| Sweet Rumble Boatercross auf der Sjoa
Sommer 2004. Vom 14. – 18. Juli findet wie inzwischen jedes Jahr das traditionelle Treffen der norwegischen Wildwasserpaddler an der Sjoa statt. Es werden Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten, Sicherheitstrainings werden bei extra eingeflogenen Größen der internationalen Kanuszene absolviert und im Rahmen von Führungsfahrten geht es auf die schweren Bäche der Region. Ca 250 Teilnehmer aus ganz Skandinavien und ein paar Europäer geben dem Event auch dieses Jahr wieder die Chance, das größte Treffen für Wildwasserfahrer im Norden zu werden.
 Boofen auf der Ideallinie
 Neben der Ideallinie
Getreu dem in letzter Zeit aufgekommenen Motto "Rodeo is dead" fand dieses Jahr erstmals kein Freestyle-Wettbewerb statt, nach Besichtigung vor Ort der Organisatoren war die Welle zu klein, was aber nur für Bigwater-Verhältnisse stimmen kann. Wir fanden beim Befahren der Sjoa vor Nedre Heidal eine brechende Welle vor, die in Deutschland oder auch Österreich ideale Bedingungen für ein Rodeo gehabt hätte. Aber – Rodeo is halt dead ... ;-)
 ...und so wieder hoch...
Der Höhepunkt des Sjoafestivals war deshalb in diesem Jahr der Boatercross in Amotfallene, der Schlussklamm der Sjoa kurz vor der Mündung in den Lagen. Von kurz unterhalb der Strassenbrücke direkt an der Auffahrt zum Kajakcamp ging es ca 300 Meter über mehrere rückläufige Stufen bis zum Ziel direkt nach einem schweren Katarakt.
 Wikingerqueen Mariann Seather und die beiden anderen Mädels stehen total auf Soulboater :-)
Es starteten 29 Männer und 7 Frauen jeweils in Vierergruppen mit einem Seal-Launch von einem am Ufer vertäuten Raft, nach dem K.O.System kam dann immer der Sieger des jeweiligen Laufs eine Runde weiter.
 die entscheidende Eingangsstufe
Meist entschied sich schon kurz nach dem Start, wer die Nase vorn hatte, denn in der ersten Stufe nach ca 40 Metern gab es nur eine ideale Booflinie, wer sie nicht exakt hinbekam, fiel tief ins Loch und verschwand erst einmal.
 Eingangsstufe Amotfallene
Die sichere Route auf der linken Seite für die vorsichtigeren Fahrer hatte zwar den Vorteil, dass man sehr kontrolliert die Stufe befahren konnte, sie kostete aber wesentlich mehr Zeit, die anschließend höchstens durch glückliche Zufälle bzw. Fahrfehler der Vorausfahrenden wieder aufgeholt werden konnte.
 Die letzte Stufe vor dem Ziel
Wer also ehrgeizig auf einen Platz auf dem Siegertreppchen war oder das hohe von der Firma Sweet Protection ausgelobte Preisgeld schon in seinem Urlaubsbudget verplant hatte, fuhr die Anfangsstufe zur Freude der zahlreichen Zuschauer mittig im Hauptwasser.
 Die Sponsoren
Gewinner des Sweet Rumble Boatercross waren am Ende der 18jährige "Junior Viking" Matthias Fossum aus Oslo vor dem britischen "Whitewater Warrior" Andy Philips und dem norwegischen Creekboater und Mariann-Saether-Freund Morten Eilertsen.
 The whole run was protected by...
Bei den Frauen gewann (wie von den meisten bereits erwartet) die norwegische Riverqueen Mariann Saether vor Kate Donelly aus UK und Malin Bergman aus Schweden.
 Siegerehrung: Mariann teilt ihr Preisgeld
Bei der nächtlichen Siegerehrung auf der Apres-Kajak-Party nahm Matthias Fossum gerne die Taschengeldaufbesserung über immerhin 3500 NOK entgegen, während Mariann ihr Preisgeld nobel mit der Zweitplazierten Kate teilte, weil sie der Meinung war, es wäre bei ihrem Rennen so knapp und reiner Zufall gewesen, wer von ihnen beiden letztlich gewonnen hätte.
 Goran von Sweet gratuliert den Siegern
Die Party war im übrigen sehr gut besucht und ging all-night-long, nur wir als Ausländer hatten leider Probleme, die Texte der norwegischen RAP-Band zu verstehen, auch wenn sie uns und allen anderen Nicht-Locals zunächst klarmachen wollten, wir würden jetzt ganz exklusiv einen speziellen Sprachkurs in Norwegisch erhalten....
 Paaaaaadieee
Jan-Peter Alle Bilder: Jan-Peter |