Kommentar von Fritze, verfasst am: 10.03.2008 16:58
Ja klar, bei der Wellenhöhe auf den Bildern ist die einzige Gefahr, dass man keine einzige surfen kann. Das ist übrigens einer der Nachteile vom Brandungssurfen: Dass der "Wasserstand" nicht stimmt, ist viel häufiger der Fall, als am Bach. Als WW-Kajaker denkt man erst mal, im Meer geht immer was. Das ist aber total falsch.
Meine Erfahrung am Atlantik ist, dass ich das Boot an 50% der Tage gar nicht erst auspacke. Abgesehen von zu niedrigen und zu hohen Wellen brechen sie manchmal einfach total beschissen anstatt sauber abzurollen. Dann hat man kein Grün und keine ordentliche Spielwiese. Dass es Zwangspausen geben kann, sollte jedem klar sein, der paddelfreie Tag fürchtet.
Ansonsten noch folgender Tipp:
Ein guter Surfspot ist einer, an dem gute Wellen reinrollen und direkt neben der Welle keine oder wenig Brandung ist. Aufgrund von Sandbänken gibt es das tatsächlich, so dass man eine Art Kehrwassereffekt hat. Also am Strand immer die Augen offenhalten, vielleicht entdeckt ihr so ein Ding. Es ist besser, sich bei der Auswahl des Spots, wo man brandungssurfen will, Zeit zu lassen, als sinnlos ewig gegen heranrollende Wellen anzukämpfen, über die man mit dem Kajak schlecht drüber wegkommt, wenn man raus in die Action-Zone will (man kann ja nicht unter den Wellen durchtauchen wie die Surfer, die definitiv leichter rauskommen).
In Surfbüchern empfohlene Spots sind in der Hochsaison so überfüllt, dass es in jedem Fall besser ist, wenn man seinen eigenen Spot findet. Wenn man am Campingplatz Surfer und Life Guards befragt, kann man ganz gute Geheimnisse erfahren!
schaut doch ma die wellenhöhe auf den bildern an, da ist wirklich kein risiko gegeben! hab auch schon bei höheren wellen eienm freund mein boot geliehen, ohne das eine gefahr bestand....
und als kajakfahrer mit ner rodeoschüssel hast du's auch nicht einfacher ne welle zu erwischen wie als surfer, schließlich willst du ja auch im green fahren und moven....
--
myro's Bewertung:
Kommentar von , verfasst am: 10.03.2008 11:26
Also, wenn's im Südatlanik mal richtig kachelt, dann kann es schon mal turbulent und ähnlich mühsam sein zu sollen wie in einem Wuchtwasserkatarakt. Und wie im Wuchtwasser gilt dann gerade im von dir beschriebenen Küstenbereich: Unter keinen Umständen schwimmen. Bei entsprechenden Bedingungen fliegt der Rettungsheli dort im Akkord, weil es extreme Strömungen aufs Meer rausgibt. Im Kajak kannst du dagegen anstinken, aber wenn du erst mal schwimmst, geht schnell nix mehr.
Wie auch im Fluss gibt's beim Surfen auch nicht so dolle und richtig geile Spots. Wenn was im Surf Guide-Buch als Top Spot beschrieben ist, dann sind da in der Regel eine Menge Surfer. Und die stehen gar nicht auf Kajaker. Das ist im Meer übrigens ein bisschen begründeter als an Flusswellen, wo der Konflikt in der Regel genauso überflüssig ist wie bei Fußballfans, die sich wegen ihrer Vereine prügeln.
Die Surfer warten oft ewig lang auf einen Ride, und wenn dann endlich die perfekte Welle kommt, gilt, wer als erster drauf ist, dem gehört sie, und die anderen sollten, wenn's zu eng wird, von der Welle runter. Das sollten alle Kajaksurfer wissen und sich entsprechend verhalten. Als Kajaker ist es nämlich 100 Mal einfacher, eine Welle zu erwischen. Man kriegt sie ja auch, wenn man alles falsch macht und im total falschen Moment anpaddelt. Und wenn du dir dann jede Welle schnappst, dann finden das die Surfer nicht so geil. Wenn möglich, sollte man sich von den Surfer fernhalten. Und wenn man dann doch im Pulk mittendrin ist (lässt sich manchmal nicht vermeiden, weil da, wo sie sich tummeln, ist die Wellenqualität oft auch geiler!), dann sollte man ihnen regelmäßig den Vortritt lassen.
--
's Bewertung:
Kommentar von Padler, verfasst am: 10.03.2008 08:53
.....Ich verstehe jedenfalls überhaupt nicht, warum nicht eine mir bekannte Kanuschule mal so einen Kurs anbietet…
Im Hoek van Holland, in der nähe von Den Haag (Holland) können Sie nach Vloed Kanosport (http://www.vloedkanosport.nl/) für einem brandungskurs.
Einem alternatif ist www.europagaai.nl in Schoorl in der nähe von Amsterdam.
Viel spaß,
Johan
--
Padler's Bewertung:
Kommentar von ole_dssd, verfasst am: 10.03.2008 07:55
Brandungspaddeln ist in der Tat sehr schön und macht riesig Spaß allerdings finde ich die Formulierung "völlig risikolos und gefahrenfrei" ziemlich unpassend.
Wir betreiben das Brandungssurfen seit ca. 13 Jahren jedes Jahr im Oktober auf der Nordsee, Helm und Schwimmweste sind dabei Pflicht und es wird immer nur in Gruppen gepaddelt damit niemand alleine aufs Meergezogen wird.
Ich denke selbst bei schönstem Sommerweter auf dem Atlantik sollt man dort den extremen Tidenhub nicht außer acht lassen. Wer schon mal ein große Welle richtig erwischt hat kennt das Gefühl wenn man sich überschlägt und dan Meterweit über den Sandboden gezogen wird: Wehe wer das keinen Helm aufhat.
Also: Danke für den Bericht aber "savety first"
--