Rio Macaé - Andreas' Lieblingsbach in Brasilien
Der Macaé ist von allen von mir hier befahrenen Flüssen mit Abstand der schönste. Hier stimmt eigentlich alles: Wasserfarbe, Schwierigkeiten, Landschaft und Alternativen der Umgebung. Oberhalb der beschriebenen Teilstrecken soll es noch etliche Kilometer im mit schwerem Wildwasser geben.
 alle Fotos zeigen WW um Schwierigkeitsgrad IV, IV+ und V.
Lage: Casimiro de Abreu, ca. 150 km nördlich von Rio de Janeiro Wasserqualität: gut, klar. Umgebung: Teilweise Mata Atlantica, teilweise Kulturlandschaft, (Erd-)Straße verläuft neben dem Fluss

Pegel: Normalwasser: 45-55 cm (Basis der Beschreibung). Bei höheren Wasserständen (nach Regenfällen) steigen die Schwierigkeiten schnell an, insbesondere auf der ersten und dritten Teilstrecke. Im Winter (Mai – November) meist nicht genügend Wasser. Besondere Gefahren: Hitze, Schlangen, abends Stechmücken (Burrachudos) die besonders lästige Stiche hinterlassen. Unübersichtliche Stellen unbedingt besichtigen ! Fotos: "Old Pirate Team" Paddler: Mauricio, Andreas

Strecke 1: Wasserfall (X) – Brücke (Richtung Sana), ca. 8km Charakter: Im DKV Führer würde man lesen: ...etwa vergleichbar mit der Loisachschlucht, nur mehr Wasser, mehr Gefälle, mehr Stufen, also insgesamt viel schwerer...(habt Ihr’s erkannt ?) Schwierigkeiten: WW 4 einige Stellen etwas darüber. Ein Wasserfall, wartet noch auf den Erstbefahrer (nach sehen von "Liquid Lifestyle II" scheint es jedoch nur WW VI zu sein)

Strecke 2: „Comercial“, Brücke (nach Sana) bis Hotel Fazenda, ca. 5 km Charakter: ähnlich der „Scoulser“ auf dem Inn Schwierigkeiten: WW III (IV-) (folgende zwei Bilder)


Strecke 3: „Expedição“, Hotel Fazenda bis Basis „Canoar“, ca.6 km Charakter Offenes Tal mit einem canyon-artigen Durchbruch. Schwierigkeiten: WW III-IV (V, V, V, IV+, IV) (alle weiteren Bilder außer Wasserfall).

Strecke 4: Seitenbach, Sana: Bei sommerlichen Regenfällen kann dieser Bach sicherlich auf Teilstrecken befahren werden (beschwerliche Expedition). Bei normalen Wasserständen bietet dieser Bach eine herrliche Wasserfallkombination über Grundgestein. Der erste zwischen 10 und 5m Rutsche (>80°, Einstieg wählbar), die letzten ca.4-5m dann im freien Fall in einen Gumpen (auf dem Foto im Hintergrund), dann kleine Felsrutsche, dann ein Fall ca. 7m (Foto). Allerdings muss man sich das Vergnügen erst durch einen ca. 30 minütigen Fußmarsch erarbeiten – unsere größte Motivation hierfür war die Erstbefahrung!
 Die Erstbefahrung des 7m hohen Sana-Falls.
Text by Andreas Koschnick
© Fotos: "Old Pirate Team" Paddler: Mauricio, Andreas |