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Paddles Up? Rodeo in Holland? Was soll das denn?
- Genau das fragten wir uns auch, als wir eine Einladung von Bekannten aus den Niederlanden bekamen. Seit mittlerweile 20 Jahren findet diese Veranstalltung jetzt schon statt. Der Name entstand aus einer Aufgabe beim Boatercross. Die letzte besteht darin sein Paddel hoch zu werfen. Also: "Paddels Up!"

Am Samstag Morgen um 5.30 Uhr machten wir auf zum Paddles Up 2008. Ein Rodeo á la Holland. Da am Freitag Abend noch eine Party auf dem Programm stand, mussten wir nach nur 3 Stunden Schlaf die rund 250 Kilometer im Wagen zurücklegen. Wir hatten der Internetseite entnommen, dass der Wettbewerb um 9 Uhr beginnt. Hätten wir uns besser informiert, hätten wir zwei Stunden länger schlafen können. Aber naja, selber schuld.
In Halfweg angekommen, fanden wir das Jury-Zelt, die Dixi-Toiletten usw. Nur den Playspot fanden wir nicht. Der Clou: Eine ausrangierte Dampfmaschine sorgt für das fließende Nass.

Schon vor über 100 Jahren sorgte sie dafür, dass ein Wasserstandsausgleich zwischen den Schleusenbecken stattfinden konnte. Mittlerweile ist sie nur noch ein Museumsstück und wird nur für Führungen oder eben für das Paddles Up angefeuert.

Mit Hilfe von Abweisern entsteht eine kleine Walze, die zumindest für ein bisschen Wasserdruck bei den Moves sorgen kann.

Nach folgenden Regeln wurde gefahren:
Alle Starter, unabhängig von Alter und Geschlecht absolvieren einen Lauf von 45 Sekunden. Aus den Ergebnissen werden drei Leistungsklassen gebildet. Hier wiederum gibt es mehrere Runden bis zum Finale, in denen jeder Fahrer zwei Runs á 45 Sekunden hat.

Auch ein Boatercross fand statt. Allerdings ein eher alternatives, wie man es so wohl nicht kennt. Es wurde kein Wildwasserabschnitt gegeneinander bezwungen (wo sollte es hier auch Wildwasser geben ; ) ), sondern eher ein Geschicklichkeitsparcours. Verschiedene Aufgaben mussten bezwungen werden.

Am Samstag Abend ging es zu erst zum gemeinsamen Abendessen in ein Pfadfinder-Clubhaus, das später auch zum Schlafen diente. Zuvor ging es jedoch noch in einen Irish Pub zum Darten, Billiardspielen und Smalltalk.

Am Sonntag wurden die Finals ausgetragen. Leider verzögerte sich der Start durch einen technischen Defekt an den Abweisern. Da wir am Abend noch zum Amateur-Kanu-Film-Fest nach Herne wollten, mussten wir uns schon relativ früh auf dem Heimweg machen und verpassten daher leider die Finals.

Wir waren zwar allein unter einem Haufen Holländern, diese waren aber alle super nett und uns hat es auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht. Ich denke, wir sind auch nächstes Jahr wieder dabei!

Text und Fotos von
 Sandra und Thomas |