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Der neue Dagger Creeker Nomad im Test
geschrieben von Nils Kagel, erstellt am 29.08.2003
Zuwachs in der Korkenklasse - Fahrbericht Dagger Nomad

Die Steigerung des Niveaus im extremen Wildwassersport hat ähnlich wie im Freestylebereich zur Entwicklung von sehr spezialisierten Booten geführt. Sie sollen dem Paddler ein Maximum an Sicherheitsreserven sowohl beim Fahrverhalten als auch bei der Ausstattung bieten. Dagger hatte bereits mit dem CFS vor zwei Jahren einen reinrassigen "Creeker" rausgebracht, der sich als Toponachfolger mit Korkeneigenschaften einen Namen machte.


Nils im großen Nomad 8.5

Im Oktober dieses Jahres kommt nun sein Nachfolger, der Nomad in zwei Größen auf den europäischen Markt. Ich hatte die Gelegenheit, das Boot im Vorwege zu testen.


Nils auf der Krimmler Ache

Der Nomad ist auf den ersten und auch auf den zweiten Blick wirklich keine Schönheit, aber man will ja schließlich nicht am heimischen Rodeospot glänzen, sondern im schweren Wildwasser bestehen. Wie schon beim CFS ist die Luke sehr großzügig geschnitten und so ein schneller Notausstieg gewährleistet. Die Schenkelstützen bieten guten Halt und drücken nicht. Der Rückengurtstraffer ist eher überflüssig, zumal die Riemen ständig irgendwo zwischen den Beinen rumbaumeln. Der Sitz ist wie bei Dagger üblich für die schwergewichtige US-Klientel konstruiert und muss daher von normal gebauten Paddlern erst mal ordentlich gefittet werden.

An der Sicherheitsausstattung ist nur wenig zu bemängeln. Der Plastiksteg im Vorderschiff behindert kaum beim Ein- und Aussteigen, kann sich jedoch u.U. ein wenig zur Seite verschieben. Die soliden Metallgriffe an Bug und Heck sowie hinter der Luke hat man sich von Liquid Logic abgekuckt. Sie eignen sich gut zum Einhaken von Karabinern, sind allerdings etwas dünn geraten und daher schlecht zu greifen.


Krimmler Ache

Bei den Fahreigenschaften hat sich einiges gegenüber dem CFS verändert. Aufgrund des längeren Unterschiffes mit seinen stark gerundeten Kanten ist der Nomad wesentlich schneller und laufruhiger. Gleichzeitig ist nur wenig von der Wendigkeit des Vorgängers verloren gegangen und auch die Boofeigenschaften geben keinen Anlass zum Klagen.

Durch den leicht gerundeten Boden ist eine flache Landung aus größeren Höhen erträglich. Das Auftauchverhalten ist dank des bauchigen Oberschiffs erstklassig und das voluminöse Hinterschiff sorgt dafür, dass der Nomad weniger zum Kerzen neigt.


Puckl Franz mit dem kleinen Nomad

Fazit: Mit dem Nomad hat Dagger einen Creeker entwickelt, der eine gelungene Mischung aus bewährten Gestaltungselementen darstellt. Auch an der Sicherheitsausstattung ist nur wenig auszusetzen. Eine elegante Form und sportliche Fahreigenschaften lässt der Nomad zwar vermissen, aber darauf verzichtet man gerne, wenn es ums Ausloten der eigenen Grenzen geht.

Technische Daten: Nomad 8.1 Nomad 8.5
Länge: 246cm 257cm
Breite: 65cm 67cm
Volumen: 257l 295l
Gewicht: 19kg 20,1kg
Paddlergewicht: 50-80kg 70-110kg
Luke: 86x48cm 86x48cm

von Nils Kagel
© Flußbilder Manuel Arnu, Messefotos Pietro Linda

 

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