Der Åsli - Eine südnorwegische Wildwasserperle
- Der Åsli hat eigentlich fast alles, was das Paddlerherz begehrt. Es gibt große Rutschen, Stufen und verschiedene Katarakte. Die Tour beginnt mit mehreren kleinen Stufen und verblockten Schwällen, die alle auf Sicht gefahren werden können.




Nach etwa 500 Metern kommt man an die erste Rutsche. Sie ist ungefähr 100 Meter lang und sollte vorsichtshalber besichtigt werden, obwohl es sich eigentlich um einen “Nobrainer” handelt. 50 Meter nach der Rutsche wird der Fluss enger. Am Ende einer leichten Rechtsbiegung befindet sich eine kleine Stufe mit Loch, die sich ebenfalls problemlos besichtigen lässt.

Das Gefälle beginnt zuzunehmen und irgendwann verschwindet der Fluss ohne großartige Vorwarnung nach unten. Um einen Blick auf die folgende Rutsche mit zwei Meter hoher Abschlussstufe werfen zu können, sollte man das letzte Kehrwasser auf der rechten Seite nicht verpassen. Schon wenig später ist eine Brücke erreicht, die den Beginn eines längeren Katarakts markiert.




Ca. 500 Meter nach der Brücke befindet sich die Kernstelle des Åsli, ein gefällstarker Katarakt mit schwieriger Einfahrt und unsauberer Abschlussstufe. Er kann am linken Ufer gut umtragen werden.


Einen Kilometer weiter kommt erneut eine Brücke in Sichtweite. Es folgt ein Katarakt mit einigen haltenden Walzen, der auf beiden Seiten problemlos besichtigt werden kann. Sobald ein altes Haus am linken Flussufer auftaucht, sollte das nächstbeste Kehrwasser angesteuert werden. Die erste von zwei unmittelbar aufeinanderfolgen Stufen ist am rechten Ufer leicht unterspült.


Auch die vorletzte Stufe sollte kurz vom rechten Ufer aus angekuckt werden.


Gleich darauf ist man an der letzten Stelle vor dem Ausstieg angelangt. Der kräftige Rücklauf der kleinen Rutsche lässt sich gut nach links rausschneiden. An der Brücke kann dann die Fahrt beendet werden.


Kurzbeschreibung
Fahrtstrecke: von einem Wendeplatz 2,5 km oberhalb der Brücke von Maurlia bis zur dritten Brücke nach dem Einstieg nahe Haugen, 6 km, 3-5 Stunden Charakter: lange Rutschen und Stufen bis zwei Meter. Der Fluß fließt durch eine offene Landschaft unweit einer Sandpiste, die zum Umsetzen genutzt werden kann. Schwierigkeiten: WW III-IV / 3B (IV, IV+ / 4B) Pegel: Der Åsli braucht viel Wasser (ca. 15 m³) und kann daher nur zur Zeit der Schneeschmelze von April bis Mai oder im Herbst nach Regenfällen gepaddelt werden, wenn die Urula zuviel Wasser führt.
Text: Karl Engen, Übersetzung: Nils Kagel, Fotos: Ferry Wagenvoort, Paddler: Karl Engen, Nils Kagel |