| Eine Liebeserklärung an eine aussergewöhnliche Sie
- Markus Schröder hat Frau und Kinder. Trotzdem passierte es auch ihm, dass er dem Ruf einer schönen Unbekannten erliegt, wenn sie mit ihren Reizen lockt und er diesen Verlockungen nicht widerstehen kann. In seinem Bericht beschreibt er seine Gefühle und das Verlangen nach ihr, und das ausgerechnet zum Valentinstag :-)
- Das erste Mal, irgendwann ist immer das erste Mal. Bei manchen von langer Hand geplant, oder auch sehr spontan und überstürzt. Nicht immer wird es ein voller Erfolg. Das Kennenlernen kann ewig dauern oder nur kurze Zeit.

Manchmal hat man gehört, dass es da etwas gibt, aber nie genauer hingesehen. Ich kenne sie schon lange, die Oker, ist sie doch die einzige etwas temperamentvollere in meiner Nähe. Schon lange besuche ich sie, früher im vier Meter Boot. Der Reiz der gelegentlichen Kerze war aber nicht groß genug, um über Jahre treu zu bleiben. Ich habe andere kennen und lieben gelernt.

Neuen Schwung in unsere Beziehung brachten die kurzen Rodeostummel. Dadurch gewann sie wieder an Reiz und die Rendezvous wurden wieder häufiger. Doch schon früher gab es bei ihr besondere Tage. Man erzählte, es gäbe noch eine ganz andere Seite an ihr. Mehr als nur den Flirt jeden zweiten Sonnabend.

Von WW IV und V war damals die Rede und der Respekt groß. So groß, dass ich sie mir nicht einmal ansah. Auch ich bin älter und mutiger geworden, inzwischen mit vielen Wassern gewaschen. Weder deine Kälte noch die mitunter große Härte, durch dein steiniges Wesen können mich mehr abhalten. Heute soll das erste Mal sein. Den Partner fand ich, wie heutzutage so üblich, im Internet.

Das Vorspiel war altbekannt: Walze, Welle, Hexenritt. Die Geisterbahn in den dunklen See. Noch am letzten Wochenende lockte sie mit allen ihren Reizen: 12 Kubik und manchmal ein Sonnenstrahl. Doch ich brauchte eine Woche Bedenkzeit. Bis ich mich entschieden und meine Frau eingewilligt hatte, war die Fülle schon auf 7 Kubik geschrumpft.

Aber wie zum Ausgleich schien die Sonne und der Harz bot Mitte Februar ein ungewöhnlich freundliches Ambiente für unser erstes Zusammentreffen. Vielleicht ist es gut, solange gewartet zu haben, denn die Aufregung hielt sich in Grenzen. Ein kundiger Begleiter erwies sich als hilfreich.

Denn eine rundum runde Sache sollte es nicht werden unser erster Ritt: Etwas holprig mussten wir uns aneinander gewöhnen. Nicht jeden nächsten Schritt konnte ich sofort erahnen. Du gibst Rätsel auf und der Ausgang ist manchmal überraschend. Du stellst manchen Stein in den Weg, einmal wirkte dies beinahe böswillig.

Doch ich kam klar und es begann mir Spaß zu machen. Etwas kam in Fluss. Es gab ein echtes kleines Finale und dann das Übliche: Gemeinsames gemütliches Ausplätschern.

War das nun ein einmaliges Ereignis oder werden wir uns öfter treffen? Sollte es gar eine große Liebe werden? Dazu musst du etwas mehr Wasser zu Tale bringen.
Aber auch so war es O.K.er
Markus
Fotos: Jack Teagle und Detlef Haase |