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Keine Zivilisation. Keine Begleitung. Nur ein Weg heraus.
Im Sommer 2004 haben sich Sebastian Gründler, Jens Reinhold, Stephan Huber
und die Franzosen David Arnaud und Raphael Thiebaut nach Irkutsk, dem Paris
Sibiriens aufgemacht. Ganzheitliche Flussbefahrungen im oberen Schwierigkeitsbereich
ohne Begleitung und mit dem gesamten Gepäck in den Kajaks sowie die Erkundung
vielversprechender Nebenbäche waren Ziel der Expedition. Als erstes stand
der im Norden des Baikalsees in denselben mündenden Tompuda auf dem Programm.
Danach der Klassiker Kitoy und der Urik im Sayan-Gebirge westlich von Irkutsk.

Sebastian Gründler am Kitoy. Foto: Jens Reinhold
Tompuda
Um ans Nordende des Sees zu gelangen, ist zu Beginn eine 33 stündige
Zugfahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn respektive BAM nötig.
Von Severobaikalsk aus geht es mit dem Hubschrauber in das Quellgebiet
des 150 Kilometer langen und Hochwasser führenden Flusses.
Den Expeditionisten gelingen die Erstbefahrungen zweier steiler Nebenbäche
(die zu Erreichen allein schon als kleine Expedition durchgehen könnte)
sowie das Erlegen einiger unglücklicher Lachsforellen als auch unzähliger
ebenso unglücklicher Moskitos, bevor mit Erreichen des Baikalsees
am sechsten Tag dieser erste Trip sein Ende findet.
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Raphael Thiebaut vor dem Abendessen |
Kitoy
Das Speedboot "Kometa" bringt die Gruppe in 12 Stunden einmal längs
über den 640 Kilometer langen See und auf der Angara bis nach Irkutsk,
von wo aus der nächste Trip zum Kitoy startet.

Kitoy
Auf den Spuren von Jonas Nöcker und Viktor Klaus, die schon vor zwölf
Jahren mit russischen Raftern hier unterwegs waren, geht es 240 Kilometer und
1400 Höhenmeter hinab, wobei die Bestürzung des 14 Meter hohen Eche
Gol Wasserfalls den wildwassertechnischen Höhepunkt darstellt.
Des weiteren weiß man sich mit Goldschürferei, ausgedehnten Scoutingaktionen
und besinnlicher Angelei die Zeit zu vertreiben, bis man am Ausgang des Motkin
Cheeks Canyons auf russische Katamaranfahrer trifft, die neben Tee und Russen-Sauna
einen tiefen Einblick in die "Russian Tradition" vermitteln.

Kitoy - First Canyon |

Kitoy - Sebastian Gründler |

Am Baikalsee

Kitoy - Stephan Huber, Jens Reinhold, David Arnaud

Wildwasser-Katamaran am Kitoy
Urik
Nur noch zu dritt wird der Urik, dessen 160 Kilometer Sebastian, Stephan und
Jens "noch schnell" am Ende der Reise machen wollten, zu einem Wettlauf
mit der Zeit.

Landkarte & Soldaten
Nachdem ihr Fahrer, der Burjate Jura, die drei Kameraden am Einstieg verlassen
hat, schleppen diese ihre Ausrüstung zum Fluss und stellen mit Entsetzen
fest, dass nur einen Bruchteil der nötigen Wassermenge vorhanden ist. Da
ein Umkehren nicht mehr möglich ist, machen sie sich auf einen beschwerlichen
Weg von mehr als ausgefüllten Tagesetappen und können den vereinbarten
Ausstieg geradeso erreichen. Doch der Stress ist nicht zu Ende, denn weder die
auf der Karte eingezeichnete Brücke noch die Strasse sind existent...

Camp am Kitoy
Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen und besuchen Sie den Vortrg
"Kajakabenteuer am Baikalsee".
Erleben Sie ganzheitliche Flussbefahrungen in puristischer Manier, ohne Raftbegleitung
oder Hilfe von außen, mit allem Gepäck am Mann.
Premiere ist am 15. September 2004 um 20 Uhr im Karstadt-Outdoor-Center
an der Theresienhöhe in München.
Mehr Bilder von Kajak-Abenteuer am Baikalsee
Mehr über die Teilnehmer auf dieser Webseite: Jens
Reinhold, Sebastian
Gründler, Raphael Thiebaut, Stephan Huber, David Arnaud
"Narcotic Nosedive" am Echegol Sebastian Gründler, Fotos: Stephan
Huber
Jens Reinhold am Urik und ein Vater mit seinen Kindern am Baikalsee

Der Paddelkindergarten

Am Urik

Heli Kayaking
Textquelle: Sebastian Gründler, Horst Fürsattel, Paddle-People.com
© Bilder: Jens Reinhold, Sebastian Gründler, Stephan Huber
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