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Brainbach Wasserfallkombination wird touristengerecht umgebaut
geschrieben von Soulboaters, erstellt am 03.04.2002
Brainbach-Wasserfallkombination wird umgebaut

Aus dem Südtiroler Schmahrntal erreichte uns letzten Montag eine Pressenotiz, nach der eine neue Superrutsche für Alpintouristen am Brainbach geplant ist. Dort soll im Rahmen eines Outdoor-Hochseilgartens eine "Big-Falls Canyoninganlage" in einer Wasserfallkombination in der unzugänglichen und landschaftlich außerordentlich schönen Klamm des Brainbachs installiert werden.

Geplant ist, die Fälle, die bisher wegen unsauberer Unterwasser und gefährlicher Felsrippen als unfahrbar gelten, zu entschärfen und gegen Eintritt zu vermarkten.

In einer ausgedehnten Niederwasserperiode sollen die überstehenden Felsnasen und mehrere Felsbrocken weggesprengt und verbleibende Reste mit schnell härtendem Beton ausgegossen werden, sodaß eine glatte Rutsche mit mehreren Gumpen zwischendurch entsteht. Scharfe Kanten sollen mit einem grauen felsfarbenen Spezialkunstoff weich ummantelt werden, damit keine Verletzungsgefahr für die Canyoningtouristen besteht.

Die Gumpen zwischen den Fällen sollen mit dem Bagger vom Kies befreit und dann so umgeformt werden, daß kein gefährlicher Rücksog entstehen kann. Zusätzlich werden an den Seiten Edelstahlgriffe zum Herausziehen im Fels positioniert.

Um nach dem Rutschen wieder nach oben zu kommen, werden entweder seitlich Treppenstufen in den Fels gemeißelt und ein kurzer Tunnel durch eine Seitenwand gebrochen, oder ein 3er Sessellift installiert. Das ganze soll dann zusammen mit einer Freeclimbinganlage weiter oben und einer Bungeeanlage von einem Steg über der Klamm zahlende Gäste aus dem gesamten Alpenraum anziehen.

Das beste aber ist: Die Rutsche soll auch mit dem Kajak befahrbar sein!

Endlich mal eine sinnvolle Sache, zu der sich mehrere Fremdenverkehrsverbände und Outdoorunternehmen in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben. :-)

In den letzten Tagen wurde ja auch schon an der Sanna im österreichischen Bundesland Tirol mit der Sprengung des störenden Mittelfelsens am Schiefen Eck und dem walzenbildenden Stein an der Holzbrücke weiter unten bewiesen:

Gemeinsame Initiativen von Sportlern und Tourismusverbänden können eine Menge bewerkstelligen, wenn es heißt, gefährliche Stellen zu entschärfen und mehr Fun auf dem Bach auch für Normalwildwasserpaddler und Raftinggäste zu schaffen.

Soulboater.com

 

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