| Fahrbericht Bliss-Stick HUKA
Schorschi Schauf im Huka bei der Erstbefahrung des Defereggenbachdurchbruchs
Vor mir liegt der Huka, das neuseeländische Schifferl, mit dem der Schorschi
die Defereggenbach-Klamm erstbefahren hat. Dass man damit stürzen kann,
ist also klar. Darauf möchte ich jedoch nicht näher eingehen, sondern
eher auf das "normale" Fahrverhalten, das für Paddler, die neben
der Arbeit noch paddeln gehen und nicht umgekehrt, wesentlich interessanter
sein dürfte.

Auf die Länge von 235 cm, die Breite von 65 cm und die Höhe von 36
cm ist das Volumen von 252 l gut verteilt. Der Rocker (Kielsprung) ist ausgeprägt.
Insbesondere das Ornament auf dem Bug, die festen Griffe vor und hinter der
Sitzluke sowie die recht stabilen, leuchtfarbenen Griffschlaufen stechen ins
Auge. Auffällig sind außerdem die große Sitzluke, die auch
großen Paddlern das bequeme Aussteigen problemlos ermöglicht, die
verstellbaren und gepolsterten Schenkelstützen sowie der mit einem mitgelieferten
Inbusschlüssel stufenlos verstellbare Sitz. Der Huka ist mit einer Prallplatte
ausgestattet, deren Einstellung oder Verkleinerung problemlos möglich ist.
Die Mittelkeile versteifen, wie bei anderen Herstellern auch, die Hülle,
wirken aber durch den großzügigen Fußraum nicht störend
oder beengend.

Schon mit den ersten Paddelschlägen lässt sich der Huka erstaunlicherweise
recht flott vorwärts bewegen. Das Ein- und Ausschlingen erfolgt genauso
zügig und kontrolliert wie das exakte Fahren auf Stromzungen und bei Seitenwasser.
Durch die Wendigkeit des Bootes fühlt man sich auch auf engeren Abschnitten
sicher und immer als Herr der Lage. Das Auftauchen nach Stufen ist gleichmäßig
und kontrolliert. Beim Boofen "fliegt" der Huka förmlich über
die Kante und vermittelt dabei auch ohne die Spieleigenschaften eines Funcruisers
eine Menge Fahrspaß.

Fazit: Der Huka ist ein schönes Boot für einen breiten Kreis von
Paddlern. Er eignet sich sowohl für diejenigen, die gerne stürzen
und sich auf schwerem Wasser bewegen, als auch für Paddler, die im "klassischen"
Paddelstil "normales" Wildwasser befahren wollen. Auch bei gelegentlichen
Touren auf heimischen Kleinflüssen hat man genug Platz im Boot, um mal
eine etwas größere Brotzeit und Wechselkleider mitnehmen zu können.
Dabei bietet der Huka immer ein Maximum an Sicherheit und Bequemlichkeit. Schade
ist nur, dass keine Ablassschraube vorhanden ist.

Infos bei Freak Kajaks und www.bliss-stick.de
oder beim Doppelbommel
Andreas Pfeiffer
Bilder by Darko Pelikan & 1x Schorschi.com

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