Tverrelvi Standardstrecke bei Voss in Norwegen

Autor: Nils Kagel
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Dass man im Sommer in der Gegend von Voss zu übermäßig gute Wasserstände antrifft, kommt nicht allzu häufig vor. Wenn doch, beginnt schnell die Suche nach möglichen Alternativen.

Nicht selten können schwierige Standardstrecken zu einer haarsträubenden oder auch äußerst riskanten Angelegenheit machen (schon mal untere Myrkedalselva bei 80 m³/sek. probiert?).

Abgesehen von Park ´n Huck (Double- Drop, Lake-to-lake etc.)  scheint die Umgebung zunächst nur wenig lohnendes zu bieten.

Da wären zum einen der Play-Run der Raundalselva, die Strondalselva ab dem Moneydrop und die obere Myrkedalselva zu nennen, die allesamt zu ungeahnten Wuchtgenüssen einladen.

Zum anderen gibt es die eine oder andere kleine Rinne, die überhaupt erst fahrbar wird, wenn´s kräftig schmilzt oder aus allen Wolken schifft.

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Die Tverrelvi ist so ein unscheinbares Bächlein, dass wenige Kilometer unterhalb der Bulken-Welle von rechts kommend in den Vosso mündet.

Über eine kleine Straße, die im Oberteil mautpflichtig ist, geht´s zu Einstieg. Oberhalb einer Steilzone erreicht man zunächst den Weiler Steine, wo sich zum einen die Ausstiegsstelle befindet, zum anderen ein Bauer wohnt, den man fragen sollte, wenn man sein Auto auf dem einzigen verfügbaren Parkplatz, der sich auf seinem Privatgrund befindet, abstellen möchte.

Ein kurzer Blick auf den Wasserstand sagt, ob eine Befahrung lohnt. 8 m³/sek. sollten es schon sein. Mehr als 15 m³/sek. lassen die Angelegenheit sportlich werden.

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Der Einstieg liegt ca. 1,5 km oberhalb an einem Steg und ist nicht zu verfehlen. Die ersten Meter sind Kiesbankgeschrubbel, dann tritt Grundgestein zutage und das Gefälle nimmt sprunghaft zu.

Eine längere Rutsche sollte in Augenschein genommen werden, nicht weil sie überragend schwer wäre, sondern weil die Stufe dahinter Schmerzen an Fußgelenken und Wirbelsäule verursachen könnte. Es empfiehlt sich daher, die Angelegenheit kurz links zu umtragen. 

Es folgt abwechslungsreiches Wildwasser mit vielen kleinen Stufen und Rutschen um WW IV, die sich alle auf Sicht fahren lassen, im Zweifelsfall jedoch allesamt leicht besichtigen werden können.

Viel zu schnell ist der Ausstieg vor der Steilzone erreicht. Eine 2m-Stufe bildet das Abschlussbonbon.

Kurzbeschreibung
Einsatz: Brücke 1,5 km oberhalb von Steine
Aussatz: Hinter der Stufe in Steine
Fahrstrecke: 1 km
Schwierigkeiten: WW 4

Wasserstand: ca. 10 m³/sek.

Zeit: Mai und nach stärkeren Regenfällen

Beschreibung: Nils Kagel
Fotos: Bernd Ludewig

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Facts

Land Norwegen
Bundesland Hordaland
Ort Einstieg Brücke 1,5 km oberhalb von Steine
Ort Ausstieg Hinter der Stufe in Steine
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach
Schwierigkeiten
(nach Addison)
IV-2-B - IV-2-B