| Ein Wochenende im Kanu-Park Markkleeberg

- Der Kanu-Park Markkleeberg liegt auf halbem Weg von der Ostseeküste ins heilige Paddlerland Österreich. Warum soll man nicht einfach mal einen Stopp im Paddelurlaub oder ein Paddelwochenende in der Paddlerwüste mitten in Deutschland einlegen, um einige Stunden Wildwasseraction vom Feinsten zu geniessen?

Ich für meinen Teil mache das gern mal. Zum Einen, weil ich so manche Wochenenden dort beruflich zu tun habe und im Kreis rafte und zum anderen weil es nichts Anspruchsvolleres in der Nähe gibt.

Man muss nur wissen, wann es sich lohnt, da zu sein! In der vergangenen Paddelsaison wurden die Preise im Kanu-Park angepasst und man konnte ein Ticket für ein ganzes Wochenende erwerben.

Aber auch der Stundenpreis war akzeptabler geworden, wenn man die Fahrt nach Österreich, Schweiz oder nachTschechien in die Rechnung mit einbezieht.

Außerdem hatten die Betreiber immer Sonntags das sogenannte „Powerraften“ eingeführt. Hier wurde mit ca.15 KubikWasserdurchlauf gefahren um den Wiederholungstätern unter den Raftern etwas zubieten.

Im Normalbetrieb werden nur 10 Kubik abgegeben. Da ich in diesem Jahr ausschließlich bei ca. 15 Kubik gepaddelt bin, kann ich nur sagen, probiert es aus. Ihr werdet immer wieder aufs neue überrascht sein, was alles möglich ist.

Auch die Walzen und Wellen sind jedes mal anders, weil Frank Hense (der Sportkoordinator)immer wieder neue Strecken austestet. So hatten wir von Kajak fressenden Walzenmonstern bis hin zur coolen Kartwheelmaschine alles was das Herz begehrt.

Bei diesem Wasserdurchsatz hatte es auch so manchen Wildwasserpaddler aus dem Sattel gehauen. Nur war das bei diesem höheren Wasserstand nicht so tragisch wie bei 10 Kubik.

Ich hatte kaum Grundkontakt und diejenigen, die geschwommen sind, fanden es auch angenehmer. Auch hatten wir in der Paddelsaison einige Kajak-Grundkurse im Kanu-Park.
Einen davon habe ich selber über zwei Tage durchgeführt, mit beachtlichem Ergebnis.

Am zweiten Tag haben sich 4 von 9 Paddlern den„Wettkampfkanal“ runter gestürzt und alle sind mehr oder weniger sicher den „Übungskanal“ gepaddelt. Ich als Kanu-Lehrer kann nur bestätigen, dass der Kanu-Park genauso wie für Kanu-Anfänger auch für Fortgeschrittene etwas bietet. Nur sollte man sich nicht gleich als Anfänger den „Wettkampfkanal“antun.

Mein Tipp: Schaut nach Kursen oder ruft an und fragt, wann der „Übungskanal“offen ist. Wenn man sich zu größeren Gruppen zusammen tut, lohnt es sich auch, den Kanal 1 oder 2 Stunden komplett zu buchen.
Text und Fotos: Ronald Krummrich
|