| Fahrbericht R.A.D. 185
von Andreas Pfeiffer
Der R.A.D. ist das neue Rodeoboot der neuseeländischen Bootsschmiede Bliss
Stick. Der Stummel ist zur Zeit in zwei Größen auf dem Markt. Der
Größere wird hier vorgestellt.

Auffällig an dem neuen Boot ist das überarbeitete Sitzsystem. Sitzauflage
und Hip-pads sind serienmäßig eingebaut. Der Rückengurt ist
über ein Ratschensystem einstellbar, die Schenkelstützen sind wie
bisher gut verstellbar.
Der Sitz kann mit zwei Schrauben einfach gelöst und stufenlos eingestellt
werden, um die persönliche Trimmung zu erreichen.


Im Beinbereich wurde der durchgehende Mittelkeil durch eine Kunststoffstütze
ersetzt. Dadurch wurde eine erhöhte Beinfreiheit geschaffen.
Eine Ablassschraube wurde nun endlich auch eingebaut.
Mitgeliefert wird ein Schaumblock für die Fußstütze, ein Schaumsatz
Hip-pads zum Austauschen und Anpassen sowie ein Imbussschlüssel um die
nötigen Einstellungen vorzunehmen.

Auf dem Wasser verhält sich der R.A.D. sehr ausgewogen, gleichmäßiges
Auftauchverhalten und eine angenehme Spurtreue machen ihn zum River Runner für
leichtere Bäche.
Schnelligkeit ist allerdings nur auf der Welle vorhanden, was bei den kurzen
Booten jedoch normal ist. Die Sitzanlage ist bequem und durch die Beinfreiheit
auch für Großgewachsene sehr angenehm.

Was der Radical Aerial Device (R.A.D.)verspricht, hält er auch. Genug
Speed und das nötige Volumen im Bug bringen den RAD nämlich ohne große
Mühe in die Luft. Ganz egal ob kleine oder große Welle, der RAD spint
und bluntet wie kein anderer Bliss Stick vor ihm. Auch fortgeschrittene Flugmanöver
wie Helix oder Cali-Roll scheitern eher am Fahrer als am Boot.

Mit dem RAD hat Bliss Stick die Lücke im Rodeoboot-Sortiment geschlossen.
Neben dem Flip und Slick-Stick, beide sind wohl eher in der Walze zu Hause,
ist der RAD nun ein Top -Wellenboot. In der Walze macht der RAD aber auch keine
schlechte Figur. Durch das hohe Volumen im Bug und das Stummelheck geht er beim
Loop leicht in die Luft, man schafft auch beim Spielen das zweite Ende über
das Heck.

Wenn man zum Cartwheelen den Sitz in eine vordere Position bringt, dann verhält
sich der Kleine auch hier relativ neutral. Lediglich in kleinen, steilen Walzen,
tut sich der RAD aufgrund des hohen Volumens im Bug etwas schwer.
An seichten Playspots ist der RAD ein guter Freund, da er mit seinen 185cm wohl
nur selten auf den Boden tickt.

Fazit:
Der RAD ist ein ausgezeichnetes Wellenboot mit Tendenz zum Abheben.
Auch in großen, flachen Walzen macht er eine gute Figur.
Technisches:
Länge 187 cm
Breite 66 cm
Volumen 204 l
Gewicht 15 kg
Für kleinere und leichtere Paddler gibt es auch den R.A.D. 175
Andreas Pfeiffer
Weitere Infos unter www.paddelladen.de
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