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Im Frühsommer auf dem Rio Ara in den Spanischen Pyrenäen
geschrieben von Martina, erstellt am 01.07.2009

 

- Es gibt immer wieder Tage, an denen alles stimmt: Wasser, Wetter und die Mitpaddler. Vor 10 Jahren wurde so ein Tag einmal KAVU-Day genannt und es gab sogar ein Video über diese Ausnahmetouren.

Wir möchten euch mit diesen Bildberichten dazu inspririeren, einmal in euch zu gehen, wann ihr euren letzten richtig schönen Paddeltag hattet. Und wenn ihr Lust habt, auch darüber zu berichten, mailt uns einfach ein paar Zeilen mit euren Eindrücken und sendet uns die passenden Bilder dazu. Wir veröffentlichen es gern. Egal, welcher Schwierigkeitsgrad, egal ob Genusstour einen Fluss hinab oder ein schöner Nachmittag am Playspot. Alles ist willkommen, was unter den Oberbegriff „Soulboating“ fällt, denn nicht von ungefähr trägt diese Website den Namen Soulboater.com.

Soulboaterin Martina war in den spanischen Pyrenäen unterwegs und erzählt von ihrer Ara-Befahrung:

An einem unserer letzten Urlaubstage in Spanien stand der Ara auf dem Plan.
Wie auch schon bei der Eseratour war an diesem Tag absolut geniales Wetter. Kein Wölkchen am Himmel, schön warm – super!


Wasserstandstechnisch war eher wenig Wasser, aber es reichte gut, um ohne Geschrabbel fahren zu können.


Die Gegend um Broto wird geprägt vom Monte-Perdido-Massiv, eine sehr spektakuläre Felswand, die man sich unbedingt auch einmal ansehen muß. Vom nächsten Ort Torla aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Wand.

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Die Wildwasserstrecke von Torla bis Broto war uns aber deutlich zu heftig, ein Blick von der sehr viel höher gelegenen Straße auf ein Teilstück reichte uns völlig.

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Wir stiegen in Broto ein,

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ausgesprochen bequem. Man kann direkt am Bach parken und ein Weg führt nur 5 Meter zum Fluß hinunter.

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Mir hat schon auf den ersten Metern der Flußcharakter sehr gut gefallen: Offener Wildbach mit Kiesbänken, superschöner Blick auf den Monte Perdido,

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die Straße außer Sicht- und Hörweite – obwohl auf der kleinen Straße von Ainsa Richtung Frankreich sowieso nie viel Verkehr war - , ab und zu einmal eine Insel und alles super vom Boot aus zu sehen.

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Weil ja alles so schön übersichtlich war, muß man ja auch nicht unbedingt aufpassen und prompt passiert es mir: Vor mir fährt einer von uns mit seinem dicken Creeker über einen überspülten Stein – mitten im ca. 20 Meter breiten Flußbett der einzige Stein überhaupt – und plumpst dahinter in ein Loch. Kein Problem, denke ich, als ich ihn wieder herausploppen sehe und fahre einfach ohne nachzudenken hinterher...


Es besteht nur ein kleiner Unterschied: Ich fahre wie immer meinen Nano und der macht direkt einen Salto rückwärts, kaum bin auch ich im Loch verschwunden.

Mist! Keine Nasenklammer auf, der Bach hat gefühlte 3 Grad Wassertemperatur und mir läuft das Wasser sofort bis ins Gehirn…brrrrr…..


Nach der schnellen und sauberen aber unfreiwilligen Rolle dauert es noch einen Moment, bis mein Gesicht wieder auftaut – auf alle Fälle bin ich jetzt wach…
Danach achte ich schon etwas mehr auf meine Linie und gehe wieder zu meiner gewohnten Methode der Schwierigkeitsvermeidung über.

Nach einigen Kilometern wurde das auch nötiger, da der Ara auf der Strecke Broto bis Fiscal auch zunehmend sportlicher wird.

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Es gab mehr Schwälle und zwei Katarakte mit etwas größerem Gefälle, die mir schon einiges an Aufmerksamkeit abverlangten, aber rollen mußte ich auf der Tour jedenfalls nicht mehr...

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Aber im Gegensatz zum Esera ist auf dem Ara zumindest bei unserem Wasserstand viel weniger Wasserdruck gewesen und ich hatte noch viel mehr Spaß als auf dem Esera.

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Die Strecke kam mir viel zu kurz vor, ich hätte noch ewig so weiterfahren können. Leider sind wir in Fiscal schon am Ende angelangt, die weitere Strecke bis Ainsa sieht von der Straße aus auch noch sehr schön aus, das wäre dann schon mal ein Projekt für das nächste Mal.

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Der Ara ist im Gegensatz zum Esera meiner Meinung nach ein Bach auch für fortgeschrittene Anfänger, da reichlich Kehrwässer zum Üben einladen, alle Schwierigkeiten gut einsehbar sind, keine Siphone lauern und man die zwei schwierigeren Stellen auch problemlos über die Kiesbänke umtragen kann. Zudem ist die Straße nicht so weit weg und sie liegt auch nicht so hoch über dem Fluß, so daß man mit etwas Tragerei auch unterwegs gut aussteigen könnte.

Bericht: Martina

Fotos: Thomas Klinkenberg und Martina

 

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