| Soulboating auf der Möll in Kärnten
- Es gibt immer wieder Tage, an denen alles stimmt: Wasser, Wetter und die Mitpaddler. Vor 10 Jahren wurde so ein Tag einmal KAVU-Day genannt und es gab sogar ein Video über diese Ausnahmetouren. Wir möchten euch mit diesen Bildberichten dazu anregen, einmal in euch zu gehen, wann ihr euren letzten richtig schönen Paddeltag hattet. Und wenn ihr Lust habt, auch darüber zu berichten, mailt uns einfach ein paar Zeilen mit euren Eindrücken und sendet uns die passenden Bilder dazu. Wir veröffentlichen es gern. Egal, welcher Schwierigkeitsgrad, egal ob Genusstour einen Fluss hinab oder ein schöner Nachmittag am Playspot. Alles ist willkommen, was unter den Oberbegriff „Soulboating“ fällt, denn nicht von ungefähr trägt diese Website den Namen Soulboater.com.
Nachdem wir uns auf der Lieser warmgepaddelt hatten, ging es ein paar Tage später nach Obervellach zur mittleren Möll.
Inzwischen waren wir zu einem Team von vier Paddlern gewachsen, die sich zufällig über die Soulboater-Mitfahrerzentrale verabredet und kennengelernt hatten.

Während Markus und Jan-Peter direkt zum Wildwasserpark in Obervellach fuhren, stiegen Gustav und Frank ein paar Kilometer oberhalb bei Flattach zum Warmpaddeln ein.

Als sie nach kurzer Zeit am eigentlich geplanten Einstieg eintrafen, ging es mit Spielbooten zunächst auf die Wellen und Walzen direkt am Campingplatz.

Nach ausgiebigem „Meilensurfen“ routinierter geworden, klappten auch einige Eddyline-Cartwheels und Spins auf den Wellen.

Die „Wildwasserwelt“ am Campingplatz Obervellach ist wirklich gelungen.
In der früher an dieser Stelle ruhig dahinfliessenden Möll wurde mit geschickt platzierten Felsen eine ganze Serie von für unterschiedliche Könnensstufen geeignete Wellen und Walzen gebaut.

Wie einfach ist es doch, mit geringem Aufwand gut funktionierende Playspots zu bauen. Ein Beispiel, das Schule auch in anderen Gegenden und Ländern machen sollte!

Nach den künstlichen Spielwellen beruhigt sich die Möll erst mal für einige Kilometer, Zeit sich treiben zu lassen und die umliegende Landschaft zu betrachten.

Vor Kolbnitz wird das Wasser wieder bewegter, in Kurven bilden sich die ersten kleinen Verschneidungen und brechende Wellen laden zum Aufspringen und Surfen ein.

Wir machen auf einer Kiesbank an der Mündung eines kleinen Wildbachs Pause und geniessen das schöne Wetter, die Landschaft und den Anblick des sich vermengenden Wassers von klarem Nebenbach und der milchig heranfliessenden Möll.

Von hier an beginnt der eigentliche Wildwasserspass: Die Wellen werden noch etwas höher, die Schwallstrecken länger und die Fliessgeschwindigkeit insgesamt schneller.

Die Möll wird doch noch sportlich, auch wenn sich die Schwierigkeiten immer im unteren Bereich befinden. Uns ist es recht, wir wollen heute keine Adrenalinkicks sondern Spass mit unseren Funcruisern auf einem landschaftlich schönen Wildbach haben.

Fast zu schnell ist der Ausstieg am Beginn eines kleinen Stausees erreicht.

Die Schilder, die an den Brücken überdeutlich schon Kilometer vorher vor einem lebensgefährlichen Wehr warnen, kann man auf dieser Wildwasserstrecke der Möll getrost ignorieren, bis zu dem bewussten Wehr müsste man noch lange über den See paddeln, was wohl kein Wildwasserpaddler im Spielboot ernsthaft in Betracht ziehen wird.
Jan-Peter
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