Abenteuer Kajak - Norwegen

Autor: MPE alias Martina
18.11.2016
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Der guten alten Tradition folgend gastierte Olaf Obsommer am 16.11.16 wieder bei der Firma Lettmann in Moers, um seine neuen Filme vorzustellen.

Dieses Mal ging es unter anderem um zwei Mehrtagestouren in Norwegen – was sich harmloser anhört, als es in Wirklichkeit war….

Wie üblich wurde der Abend begleitet von Bierchen und Chili con Carne (oder einfach nur Weihnachtsgebäck) und der Möglichkeit, im Laden noch ein paar Paddelsachen zu erstehen. Und wie immer war es brechend voll:

Das Programm:

2 Filme über Norwegen, 1 Film zum Thema Kanuverein, 1 Film über Mecklenburg-Vorpommern und eine kleine Werbeshow für die exped-Tours.

Der erste Film: Die Lomsdalselva

Jeder Paddler unter den Zuschauern konnte sich lebhaft vorstellen was es bedeutet, ein Wildwasserkajak samt Ausrüstung (ca. 45 kg) einfach nur 10 Kilometer zum Einstieg zu tragen (wobei zunächst die Beschaffenheit des Terrains nicht näher beschrieben wurde). Die paar Kilometer waren dann garniert mit mehreren Hundert Metern Höhenunterschied, Schleppen der Boote durch Gestrüpp und über Felsen – die reinste Freude für Masochisten….

Zudem dann noch feststellen zu müssen, dass die Seen, die man paddeln wollte, zugefroren sind und man statt im Boot zu sitzen, selbiges noch einmal 10 Kilometer tragen muss. Da muss die Psyche schon belastbar sein.

Aber die Belohnung, diesen Bach dann zu paddeln, muss die ganze Plackerei wohl mehr als wett gemacht haben, zumindest machte die Truppe nachher einen gut gelaunten Eindruck.

Die Lomsdalselva wurde übrigens nicht wie sonst gemeinhin üblich von Männern erstbefahren, sondern von zwei Mädels: Mariann Saether (Norwegen) und Nouria Newman (Frankreich).

Der zweite Film über Norwegen kam ganz zum Schluss: Die Glomaga

Dieser Film hat mir persönlich noch besser gefallen als der erste. Die Landschaftsaufnahmen einfach sagenhaft! Auch hier handelte es sich um eine Mehrtagestour mit viel Boottragen, aber der Bach – überwiegend Niedrigklamm – lud wirklich zum Nachpaddeln ein.

Zwar ging es auch hier bis WW VI hinauf, und selbst erfahrene Mitpaddler wie Paul Meylahn hatten Schwimmer zu verbuchen, aber die Glomaga ist sicher auch was für Ottonormalpaddler.

Tollste Stelle: Der Bjornefossen, ein Wasserfall, der zwar umtragen werden muss, aber eine Landschaft, die einem den Atem raubt.

Schwierigkeiten: Neben dem Wildwasser an sich jede Menge Syphone, alpine Umtragen und sportliche Kehrwässer.

Der Film über Mecklenburg-Vorpommern war dann was für die Wanderpaddlerfraktion, ein farbenfrohes Spektakel über die Seenplatte. Sehr schön gemacht, aber halt etwas zu ruhig für meinen Geschmack. Lustiges am Rande: Im Werbefilm für den Kanuverein wurde noch gesagt, dass alleine paddeln langweilig oder sogar gefährlich sei und in diesem Film kommt als eine der ersten Aufnahmen ein Paddler, der mutterseelenallein dem Sonnenuntergang entgegenpaddelt….

Im Gegensatz zu Jochen Lettmann finde ich persönlich übrigens nicht, dass bei den Filmvorträgen zu viel Wildwasserfilme gezeigt werden – von mir aus könnten es noch mehr sein….

Fazit: Der Abend war wieder sehr gelungen und Olaf hat erneut gezeigt, dass er die Paddelfilmerei einfach drauf hat.

Wer kann, sollte die nächsten Termine nicht verpassen!

18.11. Nünchritz

19.11. Lichtenfels

20.11. Aschaffenburg

25.11. Mühlacker

26.11. Ulm

03.12. Matrei (Österreich)

Bild unten: Das Norwegen-Team von links nach rechts:

Paulo Garikano, Olaf Obsommer, Adrian Mattern, Paul Meylahn, Jens Klatt

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