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- Die Kanumesse war nicht nur dazu da, die neuesten Boote, Paddel oder Schwimmwesten einem fachkundigen Publikum zu präsentieren.

Ein wichtiger Punkt dieser Messe bestand und besteht auch in Zukunft im persönlichen Treffen von Multiplikatoren aller Kanusportdisziplinen und natürlich der Medien, die Meinungen machen und auch vertreten.

So war es auch für die Medienvertreter sehr wichtig und willkommen, einmal „die Konkurrenz“ live zu erleben und sich ein reales Bild von Personen zu machen, mit denen man bisher nur online kommuniziert oder sogar kontrovers gestritten hatte.

Es wurden natürlich auch „heisse“ Themen wie Zensur in Internetforen und die damit verbundenen Stimmungen der User und auf der anderen Seite die Verantwortung der Betreiber für den Inhalt ihrer Seite diskutiert. Dabei ergaben sich interessante Lösungsansätze, wie mit dieser Problematik umgegangen werden kann.

Insgesamt wurde erkannt und auch für sehr wichtig befunden, dass die Internetseiten eine starke Rolle dabei spielen, dass sich Paddler über die Grenzen ihrer Länder hinaus in einer grossen Community zusammenfinden.

Vor 10 Jahren wusste beispielsweise kaum jemand etwas über Befahrungsmöglichkeiten in den früheren Ostblockstaaten, heute sieht das dank etlicher regionaler Internetseiten schon ganz anders aus und wenn man einen Blick 10 Jahre weiter in die Zukunft wagt, paddeln vielleicht sogar schon bald internationale Teams die sich übers Worldwideweb kennengelernt haben, auf den Flüssen dieser Erde und finden dank Internetrecherche überall Möglichkeiten der Unterstützung, sei es auf sachlicher wie auch auf ideeller Ebene.

Die Möglichkeiten der virtuellen Welt im Internet, Nutzen für das reale Paddeln zu bringen, sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ganz wichtig ist dafür aber, dass sich viele persönlich engagieren und zum Vorteil aller Paddler ihre Erfahrungen und Erlebnisse öffentlich machen.
Wenn sich diese Einstellung in der breiten Masse der Paddler durchsetzen würde, hätte der Kanusport eine Lobby, die möglichen Einschränkungen und Bedrohungen des Sports durch Gewässersperrungen, Kraftwerksbauten und konkurrierende Gruppen aufgrund ihrer politischen Macht gelassen entgegensehen könnte.
Die Kanumesse ist ein idealer Treffpunkt, um sich unter Profis auszutauschen, neue Ideen zu bekommen und die Argumente und Sichtweisen vieler Kanuinteressierten zu sammeln und in für alle positive Richtungen zu lenken.
Danke Horst, wir freuen uns auf die Kanumesse 2008!
Jan-Peter |