb Basti im Türrahmen stecken
und konnte erst durch den angestrengten Bergeeinsatz des durch die Alarmanlage
herbeigerufenen Hausmeisters aus der Stecksituation befreit werden. Zu einem
großen Teil basierte die mißliche Situation, in die sich Basti durch seine leichtsinnige
Alleinbefahrung gebracht hatte, aber auch in der Wahl des falschen Materials:
ein Micro 240 ist trotz seiner besseren Boof-Eigenschaften einfach 20 cm länger
als ein Topolino und damit ganz einfach zu lang für die engen gedrehten Abfälle
des Highhousecreek. Die Stecksituation rührte nämlich nicht nur aus der Enge
des Türrahmens sondern auch aus dem unsauberen Unterwasser hinter der Tür. Schließlich
steckte Basti mit dem Bug in einem Stapel alter Zeitungen und anderem Wohlstandsmüll,
wie er leider auf Bächen in der Nähe von Großstädten leider immer häufiger zu
beobachten ist.Wegen des geringen Wasserdrucks konnte er aber schließlich doch
aus dem Müllhaufen befreit und von den herbeigeeilten freundlichen jungen Männern
in den weißen Kitteln nach Hause begleitet werden.

Was läßt sich aus dieser spektakulären Zweitbefahrung folgern?
Fahre nie alleine unbekannte steile Treppenhäuser hinab und
benutze nicht den bequemen Aufzug zur oberflächlichen Besichtigung der Schwierigkeiten.
Vertraue nie gänzlich auf Flußbeschreibungen wie in Soulboater.com oder anderen
Kanupublikationen. Nicht umsonst steht dieser Warnhinweis auf der Eingangsseite
von Soulboater.com, den bestimmt die wenigsten für voll nehmen. Aber man lernt
eben nie aus. Und das Wichtigste: Habe immer dein DKV-Fahrtenbuch dabei, damit
dir der Hausmeister die Befahrung mit seinem Stempel bestätigen kann. Denn jeder
neu befahrene Bach zählt als Flußpunkt auf dem Weg zum goldenen Wanderfahrerabzeichen.
Und das ist doch das erstrebenswerte Ziel eines jeden Soulboaters oder habe
ich da etwas falsch verstanden?
Story by Jan-Peter
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