Alkoholkontrollen für Paddler ab Herbst 2017?

Autor: Soulboater
01.04.2017
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Sickline WM hat böses Nachspiel:

Alkoholkontrollen für Paddler ab Herbst 2017? 

Eine Nachricht aus dem ansonsten so harmoniebestrebten Österreich hat die Paddlerszene aufgeschreckt. Es wurde eine Gesetzesinitiative eingereicht, die den Verkehr auf Bächen und Flüssen in einer Fülle von Einzelheiten verbindlich - und bei Zuwiderhandlungen mit deftigen Strafen dotiert - regeln soll.

Ausgelöst wurde die Aktion, als der Oberministerialdirigent des Landesverbandes Oetz, Herr Prof. e.h. Dr. e.h. U.N. Klug  die Wettkampfstrecke der Sickline WM mit seinem Dienstwagen passierte und sich dort leider eine Reifenpanne ereignete.

So beobachtete der Ministerielle zufällig die Sportler auf dem Wildwasser und war entsetzt.

„Nicht ein einziger Kanute war in der Lage, exakt geradeaus zu fahren. Manche kippten gar um und trieben einige Meter kopfüber, bis ihnen das Betrunkenen übliche Glück und wilde Paddelschläge dazu verhalfen, sich wieder aufzurichten.  Angesichts des Weinfestes, das im Stützpunktsort vom Vorabend bis in die Morgenstunden gefeiert wurde, lag der Schluss nahe, dass die Slalomfahrten das Resultat unkontrollierten Alkohol- und Drogengenusses waren.“

Schläft dieser Wassersportler seinen Rausch aus?

Seine Gesetzesinitiative ist, wie wir aus stets gut unterrichteten Kreisen erfuhren, eine von Strassen- auf Wasserstrassenverhältnisse umgestrickte Vorlage, aus den folgende Vorschriften herausstechen:

–Rechtsfahrgebot 

–Überholen nur, wenn der Überholvorgang innerhalb von 30 Sekunden abgeschlossen werden kann und nur auf der linken Fahrroute

–25m Mindestabstand zum Vorausfahrer 

–Höchstgeschwindigkeiten: in Ortschaften 5 km/h, ausserhalb 6 km/h 

–Null-Promille-Gebot und Drogenverbot 

–Ausrüstungspflicht der Boote mit Auftriebskörpern 

–Boots-TÜV jeden 1. April ab 2017

–Mitführung von 1.-Hilfe-Kasten und Warnleuchten 

–Fahrerassistenzsysteme (Spurassistent, Notbremsassistent, Müdigkeitserkennung) 

–Scheinwerfer (Tag, Nacht, Nebel, Such) 

–Versicherungspflicht (Teil- und Vollkasko) 

–maximale Tagesfahrzeit: 3 Stunden 

–minimale Tagesruhezeit: 12 Stunden 

–Tagesruhezeit darf im Boot verbracht werden (Boot fest angebunden oder an Land) 

So könnte eine Drogenkontrolle zukünftig aussehen

Die Strafen für Verstöße sollen drastisch ausfallen und reichen von drei Jahren Kneipenverbot bis zum Verbot der Benutzung der sieben Weltmeere, wobei die Strafen auch auf Verwandte und Bekannte übertragen werden können.

Da bei den ersten Kontrollen des Alkohol- und Drogengenusses zwei Wasserschutzpolizisten (Nichtschwimmer) ertranken, wird in Kürze eine Ausschreibung für die Lieferung spezieller, kentersicherer Ruderboote  für die Kontrollbeamten veröffentlicht. Unbestätigten Gerüchten zur Folge hat die Firma Flottmann bereits einen Prototypen an den Landesverband Oetz überstellt.

Auch Aufwärmübungen im Kehrwasser mit jungen Damen sollen künftig nicht mehr erlaubt sein

Wir sind gespannt, wie die Sickline-Organisatoren auf diese zusätzlichen Regeln reagieren werden.

Bis zur Umsetzung der Gesetzesinitiative herscht auf der Wellerbrückenstrecke ein absolutes Roll- und Kehrwasserbefahrungsverbot.

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