Die Aumance

Autor: MPE alias Martina
07.02.2017
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- nachdem soulboater-Reporterin Martina nach Frankreich - in die Region Auvergne-Rhône-Alpes - ausgewandert ist, gibt es jetzt immer wieder mal Berichte über französische Flüsse. Den Anfang macht - nicht nur alphabetisch - die Aumance.

Selbige entspringt im Gemeindegebiet von Rocles auf ca. 390 Höhenmetern und mündet in den Cher bei Méaulne. Dabei baut sie auf 56 km 226 Meter Höhe ab.

Vom Charakter ist die von mir befahrene Strecke von Cosne d'Allier bis Hérisson sehr unterschiedlich. Es gibt eine Viererstelle, ansonsten wechseln sich Schwälle mit WW II-III und Flachwasser ab.

Der Einstieg bei Cosne ist leicht zu finden: Man fährt von Cosne d'Allier Richtung Hérisson. Nach ca. 3 Kilometern geht es vor einem Wäldchen nach rechts Richtung Viralet bzw. Crucès. An den Fluss kommt man nach weiteren 2 Kilometern. Über die Brücke fahren und dahinter die Autos parken.

Die ersten Kilometer hat man schön Zeit zum Einpaddeln, der Fluss läuft durch Wiesen und zwischen alten Eichen hindurch.

Dann hört man schon von weitem das Rauschen und die erste Dreier-Stelle kündigt sich an. Es handelt sich um eine Stufe von ca. 1 Meter Höhe, die man sich gut von der linken Seite aus ansehen kann.

Wir sind die Stelle mittig oberhalb von dem im Bild zu sehenden Felsen gefahren. Man kann das Ganze auch gut rechts oder nur die Stufe links umtragen. Danach kommt noch ein kurzer Schwall, bevor alles in einem Gumpen endet.

Anschließend geht es durch ein schmales Tal zwischen alten Eichen weiter, es kommen immer wieder Schwälle, die aber alle auf Sicht fahrbar und bei unserem Wasserstand maximal WW III sind.

Auch die einzige wirklich schwerere Stelle, die je nach Wasserstand WW IV erreicht, hört man schon von weitem rauschen.

Auch sie ist sehr gut auf der rechten Seite zu besichtigen und auch zu umtragen - was ich nämlich gleich mal getan habe...

Man kann die Stelle bei unserem Wasserstand am besten über die Zunge in der Mitte fahren. Bei mehr Wasser soll sie links besser zu fahren sein.

Auch hier endet das Ganze nach einem Schwall in einem Gumpen, der alles aufsammelt, was da so von oben runtergeschwommen kommt.

Nach dieser Stelle kommen noch ein paar Schwälle mit WW II und drei Wehre, die alle fahrbar sind (Schrägwehre, bei denen es bei unserem Wasserstand heftig gerappelt hat).

Das Ende der Strecke ist schon von weitem sichtbar: Hérisson mit seinem fast komplett verfallenen gleichnamigen Château.

Der Ausstieg befindet sich dann nach der großen Brücke auf der rechten Seite - ist etwas mühsam, weil die Böschung recht steil ist.

Anschließend empfiehlt sich ein Bummel durch den mittelalterlichen Ortskern. Leider sind sämtliche Kneipen außerhalb der Saison meist geschlossen. Einen Après-Café muss man dann eher in Cosne d'Allier nehmen.

Die Gesamtlänge der Strecke beträgt ungefähr 6 Kilometer.

Fazit: Mir hat die Aumance sehr gut gefallen. Landschaftlich sehr schön und die überraschenden Schwälle machen mit ihren Wellen richtig Laune! Einzig für mich persönlich schlecht: Alleine fahren ist da nicht. Selbst die kurzen Schwälle gehen immer durch Wald und es können jederzeit Bäume im Weg liegen - die Eichen sind nicht die stabilsten hier...

Dank an den Club Canoë Kayak Moulins für's Anrufen und Mitnehmen!

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