Der Chassezac - Ein schöner Bach für Wildwasseranfänger
- Chassezac/Region Ardèche, Provence/Frankreich
Abschnitt: Brücke der D 104 bei Vompdes – Brücke der D 904 bei Maison-Neuve.
Länge und Schwierigkeit: 13 km,WW I-II, durch Buschlandschaft, teilweise auch Schluchtcharakter, eine Stelle unübersichtlich/verblockt (Labyrinth)
DKV-km: 55,5 – 68,5
Befahrbarkeit: Frühjahr und je nach Wasserablaß aus den Wasserwerken u.a. von Marvignes auch ganzjährig, am schönsten bei MW
Landschaftsbewertung: 1-2
Der Einstieg zur Tour erfolgt direkt vor der Brücke rechts (von Ruoms aus kommend) bei den Häusern. Da dort alles privat zu sein scheint, möglichst in der Seitenstraße parken und Zurückhaltung üben... Es führt ein steiler Pfad zum Bach hinunter.
 Einstieg Chassezac
An der Brücke gibt es eine nette Welle, in der man sich aufwärmen kann, für Anfänger der erste Test, ob man schon Kehrwasser fahren kann oder nicht (hinter der Brücke sind direkt große Kehrwässer zum Aufnehmen der Schwimmer).

Eingangswelle Chassezac
Auf den ersten Kilometern WW I durch eine nette Buschlandschaft, Zeit zum Warmwerden. Dann gibt es einen ersten kleinen Schwall, hinter dem es kein ordentliches Kehrwasser gibt.

Erster Schwall Chassezac
Nach ca. 2 Kilometern Schwallstrecke mit einem Linksknick und leichtem Abfall, gut erkennbar an der Felswand rechts, die von weitem zu sehen ist und wo oft Touristen darauf lauern, Anfänger schwimmen zu sehen. Wenn man ca. 30 m vorher rechts das Kehrwasser nimmt, kann man fast gerade durch den Schwall fahren. Schwierigkeit je nach Wasserstand WW unterschiedlich, hier WW II.

 Erste Prüfung auf dem Chassezac bei Flußkilometer 57,5
Dahinter links ein Riesen-Kehrwasser zum Aufsammeln der Utensilien, keine weiteren Schwierigkeiten auf den nächsten Kilometern
 Erste Prüfung auf dem Chassezac
Wer möchte, kann in der Welle hinter dem Schwall das Surfen üben....

 Surfwelle hinter dem Schwall
Danach kommen die „Gorges de la Paiolive“ ohne weitere Schwierigkeiten außer kleinen Schwällen, mit hohen Felswänden, WW I-II.

 Schluchtcharakter Chassezac
Ab dem Campingplatz Marzet-Plage kann ich jetzt nur noch aus der Erinnerung der früheren Touren berichten, wir sind diesmal zu früh ausgestiegen.
Bei Kilometer 60 Campingplatz Marzet-Plage rechts, kurz danach unterspülte Felswand rechts, der kleine Schwall führt zwar darauf zu, man kann aber gut links fahren. Außerdem ist die Stelle sogar im Führer nur bei HW als gefährlich aufgeführt.
Bei Kilometer 66 Campingplatz rechts, danach kommt das „Labyrinth“:
 Das Labyrinth von oben
 Labyrinth des Chassezac (leider diesmal nur besichtigt, nicht gefahren)
 Mögliche Ausstiegsstelle vor dem Labyrinth
Wenn man es nicht fahren will, kann man am Campingplatz rechts aussteigen. Ansonsten kann die Stelle gut besichtigt und ggfs. abgesichert werden. Da bei NW und MW ein bißchen unübersichtlich WW II.
Ab da leichtes WW durch schöne Buschlandschaft bis zur Brücke bei Maison-Neuve bei Flußkilometer 68,5.
Man kann auch noch weiter fahren bis zur Mündung in die Ardèche, allerdings ist hier meist zu wenig Wasser.
Insgesamt macht der Chassezac sehr viel Spaß, ich bin ihn auch schon als Anfängerin gepaddelt und halte ihn auch für Anfänger für sehr geeignet, weil es keine wirklich gefährlichen Stellen gibt und man wegen der vielen Kehrwässer und kleinen Schwälle richtig gut üben kann. Vor allem kann man im Frühjahr die provencalische Wärme und Sonne genießen, wenn es hierzulande noch gruselig kalt und trüb ist... Was sich aber in jedem Fall lohnt: Vorher das Internet konsultieren, ob die Wasserstände auch ok sind (website des Campingplatzes La Digue www.camping-la-digue.fr), denn es gibt Jahre, in denen fällt im Winter kaum Wasser und dann geht da unten fast nichts mehr (dann wird z.B. auch kein Wasser aus den Werken abgelassen, so geschehen Ostern 2005).
Beschreibung: Martina Pohl-Elser
Editor: Jan-Peter
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