Das Alpenhotel Oetz

Autor: Jan-Peter
17.09.2017
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Als wir vor vielen Jahren zum ersten Mal zum Wildwasserfahren ins Ötztal kamen, war die Übernachtungsfrage noch einfach zu beantworten: Als Kajakfahrer fanden wir einen idyllischen „wilden“ Schlafplatz in unseren zum einfachen Camper umgebauten VW-Bussen im Kiefernwäldchen an der „Constructa“ unterhalb des Brunauer Wehres.

Wer länger bleiben, also offiziell für mehrere Tage campen wollte, baute sein Zelt auf dem Campingplatz in Oetz auf.

Jetzt haben sich die Zeiten und mit ihnen die Gewohnheiten und vor allem Gesetze grundlegend geändert. Wildes Übernachten ist in Tirol seit einigen Jahren bei Strafe verboten, auf dem ehemaligen Campingplatzgelände steht die Feel-Free Lodge mit vielen kommerziellen Angeboten für den Outdoor-Touristen und das Gelände unterhalb der Constructa ist eingezäunt und gehört zur Area 47.

Wo kann man jetzt als Wildwasserpaddler noch übernachten?

Bei vielen Kajakfahrern, die das Ötztal wegen der moderateren Wasserstände bevorzugt im Frühjahr und Herbst, also nicht zu Zeiten brüllender Wasserstände aufgrund der Gletscherschmelze im Sommer besuchen, steht hier auch noch die Frage nach der Möglichkeit des Trocknens der nassen Paddelsachen und einer Heizung aufgrund der nächtlichen Minusgrade draußen im Vordergrund.

Für diese Anforderungen gibt es in Oetz natürlich eine Antwort: Viele private Pensionen und einige Hotels, die dem Anspruch der Wildwasserfahrer in Bezug auf Komfort und Geldbeutel entsprechen:

Gut und günstig soll es sein, am besten noch zentral gelegen zum Einstieg der Ötztaler Ache unterhalb der Wellerbrückenstrecke.

Ein Haus, das diese Ansprüche nahezu vollkommen erfüllt, ist das Alpenhotel Oetz.

Seit dem Beginn der adidas Sickline WM wohnen viele Teilnehmer dieses Extrem-Rennens und auch die Filmteams, Eventorganisatoren und natürlich „normale“ Wildwasserpaddler immer wieder in diesem sehr familiär von Chefin Rosi geführten Haus im Zentrum von Oetz gleich hinter dem bei vielen Paddlern gerade aus dem AKC-Umfeld beliebten Kult-Cafe Heiner.

Das Alpenhotel Oetz ist ein traditionelles Hotel ohne Schnickschnack, wo Gastfreundschaft dank Rosi und ihrem Team kein leeres Versprechen ist.

Für Paddler ganz wichtig ist die Möglichkeit, die nassen Klamotten im warmen Heizungsraum über Nacht wieder zu trocknen.

Die Zimmer sind alle ausgesucht gemütlich eingerichtet, mit Dusche oder Bad, WC und Sat-TV, teilweise auch mit W-LAN.

Die meisten Zimmer verfügen über einen Balkon, von dem gerade nachmittags bei einer kleinen Ruhepause nach dem Paddeln  das schöne Panorama der umliegenden Bergwelt genossen werden kann, immer untermalt vom Rauschen der Ötztaler Ache.

Wer sich für Halbpension entscheidet, kann sich schon während der Wildwassertour auf das leckere vom Chef Thomas persönlich bereitete Abendmenü  freuen, auf Tiroler Köstlichkeiten wie Rindsrouladen, Schweinsbraten oder Knödeln, auf Wunsch aber auch gerne auf vegetarische Leckereien.

Schon morgens geht es aber los mit mit einem reichhaltigen Frühstückbüfett, auf das ich mich jetzt schon wieder zu meinem nächsten Besuch freue.

Um zum Einstieg der unteren Ötz zu gelangen, braucht man vom Alpenhotel Oetz aus eigentlich nicht mal ein Auto. Die paar hundert Meter sind auch mit dem Boot auf der Schulter nur ein kleiner Spaziergang durch den Ort, ein großer Vorteil für alle diejenigen, die nicht zum Autoumsetzen die Fahrzeuge ins Inntal nach Haiming bringen sondern auf die Rückkehr der Fahrer warten müssen. Das ist im gemütlichen Hotelzimmer viel angenehmer als auf dem kalten Parkplatz…

Weitere Infos und Anmeldung auf www.alpenhotel-oetz.at

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