| Kanumesse 2007- Neue Boote für 2008
- Beim Rundgang durch die Messehalle fielen uns als erstes die Boote für eine augenscheinlich neue Trendsportart auf: Kayak-Fishing.

Fast jeder Hersteller hatte eines dieser extrabreiten und mit einer Haltevorrichtung für Angelruten versehenen Kajaks in seinem Programm und natürlich auch das zugehörige Equipment lässt sich erwerben.

Weil aber das Interesse unserer Leser sicherlich mehr im Sektor der Wildwasserboote zu finden ist, hier nun das neueste von Creekern, Funcruisern und Playboaten:
Beginnen wir gleich am Eingang der Messehalle am Stand der Firma Prijon:
Hier liegt neben dem bewährten nur in einigen Details veränderten Allrounder „Hercules“ der für die Saison 2008 neu entwickelte Riverrunner „Soca“.

Das Boot hat bei einer Länge von 254 cm und 63 cm Breite und immerhin 260 Liter Volumen als Zielgruppe jene Paddler, die spielerisch im wuchtigen WW IV unterwegs sein wollen. Eine nach innen verlegte Führungskante und der flache Boden sollen für aktiv gesteuerten Fahrspass sorgen.

Sobald die erste Serienversion des „Soca“ auf dem Markt ist, werden wir die Fahreigenschaften für euch testen und ausführlich über das Boot berichten.

Auch Dagger baut mit dem „GT max“ einen Riverrunner für die Zielgruppe der grossen und schweren Paddler. Erstaunlich bequem ist bei diesem Boot der Fussraum auch für Paddler mit sehr langen Beinen.

Liquid Logic vergrössert das Volumen seiner Jefe Serie beim Jefe Grande ebenfalls derart, dass Paddler bis zu 135 kg Kampfgewicht im Wildwasser gut damit zurechtkommen sollen.

Bei LL fiel die neu konstruierte „Bad-Ass“-Sitzanlage auf, die auf einen Rückengurt verzichtet und stattdessen einen Sitz mit Rückenlehne aus einem Stück präsentiert, der einen super bequemen Eindruck macht.

Fluid präsentiert auf seinem Messestand den Creeker „Solo“ in drei Grössen

wie auch das Playboat „Nemesis“

und den Riverrunner „Spice“.

Wir werden bald detaillierter in einem Testbericht über einige der „Fluids“ berichten.
Bei Eskimo gab es von der Form der Boote her nichts neues, wohl aber von der Ausstattung der Sitzanlage und des Cockpits.

Designer Jan Haluszka persönlich präsentierte die neuen flexiblen Polster- und Fittingmöglichkeiten der Eskimoboote, die einen bequemen und wohldurchdachten Eindruck machen.

Aus Italien neu auf dem Markt für Wildwasserboote ist die Firma Exo mit ihrem selbstgeshapten Creeker „Demon“

und dem Playboat „Pin up“.

Beide machen optisch einen gelungenen Eindruck, über die Stabilität des Materials und die Fahreigenschaften wird die Praxis entscheiden.
Bei Bliss-Stick gab es nur die bereits bekannte RAD-Serie und den Huka zu sehen, Scud und Mystic, von dem es demnächst eine kleinere Version geben soll, waren leider nicht auf der Messe zu betrachten.

Als Neuheit im Playboat-Sektor gab es den 175 cm langen „Specialist“, das Standpersonal war leider am Morgen nach der Händlerparty anfangs nicht dazu in der Lage, uns weitere Infos zu dem Boot zu geben ;-)

Pyranha hatte neben der gesamten Bootspalette des Vorjahres

als Neuheit den Everest dabei, ein sehr grossvolumiges Boot, das mit 260 cm Länge exakt den Vorgaben für das Adidas-Sickline Race auf der Wellerbrückenstrecke entspricht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei Creekern der Trend zu Booten mit einer komfortablen Ausstattung für grosse und schwere Fahrer anhält. Bei Freestylebooten geht der Trend zu mehr Bequemlichkeit, denn noch kleiner können die Boote aus anatomischen Gründen ihrer Fahrer kaum noch werden.
Im nächsten Teil unseres Messerundgangs berichten wir über die neuesten Trends und Fertigungsentwicklungen bei Wildwasserpaddeln.
Jan-Peter |