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- Die besten Kayak-Freestyler der Welt touren derzeit durch Europa. Am Wochenende begann in Prag die Weltcup-Serie: drei Wettkämpfe an drei unterschiedlichen Spots in drei Ländern.

Bereits Anfang letzter Woche füllte sich der Campingplatz an der Slalomstrecke in Prag mit internationalen Freestylern: aus Japan, Nordamerika, Neuseeland und Australien flogen Paddler in die Stadt an der Moldau. Mit Booten und Paddlern voll gepackte Vans kamen u.a. aus Russland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Polen, Holland, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Zum Wettkampfbeginn waren es schließlich gut 160 Starter aus 20 Nationen, die sich zum ersten WeltCup-Event in Europa versammelt hatten.

Während sich die Paddler im Training an den Playspot gewöhnten, wurden die Schiedsrichter für den Weltcup mit dem aktuellen ICF-Regelwerk vertraut gemacht. Im Auftrag des Freestyle-Komitees des ICF (International Canoe Federation) leiteten Ingrid Schlott und Jutta Kaiser ein 3-tägiges Seminar, in dem die Schiedsrichter aus den USA, Kanada, Russland, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Finnland und Tschechien geschult und geprüft wurden.

Die sehr gute tschechische Organisation, ein Playspot, der alle gängigen Walzentricks auch in spektakulären Kombinationen ermöglichte, ein hochkarätiges Starterfeld: zum Beginn der Vorläufe am Freitag Morgen waren alle Voraussetzungen für ein tolles Freestyle-Wochenende gegeben. Da konnte auch die Schlechtwetterfront, die in den folgenden zwei Tagen über Prag hinweg zog, die gute Stimmung nicht trüben.

In allen Kategorien zeigte sich schnell: wer bei diesem Weltcup vorne dabei sein möchte, muss hoch fliegen. Nur mit Air Moves war ein Einzug in die nächste Runde möglich. Dazu war Konstanz gefragt. Ein Lauf mit hohem Punktestand reichte nicht: bei der hohen Leistungsdichte setzten sich die Fahrer durch, die konstant gute Ergebnisse in zwei oder drei Läufen erzielen konnten.

Absolutes Highlight des Wochenendes war ganz klar das Halbfinale der Herren am Samstag Abend bei Flutlicht. Der amerikanische Paddler Dustin Urbin war ebenso wie alle anderen Paddler, Zuschauer und Schiedsrichter begeistert: „Ich bin schon oft bei Nacht Wettkampf gefahren, doch noch nie war ein Spot so gut ausgeleuchtet. Die Atmosphäre mit den ganzen Zuschauern direkt neben dem Spot war genial. Ein großes Lob an die tschechischen Organisatoren!“

In den Endergebnissen der Finals am Sonntag zeigte sich, dass die Europäer alles daran setzen, die Weltcup-Siege nicht aus der Hand zu geben. Bei den K1 Herren belegte Peter Csonka (SVK) vor Nick Troutman (CAN) und Matthieu Dumoulin (FRA) den 1. Platz. Die besten deutschen Ergebnisse erzielten Simon und Seppi Strohmeier mit Rang 12 und 17.

Europameisterin Fiona Jarvie aus Großbritannien dominierte in Prag und verwies Emily Jackson (USA) und Ruth Gordon (CAN) auf die Plätze 2 und 3. Jutta Kaiser (D) auf Rang 4 zeigte mit starken Läufen ebenfalls, dass mit ihr zu rechnen ist.

Erfreuliches gab es aus deutscher Sicht auch bei den Canadierfahrern. Das jüngste deutsche C1-Talent Philipp Hitzigrath belegte Platz 4 hinter Stepan Fiedler (CZE), Sebastien Piquet Valet (FRA) und Lee Pyke (GBR). Im OC1 holte Marcus Hilbel (D) Silber hinter dem Australier Jeremy Blanchard, der als Kommentator die drei Wettkampftage mit viel Fachwissen, Witz und Esprit begeleitet hatte.

Bei den Junioren flogen die Franzosen Sebastien Devred (Platz 1) und Maxime Renault (Platz 3) am höchsten hinaus. Nur der Amerikaner Jason Craig konnte da mithalten und schob sich zwischen die beiden auf Rang 2.

Die deutsche Juniorin Sandrina Hornhardt belegte in ihrer Kategorie den dritten Platz hinter Vera Knook (NDL) und Izabela Fidzinska (POL).
Text und Fotos: Jutta Kaiser
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