adidas Sickline WM 2010 steht in den Startlöchern

Autor: Sonja Güldner-Hamel
02.06.2010
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30.09.-03.10.2010 - Internationale Wildwasser-Elite trifft sich zur adidas Sickline Kajak WM im Ötztal

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 - Zum vierten Mal in Folge findet auf der legendären Wellerbrückenstrecke im österreichischen Ötztal die adidas Sickline Extreme Kayak World Championship statt.

Zwischen dem 30. September und 3. Oktober treffen sich die weltbesten Wildwasserpaddler im längsten Alpental Tirols in der Kulisse von 250 Dreitausendern, um den begehrten Championsgürtel des Weltmeisters 2010 zu ergattern.

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Olympiasieger Alexander Grimm sicherte sich in einem spannenden Finale im vergangenen Jahr mit nur 68 Hundertstel Vorsprung die Goldmedaille vor dem Neuseeländer Mike Dawson und dem Deutschen Jakobus Stenglein.

Über 100 Top Kajaker aus zweiundzwanzig Nationen waren 2009 zum Kräftemessen auf einem der letzten unregulierten Wildflüsse der Alpen angetreten.

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Auch in diesem Jahr steht der als »Wellerbrücke« bezeichnete Abschnitt des Gletscherflusses Ötztaler Ache - eine Extremstrecke, die den Ruf hat, die Eiger-Nordwand des Wildwassers zu sein - im Mittelpunkt des Renngeschehens.

Insgesamt werden nur 100 Starter zur WM zugelassen. Die Top 25 des letzten Jahres haben ihren Startplatz sicher, die übrigen 75 Startplätze werden nach dem Prinzip First Come, First Serve an Kajaker, die Wildwasser Stufe 5 beherrschen,  vergeben.

Die Top 3 des Vorjahres sind automatisch für das Finale an der Wellerbrücke gesetzt. 45 weitere Kajaker können sich am Freitag, den 1. Oktober für den Weltmeisterschaftskampf qualifizieren.

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“Wir freuen uns, dass die adidas Sickline WM auch 2010 im Ötztal ausgetragen wird”, sagt Tourismusdirektor Oliver Schwarz.

“Bei Insidern ist das Ötztal schon seit Jahren als eines der schönsten Kajakreviere Europas bekannt. Mit seinen Gletscherflüssen bietet das Ötztal von Mai bis Oktober Wildwasser in allen Facetten und je nach Wasserstand der Rofen-, Venter- und Ötztaler Ache finden hier Kajaksportler aller Leistungsklassen ihre persönliche Herausforderung. Und in diesem Jahr können wir den Athleten aus aller Welt mit der im Frühjahr fertig gestellten Area 47 noch ein weiteres Outdoor-Highlight im Ötztal präsentieren.“

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„Tirol ist ein wahres Dorado für Outdoorsportler, die einzigartige Bergnatur bildet die perfekte Arena für Aktivitäten am Berg, im Fels, im Wasser oder in der Luft. Ganz Tirol wird so zum Abenteuerland. Das drückt sich in zahlreichen Veranstaltungen wie beispielsweise der adidas Sickline WM im Ötztal aus. Ab dem heurigen Sommer kann Tirol mit einer neuen Attraktion aufwarten: der Area 47. Am Eingang des Ötztales ist ein Abenteuerpark entstanden, der das Abenteuerland Tirol in konzentrierter Form abbildet“, erklärt Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung.

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Rahmenprogramm in der AREA 47

Am Eingang des Ötztals, zwischen Haiming, Sautens und Roppen, wurde am Pfingstwochenende ein europaweit einzigartiger Outdoor-Park, die AREA 47 eröffnet (www.area47.at). Auf einer Fläche von 6,5 Hektar, genau am Schnittpunkt von 47. Breiten- und 11. Längengrad, an der Mündung der Ötztaler Ache in den Inn, wurden Natur und Hightech zu einem außergewöhnlichen Freizeiterlebnis für Groß und Klein vereint.

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Eine Beschreibung der Area47 findet sich hier auf Soulboater.com.

Die neue Outdoor Location im Herzen Tirols ist wie geschaffen für das Rahmenprogramm der adidas Sickline WM. Hier können die WM-Teilnehmer nach einem deftigen Abendessen im River House bis in die frühen Morgenstunden ungestört feiern und anschließend in rustikalen Holz-Tipis oder urgemütlichen Lodges im Tiroler Blockhausstil übernachten.

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Neue Qualifikationsstrecke

Für 2010 haben Organisatoren von den Behörden eine neue Qualifikationsstrecke unterhalb der Rennstrecke genehmigt bekommen, die den „Favoritentöter“ – so wird die Abschlussstufe der Wellerbrückenstrecke scherzhaft von den WM-Teilnehmern genannt – beinhaltet.

Die rund 270 Meter lange Qualistrecke startet im Kehrwasser auf der rechten Flussseite, ca. 8 Meter vor besagtem „Favoritentöter“. Das Ziel befindet sich an der Einsatzstelle der permanenten Slalomstrecke (auf Höhe der Treppe). Gleich zu Beginn des Qualifikationslaufs, an der Stufe, müssen die Teilnehmer Wildwasser Stufe IV meistern, der Rest der Strecke entspricht WW III.

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Nur die besten kommen weiter

Die insgesamt 48 Finalisten, die an der Wellerbrücke ins Rennen gehen, treten in einem ‚Head-to-Head’ Format gegeneinander an. Das heißt der schnellste der Qualifikation ‚duelliert’ sich mit Platz 48, der zweitschnellste mit Platz 47 und so weiter.

Die drei Medaillengewinner des Vorjahres werden anhand eines Zeitlaufs auf der Qualistrecke in das Wettkampfraster eingeordnet. Der jeweils schnellere Kajaker eines Laufs kommt in die nächste Runde, gemeinsam mit zwei ‚Lucky Loosern’ – den zwei Zeitschnellsten der ausgeschieden Top 48 Athleten.

Auch die Top 26 treten wieder im Dual-Modus gegeneinander an. Die 13 Athleten, die sich in dieser Runde durchsetzen, kämpfen gemeinsam mit zwei ‚Lucky Loosern’ – den zwei Zeitschnellsten der ausgeschieden Top 26 Athleten – um Weltmeisterehren.

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Im Superfinal siegt die schnellste Zeit. Jeder der Top 15 hat genau einen Versuch, sich einen Platz auf dem Podium zu sichern. Der Athlet mit der langsamsten Zeit aus dem vorangegangen Lauf startet als erster – und nimmt im ‚Hotseat’-Whirlpool, dem Thron des Zeitschnellsten, Platz.

Seine Zeit muss nun im Superfinal unterboten werden. Wer schneller ist, darf den Führenden von seinem Thron stoßen. Wer am Ende noch im Whirlpool sitzt, ist verdienter adidas Sickline Weltmeister.

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Safety first


An der Wellerbrücke wartet die Ötzaler Ache mit einer der weltweit schwierigsten Wildwasserpassagen auf - perfekte Voraussetzungen also, um dort die besten Extremkajaker der Welt zu küren. Aus Sicherheitsgründen ist die Wellerbrückenstrecke von den Behörden jedoch das ganze Jahr über gesperrt und wird nur für den Zeitraum der adidas Sickline Extreme Kayak World Championship geöffnet.


„Absicherung ist in unserem Sport lebenswichtig und gehört beim Wildwasser-Kajaken eigentlich zu den Routineaufgaben,“ sagt Olaf Obsommer, Vater der Sickline.

„Aber es ist schon was anderes, ob man für eine kleine Gruppe von Paddelkollegen, die man sehr gut kennt, verantwortlich ist oder für eine Gruppe von 100 Athleten aus 20 Nationen. Da muss man schon ganz andere Geschütze auffahren.“


Wasserrettung, Bergrettung und Österreichisches Rotes Kreuz arbeiten bei der adidas Sickline WM Hand in Hand, um die bestmögliche Absicherung der Athleten aus aller Welt zu gewährleisten.

Dabei kommt es auch zum Einsatz innovativer Rettungsmittel, wie einer redundanten Seilbahn, die von der Bergrettung Tirol bereits im Vorfeld der Veranstaltung errichtet wird, um Rettungswege- und Rettungsintervalle in dem äußerst schwierigen Einsatzgelände zu verkürzen und den Rettungskomfort zu erhöhen.

Die herausfordernde Aufgabe ist gleichzeitig eine willkommene Übung für das reibungslose Zusammenspiel der Einsatzkräfte zu Land, zu Wasser und am Berg.

 „Durch die adidas Sickline WM hatten wir die Möglichkeit, unser Know-how und Können eindrucksvoll in einem schwierigen Gelände zu demonstrieren“, sagt Peter Veider, Geschäftsführer der Bergrettung Tirol. „Wir freuen uns schon auf die diesjährige Veranstaltung.“

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Auch Michael Huber von der Österreichischen Wasserrettung Tirol ist von der Zusammenarbeit mit den anderen Rettungskräften und den Organisatoren im Rahmen der adidas Sickline WM begeistert:

„Obwohl wir bereits mehrere internationale Events abgesichert haben, waren die Größe und der Umfang dieser Veranstaltung etwas besonderes. Die Bereitschaft seitens des Veranstalters ein solch umfangreiches Sicherheitskonzept zu erstellen und dann auch umzusetzen, war für uns gänzlich neu. Da das Thema Sicherheit im Vordergrund stand, würden wir diese Weltmeisterschaft als vorbildlich bezeichnen.“

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Unterstützt werden die Rettungskräfte durch das veranstaltungseigene, 10-köpfige hf Safety Team bestehend aus Kajakexperten, die in Safety-Kajaks im Wasser und mit Wurfsäcken an Land zusätzlich ein hohes Maß an Sicherheit garantieren.

„Ich glaube es gibt wenige Sportevents, die ein so hohes Augenmerk auf die Sicherheit legen“, sagt Race Director Mike Hamel, Geschäftsführer der umsetzenden Agentur Planet Talk.

„Wir denken immer einen Schritt voraus. In diesem Jahr haben wir für unsere Athleten sogar eine persönliche Unfallversicherung abgeschlossen. Zum Glück mussten wir in den vergangenen Jahren noch niemanden bergen, aber bei Rettungsaktionen tritt häufiger das Problem auf, dass der Gerettete nicht ausreichend versichert ist. Hiervor wollen wir unsere internationalen Teilnehmer schützen und haben eine Unfallversicherung für das Wochenende in der Startgebühr inkludiert, die für Bergungskosten wie Helikoptereinsatz, Rücktransport, Invalidität oder kosmetische Operationen eintritt.“

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Rundum-Service für Athleten

Auch in diesem Jahr können sich die WM-Teilnehmer wieder auf einen perfekten Rundum-Service für die Athleten inklusive kostenloser Physiotherapie im Reload Center von Titelsponsor adidas freuen.

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„Die Athleten stehen für uns immer Mittelpunkt, egal welchen Sport wir unterstützen“, sagt Axel Burkhardt, Global Sports Marketing Manager bei adidas für Olympic Sports, Cycling & Outdoor.

„Mit der adidas Sickline WM wollten wir einen Event für die Szene schaffen und ich freue mich, dass die Veranstaltung so gut angenommen wird. Ich möchte mich vor allem bei unseren hochkarätigen WM-Teilnehmern aus aller Welt bedanken, die den Event mit ihrer herausragenden sportlichen Leistung zu dem gemacht haben, was er ist.“


Anmeldung ab Juni geöffnet

Ab dem 1. Juni 2010 können sich die Teilnehmer für die adidas Sickline Extreme Kayak World Championship auf der Homepage www.adidas-sickline.com online registrieren.

Die Startgebühr beträgt 120,- Euro und beinhaltet neben dem Startgeld, ein adidas Sickline Event-T-Shirt, Zugang zum adidas Reload Center, drei Abendessen (Donnerstag/ Freitag/ Samstag), zweimal Lunch an der Strecke (Freitag/ Samstag) sowie einen umfangreichen Unfallversicherungsschutz für das Wochenende.

Für eine Teilnahme muss man mindestens 18 Jahre alt sein und Wildwasser der Stufe 5 beherrschen.

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Fotos Jens Klatt/ Manuel Arnu/Jan-Peter Reichardt

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