Bootstransport mit dem Auto

Autor: Jan-Peter
14.02.2006
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Bootstransport mit dem Auto

Zum Bach kommen müssen wir alle. Wer nicht grade als Playboater in München wohnt und mit dem Fahrrad und Boot auf der
Schulter zur Wittelsbacher oder Eisbachwelle radelt, kommt ums Autofahren nicht herum.



Wie lässt sich nun das Boot am besten und vor allem sichersten transportieren?



Richtige Beschränkungen gibt es keine, die Dachlast ist nur ein empfohlener Richtwert des Herstellers und daher auch nicht im Kfz-Schein eingetragen, Geschwindigkeitsbegrenzungen mit Boot auf dem Dach gibt es (zum Glück?!?) noch keine, sodass es jedem selbst überlassen ist, wie er sein Boot befördert?


Acht Boote in Thomas' VW-Transporter

Nicht ganz, es dürfen nach §1 STVO keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Danach dürfte eigentlich niemand mehr Auto fahren, deshalb an dieser Stelle einige Vorschläge, wie man sein Boot zum Bach befördern kann:


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Im Innenraum des Wagens selbst ist sicherlich der beste Ort. Wer sein Boot ins Auto steckt, was bei Kombis und Cabrios die schnellste Beförderungsmöglichkeit ist, sollte darauf achten, dass es bei Bremsmanövern nicht von hinten als Geschoss durch die Frontscheibe fliegen kann oder vorne sitzende Mitfahrer erschlägt.



Auf dem Dach sollte ein einzeln befördertes Boot mit Heck in Fahrtrichtung und Luke nach unten auf den Dachträger geschnallt werden, Die Holme des Trägers möglichst weit auseinander und unter Verwendung von mindestens zwei besser sogar drei Spanngurten, die keine Anrissspuren haben dürfen. Bei modernen Spielbooten mit viel Volumen im Mittelbereich kann es sein, dass das Boot beim Transport mit der Luke nach unten ins Blech des Dachs drückt und Beulen verursacht.

Abhilfe schafft dann nur ein höherer Dachträger oder der Transport mit der Luke nach oben, was windströmungsergonomisch jedoch nicht optimal ist und zu geringerer Endgeschwindigkeit bei Vollgas und erhöhtem Spritverbrauch führt.



Werden mehrere Boote auf dem Dach befördert, es gehen beim PKW bis zu 6 Boote nebeneinander auf den Träger, sollte beachtet werden, dass die Außenmaße des Fahrzeugs nicht überschritten werden, d.h. die Dachladung darf nicht über die Außenspiegel hinausragen, nach vorne gar nicht und nach hinten maximal 1 Meter.

Bei Vans darf oberhalb einer Höhe von
2 Meter auch breiter geladen werden, bis zu einer maximalen Breite des Fahrzeugs von 2,55 Meter. Deshalb empfehlen sich bei Campern auch seitliche Bügel, in die die Kajaks gelegt werden, das Beladen ist deutlich einfacher als immer auf dem Dach herumkrabbeln zu müssen.



Eine weitere gute aber bisher nur eher selten praktizierte Variante ist der Transport am Fahrzeugheck. Entweder senkrecht an einer Haltevorrichtung oder quer auf einem handelsüblichen Fahrradträger.



Die Vorteile sind, dass es praktisch keinen Windwiderstand gibt und deutlich höhere Sicherheit als beim reinen Dachtransport besteht, weil die Boote beim Unfall weniger zu Geschossen werden können.


Uwe

Für kleine Spielboote bietet sich noch der Transport in einer Dachbox an, da geht das Verpacken sehr schnell: Klappe auf, Boot und Zubehör rein, Klappe zu und sicher ist es auch, weil die Box mit dem Trägerholm verschraubt ist, also keine Gurte durchscheuern können.



Wenn die Boote derart sicher auf dem Autodach oder im Auto verstaut sind, steht auch der zügigen Anfahrt zum Paddelziel der $ 1 der STVO nicht im Wege, denn es gilt immer noch der Leitsatz: Je schneller am Bach, desto länger der Paddelspaß :-)



von Jan-Peter
Pics by J-P

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