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Paddelreviere -> Korsika
 

 

Korsika Revierinfo

Vorab sei gesagt: Die zwei guten alten Bände vom Josef Haas "Wildwasserperlen Korsika Band I und II" sind fast ein Muss für einen Kajakurlaub in Korsika! Noch immer sind die Beschreibungen sehr gut, Hass ist einfach unumstritten ein Kenner Korsikas, und auch wenn die Fotos nicht mehr die Allerneuesten sind, so lassen sie doch Deutlich erkennen, was einen am Bach erwartet. Auch das KM 3 / 97 deckt sich sehr gut mit den von unserer Runde gemachten Erfahrungen. Außerdem kommt die dortige Einstufung der Schwierigkeiten der Realität am Nächsten.


Macchia auf Korsika

Zur Route:

Der Grund, die Insel in der vorgeschlagenen Richtung abzufahren sind die Strassen. Das Gebiet an der Westküste ist sehr stark zerklüftet, es reiht sich Kurve an Kurve. Man sollte sich allerdings den Reiz dieser wunderschönen Gegend nicht entgehen lassen, auch wenn man "nur" 40 km in einer Stunde schafft. Gegen Ende des Urlaubs hin, wenn man schon retour Richtung Fähre muss, ist es einfach praktischer an der Ostküste "rauf" fahren zu können, da hier die Strassen wesentlich besser ausgebaut sind. Start der "Tour de Corse" ist in Bastia, denn hier kommen ja auch die meisten Fähren an.


Action am Codi - Foto: Erich Schumacher, Alpin Kajak Team Suisse

Wer gleich nach der Ankunft zum Paddeln will, der fährt in Richtung Süden, wer zuerst einen Abstecher in eine der schönsten Regionen Korsikas vorzieht, der fährt ans "obere" Inselende an das Cap Corse, wo schöne Biketouren und herrliche Landschaft auf einen warten!


Codi - Foto: Erich Schumacher


Eskimo Salto folgt dem Wasser - Foto: Erich Schumacher

Soll es gleich ins Boot gehen, dann bietet sich der Campingplatz in Francardo (Campita) an, von dem aus man einige schöne Touren zum Einfahren unternehmen kann (Golo, Asco -> siehe KM). Außerdem gibt es hier einen netten Klettergarten, der vom Camp aus zu Fuß erreichbar ist.

Der Golounterlauf ist nett und gerade richtig zum Warmpaddeln nach einer langen Winterpause. Der Oberlauf hingegen, stellt genauso wie die Calasima, schon WW der oberen Kategorie dar. Auch der Tavignago lässt sich von Francardo aus machen. --> Am Weg befindet sich Corte (die einzige Uni-Stadt auf Korsika) Unbedingt anschauen! Der Oberlauf des Tavignano bietet mittelschweres WW, das aber auch für "größere" Gruppen gut geeignet ist. Danach geht es über die Berge an die Westküste Richtung Porto, einer Hafenstadt mit nettem Ambiente.

Der Fluss Porto selbst braucht viel Wasser. Sollte dies der Fall sein, dann sofort paddeln, wenn das Wasser allerdings nicht ausreicht, ist er eine Qual. Unbedingt zu besichtigen ist die "Calanche", eine wilde Felsformation auf dem Weg nach Süden, wo man dann auf die Zuckerbäche Cruzzini, Liamone und andere trifft. Ajaccio bietet mediterranes Flair vom Feinsten. Ein Besuch des Genuesenturms am Cap ist fast Pflicht.

Weiter geht es in Richtungdes Baches Taravo, einem weitern Korsika-Klassiker, bevor man am berühmten Rizzanese eintrifft. Hier warten rund um Propriano auch herrliche Sandstrände zum Realaxen und für nicht paddelnde Mitreisende..................

Rizzanese: Foto: Werner Bauer Rakete: Ulrich Kittelberger - Photo: Sebastian Gründler

Den Rizzanese näher zu beschreiben hieße Eulen nach Athen zu tragen. Nach dem Austoben am König der korsischen Flüsse bleibt es einem selbst überlassen, ob man die Küstenstrasse weiter bis Bonifacio am Südende der Insel fährt, oder ob man die Abkürzung durchs Landesinnere auf die Ostseite der Insel nimmt. Wir haben dabei an der Bavella, einem 1 A-Klettergebiet Station gemacht. Sollte man dort Lust auf eine Canyoning-Tour bekommen, so lässt sich das 5 km nach dem Pass direkt von der Straße aus machen. (praktisch nicht zu übersehen) Keinesfalls sollte man sich jedoch Porto Veccio entgehen lassen.


nette Bucht

Hier findet man unheimlich schöne Strände, vielleicht sogar die schönsten von Korsika. Diese befinden sich bei Plage de Palombaggia. Ja, und außerdem gibt es auch dort einige Bäche zu entdecken und zu befahren. Vorbei an den Buchten von Solenzara , hier gibt es schöne Campingplätze, geht es danach weiter die Küste entlang nordwärts, bis man praktisch über den nächsten Spot, den Travo bzw. den Fium Orbo stolpert. So jagt ein Höhepunkt auf Korsika den nächsten. Wieder geht es danach weiter Richtung Norden, bis man bei Aleria auf den Tagnone und erneut auf den Tavignano trifft. Der Tagnone bietet noch einmal mittelschweres Wildwasser in herrlicher Umrahmung.


Rizzanese Fall - Photo: Sebastian Gründler

Die Unterläufe zum Meer hin sind leicht, meist scheitert eine Befahrung jedoch an fehlendem Wasser. Ein weiterer knackiger Höhepunkt folgt noch ein Stück weiter nördlich. Es ist dies der Alesani. Ein Bach mit jeder Menge Stufen, in der Regel WW 5, der wohl durch eine der schönsten Schluchten der Insel fließt. Hat man auch diese Hürde absolviert, geht es an Touristenhotelburgen vorbei, zurück nach Bastia, wo man hoffentlich erfüllt von den unvergleichlichen Eindrücken einer traumhaft schönen Insel wieder die Fähre Richtung Festland betritt........ und weint.

by Toni
Photos: Erich Schumacher, Alpine Kajak Team Suisse, Sebastian Gründler, Werner Bauer
© Soulboater.com 2002

Last but not least...



Eines der "alten" Fotos: Das Titelblatt des Eskimo Katalogs von 1985 - Eskimo As am Rizzanesefall. Damals wie heute ist der 10m hohe Rizzanesefall eine große Herausforderung!



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