| Bootstest Prijon F262
Dank toller Wetterlage und superfeinem Schmelzwasser haben wir es Mitte März
bei fantastischen 21° C (PLUS !!) in Salzburg geschafft:
Es gibt einen neuen Bootstest zum Schmökern für euch.
Das Boot wurde uns von Wolfgang Haupt von www.prijon.com
zur Verfügung gestellt.
Es wurde von uns im Salzkammergut und im Salzburgerland ausgiebig getestet,
und zwar sowohl auf steileren Bächen als auch auf wuchtigem Wasser.


Matteo aka Hiasi
Testpersonen:
Von 175cm / 70 kg mit 42er Schuhgröße bis 187 / 88 kg und 44er war
alles vertreten.
Vielleicht aber erst einmal einige Daten zum F 262, der in der Klasse der Riverrunner
antritt, um in diesem Revier zu wildern.

Anschi im F262
Der F 262
Anders als frühere Boote in dieser Klasse (RPM, Thunderbird) hat der F262
ein deutlich flacheres, zeitgemäßes und modernes Unterschiff. Prijon
geht hiermit konsequent auf die geänderten Anforderungen des Marktes ein.
Dadurch liegt das Boot sauber auf dem Wasser, auch wenn die Anfangsstabilität
durch den schmalen Bau deutlich geringer ist. Die Kanten des F 262 sind sauber,
jedoch nicht zu aggressiv, ziemlich über die gesamte Länge des Unterschiffs
gezogen und bieten dem Schiebewasser nicht allzu viel Angriffsfläche.
Das Rollverhalten lässt sich als gut bezeichnen, wohl auch deswegen, weil
das Boot doch ziemlich schmal ist.
Das Volumen ist für Paddler bemessen, die in der "normalen" Gewichtsklasse
liegen, Personen zwischen 60 und 90 kg werden sich in dem Teil entsprechend
wohl fühlen.
Auffallend beim F 262 ist seine Spurtreue. Kehrwasser ein- und auspaddeln geht
mit diesem Boot relativ leicht, auch wenn man ihn durchaus etwas technischer
und filigraner paddeln muss, um zum gewünschten erfolg zu kommen. Das Auftauchverhalten
ist exakt, der F 262 taucht ziemlich genau da auf, wo man es auch vermutet.
Auch Boofen lässt er sich noch sauber, obwohl man hier die Länge des
Hinterschiffs durchaus schon bemerkt. Dieses Heck ist jedoch absolut nicht aggressiv,
während der Fahrt bemerkt man gar nicht, dass das Boot etwas länger
ist.

Kommentar von Anschi: "Erstaunlich, das Boot ist über 260, und
fährt sich gar nicht so".
Die Sitzanlage ist absolut okay, lässt sich leicht auf die individuellen
Bedürfnisse der Paddler einstellen, und ist auch nicht mehr so breit, wie
früher einmal die Sitze bei Prijon waren. Durch die originell durchdachte
Fittinglösung ist auch kein ewiges Herumschnitzen an Eigenbaulösungen
mehr notwendig. Die Schenkelstützen sitzen gut, aber ein wenig zu hoch,
das Ratschensystem für den Rückengut ist exakt und einfach zu lösen,
die Schnallen sind so positioniert, dass man sich bei einem Ausstieg kaum daran
verletzen kann. Auch die Luke ist sauber geraten, nicht zu sehr hoch gezogen,
sämtliche Normgrößen der Spritzdecken passen.



Weitere Ausstattung:
Eine Flaschenhalterung, eine Wurfsackhalterung und eine gut verstellbare Prallplatte
sind Standard. Die Edelstahl-Bergeösen am Oberdeck sind allerdings deutlich
zu eng (klein) geraten, hier wäre ein Nachbesserungspotential gegeben,
denn wenn ein Boot schwimmt, dann tut man sich bei diesen Ösen sehr schwer
einen Karabiner zu fixieren. Leider ist Prijon auch von den harten Griffen abgegangen
und bietet jetzt an den Enden breite Kunststoffbänder, die ihre Form nicht
all zu stabil halten, ein Fixieren des Karabiners in einer Bergeaktion ist nicht
sehr leicht.

Der Unterboden des Riverrunners
Ein Mitführen von diversem Zubehör (Wurfsack etc.) ist durch den großzügigen
Platz problemlos möglich, auch die "normale" Pelibox hat tadellos
Platz.

Toni im Salzburger Land
FAZIT:
Ein wirklich gelungener Riverrunner, ein Klassiker, mit dem vor allem Personen,
die auf Wendigkeit und Schnelligkeit Wert legen, ihre wahre Freude haben werden.
Zuhause ist der F 262 auf allen Gewässern, wirklich steile Creeks sind
aufgrund seiner Form natürlich Tabu. Prädestiniert ist er wohl für
Bäche wie Koppentraun, Lammer, Isel und Co, gerne darf es aber auch ein
wenig technischer sein.

Toni nach getaner der Arbeit ;-)
Daten zum F262:
Länge: 262cm
Breite: 61cm
Volumen: 205l
Gewicht: 17kg
Toni
Photos: Toni, Anschi
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