Das war die Snowkajak WM 2010 in Lienz

Autor: Andy Klotz
14.03.2010
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Traumhafte Bedingungen in Lienz bei der Snowkajak WM 2010

 - Es ist vollbracht. Der neue Snowkajakweltmeister ist gekürt. Und der Wettergott meinte es gut mit den Veranstaltern.  Spannende Schlachten auf der Strecke, bei dunkelblauem Himmel wurden geschlagen.

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Wilde Sprünge, spektakuläre Rides - auch durch die Streckenabsperrung - feuchte Stunts im Wasserbecken, gebrochene Dämme, verlorene Paddel, es wurde einiges für die Zuschauer geboten.

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Snowkajak, was ist das wieder für ein verrückter Blödsinn? Nun ja, als solches könnte man es durchaus bezeichnen. Entstanden aus einer Bierlaune heraus vom Lienzer Thomas Zimmermann, der vor einigen Jahren wohl mal auf die Idee kam, die Skipiste mit einem Kajak herunter zu donnern. Das haben bestimmt auch schon andere vor ihm getan, aber  ihm hat s gleich so viel Spaß gemacht, das er daraus sofort einen Wettkampf kreiert hat.

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Eine Strecke ähnlich dem Boardercross bei den Snowboardern nur mit Wasserbecken - weil Kajakfahren ist ja Wassersport - und immer 4 Teilnehmer gleichzeitig ab die Strecke runter, die beiden schnellsten kommen eine Runde weiter. Spaß und Spannung sind garantiert.

 

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Skiklamotten, oder doch lieber den Trockenanzug auspacken? Diese Frage stellten sich einige Piloten vor dem Start.

 

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Die beiden ca. 10m langen Wasserbecken, stellten die Fahrer doch vor unerwartet große Herausforderungen.

 

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Anfangs war die Strecke noch nicht so schnell, so dass doch manch Teilnehmer zu kämpfen hatte, das Becken überhaupt  zu durchqueren.

 

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Auch die ein oder andere Schwimmeinlage wurde geboten, wobei dann auch recht schnell klar war, das eine vernünftige Paddelkluft doch die bessere Wahl gegenüber einem Ski-Outfit war, denn es wurde nass.

 

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Für einige sogar sehr nass. Denn wie sich herausstellte - man sollte das Seepferdchenabzeichen schon erlangt haben, um hier teilzunehmen.

 

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Die Vorläufe gestalteten sich doch teilweise recht fade, da die Strecke noch nicht die Geschwindigkeit brachte, die von Ihr erwartet wurde. Die Sonne knallte auf den Schnee und machte ihn hierdurch langsam.

 

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Es gab nur wenige, die es schafften, das erste Wasserbecken ziemlich in der Mitte der Strecke ohne Hilfe der Wasserrettung zu durchqueren. Diese war sofort zur Stelle, sobald einer der Matadoren schlicht und ergreifend hängen geblieben ist.

 

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Reichlich Zuschauer säumten die Strecke, um die Fahrer aus 10 Nationen anzufeuern. Neben den Wasserbecken in der Mitte und am Ende im Zielbereich der Strecke, waren auch die bis zu 4 Meter hohen  Steilkurven für rasante Überholmanöver und den ein oder anderen Ausritt über den Kurvenrand hinaus gut.

 

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Je näher es Richtung Finale ging, um so härter wurden auch die Bandagen, mit denen gekämpft wurde. Die Strecke wurde aufgrund des mittlerweile wieder niedrigeren Sonnenstandes immer schneller. Bis zu dem Punkt, als sich urplötzlich ein unverhoffter Sturzbach den unteren Streckenabschnitt hinunter wälzte. Das obere Becken war gebrochen und alles Wasser ergoss sich über die Strecke. Die Organisiation reagierte schnell, und für die Finalläufe wurde der Start einfach nach unten verlegt.

 

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Die Strecke wurde schnell mit dem Pistenbully wieder in Schuss gebracht, damit keine Langeweile bei den Zuschauern aufkam, sorgte die Live-Band Baseline für die nötige Stimmung.

 

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Schnell konnte es weiter gehen. Gerhard Braune, Harald Hudetz, der amtierende Snowkajak Weltmeister Rene Feuerstein, sowie Stefan Ortner und Manfred Lobenwein qualifizierten sich erwartungsgemäß für die Finalläufe. Aber die Strecke wurde doch noch einmal tückisch.

 

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Die Sonne verschwand langsam hinter den Bergen, das Wasser aus dem ausgelaufenen Wasserbecken tat sein übriges dazu, die Strecke wurde jetzt rasend schnell.

 

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Trotz des verkürzten Starts bekamen die Fahrer einen Höllenspeed, und kamen mit dementsprechend krassen Einlagen durch die Steilkurven und hohen Sprüngen ins Zielbecken gedonnert. (Manche sogar darüber hinaus).

 

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Ob offizielle oder inoffizielle Weltmeisterschaft (worüber sich gewiss streiten lässt), es war ein durch und durch gelungenes Event mit viel Spaß für Teilnehmer und Zuschauer, spektakulären Stunteinlagen, und die zahlreichen Fotografen entlang der Strecke kamen gewiss auch alle auf ihre Kosten.

 

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Die Platzierungen:

Damen

1 Prochazkova Lucya     Praha 5  CZE
2 Seidel Eva                    Wald  AUT
3 Sindelarova Lenka     Praha 8  CZE
4 Trnkova Michaela       Praha 10 CZE

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Junioren

1 Walser-Cofalka Janis    Ulm   GER
2 Niß Timo                      Hamburg GER
3 Shearer Robin          Dölsach  AUT
4 Hohenwarter Peter        Unken  AUT

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Herren

1 Feuerstein Rene          Buch  AUT
2 Lobenwein Manfred     Lienz  AUT
3 Ortner Stefan                Oberlienz AUT
4 Schöllkopf Lukas         Ulm   GER

Text und Fotos : Andy Klotz

Mehr Bilder zum Event: www.andyklotz.de

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