Bergeaktion nach Verklemmung am Seeveplayspot

Autor: Jan-Peter
19.06.2012
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Das Bendestorfer Wehr ist eine beliebte Stelle für norddeutsche Kajakfahrer zum Playboaten.

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War es früher ein Steilwehr, das aufgrund seines heftigen Rücklaufs Ursache häufiger Unfälle von ungeübten Paddlern war, ist es nach Unterspülung und nachfolgendem Einsturz des Wehrfundaments vor einigen Jahren nur noch eine längere Stromschnelle mit allerdings recht grossen Felsblöcken zum Schluss.

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Für die in der Sommersaison vor allem an Wochenenden zahlreich den Fluß befahrenden Freizeitpaddler in Mietcanadiern ist die Befahrung eine Mutprobe, steht doch in der in den Mietbooten befindlichen Flußbeschreibungskopie von Jübermann explizit der Gefahrenhinweis:

Achtung Wildwasserstrecke, nur für erfahrene WW-Paddler in Kajaks befahrbar.

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Auch am vergangenen Wochenende war dieser Abschnitt der Seeve wieder stark mit Mietcanadiern frequentiert, das Wehr wurde von vielen "ahnungslosen" Flußkapitänen ziemlich unbedarft und mit viel Glück befahren, es gab wie eigentlich immer einige Schwimmer teilweise auch mit Verletzungen bei Kenterungen im verblockten Endbereich der Stromschnelle.

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Eine Paddelcrew schaffte es sogar, ihr Boot so zu verkeilen, dass die Feuerwehr zur Bootsbergung anrücken musste. Die Besatzung hatte dabei wirklich Glück, dass kein Paddler zwischen Boot und Felsen bzw. Flussgrund mit den Beinen hängengeblieben ist, das hätte dann auch anders ausgehen können...

Hier ist der Bericht der freiwilligen Feuerwehr Bendestorf zu ihrem Bergeeinsatz: 

Die ersteintreffenden Feuerwehrleute trauten ihren Augen kaum: Im Bendestorfer Wehr hatte sich ein Kanu verkeilt.

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Das kuriose dabei ist, dass genau an dieser Stelle vor zwei Jahren eine sehr ähnliche Übung veranstaltet wurde. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden, lediglich das Kanu wurde erheblich beschädigt – es entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden.

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Die Bergung des Sportgerätes, welches mitten im Wehr unter der Wasseroberfläche fest steckte,  wurde mittels über dem Wasser liegenden Leitern vorgenommen.

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Ein Kamerad wurde mit dem Gerätesatz Absturzsicherung von vier Feuerwehrleuten gesichert. Er befestigte ein Stahlseil am Rumpf des Bootes, so dass mit Hilfe des Löschfahrzeuges das Boot schließlich aus dem Wasser gezogen werden konnte.

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Der enorme Fließdruck der Seeve ließ keine schonendere Bergung an dieser Stelle zu.

Nach einer knappen Stunde war der Einsatz beendet.

Im Einsatz war:
FF Bendestorf mit LF, TLF und 16 FM.

Quelle

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