Der SCUD von Bliss-Stick, ein würdiger Topo-Nachfolger ?

Autor: AJ und J-P
19.11.2006
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 Der SCUD von Bliss-Stick, ein würdiger Topo-Nachfolger ?

 - Wie schon beim Spielboot RAD (Radical Aerial Device) benennt Bliss-Stick seine neuen Kreationen einfach nach den Eigenschaften, die das Boot haben soll:

 SCUD ist die Abkürzung für Short Carving Utility Device und damit ist das Boot auch schon kurz und prägnant beschrieben.

Kaum ein anderes Kajak hat in der letzten Zeit soviel Aufsehen erregt wie der Kurzcreeker der neuseeländischen Bootsschmiede Bliss Stick.

Das Boot ist eine Mischung aus Creeker und Spielboot.

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So wurde das bewährte Unterschiff der RAD-Serie verwendet, das den Scud flott und spurtreu im Wildwasser fahren lässt; das Boot auf der Welle schnell beschleunigt und zu endlosen Spins einlädt.

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In der Walze liegt der SCUD stabil und loopen ist mit diesem Boot ein Genuss, weil er wegen des grossen Volumens dabei richtig viel Air macht.

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Durch das voluminöse Oberschiff taucht er kontrolliert nach Stufen und Walzen wieder auf und vermittelt viel Fahrfreude.

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Durch diese Kombination von Spielvermögen und Verlässlichkeit ist es schön mit dem SCUD zu paddeln, Mikrokehrwasserfahren und Boofen wird total leichtgemacht.

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Im Scud fühlt man sich nicht nur auf steilen Bächen wohl, auch auf Wuchtwasser bereitet er viel Spass.

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Ein Manko des Scud ist das geringe Platzangebot im Fußbereich, was für grosse Fahrer echte Nachteile bringt.


Für Paddler ab einer Größe von etwa 190 cm wird es schwer, mit Schuhen und einer gut getrimmten Sitzposition ins Boot zu kommen.  5-10 cm mehr Bootslänge hätten dem FUN-Creeker nicht den Fun genommen, aber den Grossen mehr Fun beschert.

J-P passt gut und bequem sogar mit Schuhen in das Spielboot RAD 195 hinein, beim Scud musste er aber selbst barfuss aufgeben, hineinzukommen.

Die Bootsspitze war innen mit den Zehenspitzen schon erreicht, als er noch mit dem Gesäss auf dem hinteren Süllrand und noch nicht einmal annähernd über dem Rückengurt geschweige denn im Cockpit sass.


Vielleicht wird aufgrund der Begeisterung, die dieses Boot verbreitet, auch eine XL-Version für langbeinige Paddler auf den Markt gebracht? Schön wäre es!

An den Einbauten und der Sitzanlage gibt es wie gewohnt bei Bliss Stick nichts zu kritisieren.

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Der Scud hat schon die neue Sitzanlage mit Pelicase-Halterung und den verschiebbaren Schenkelstützen. Die Längseinstellung ist nicht ganz so einfach, ist aber meist auch nur ein- oder zweimal erforderlich, bis die beste Sitzposition eingestellt ist.

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Der Sitz ist stufenlos um etwa 7 cm in der Längsachse verstellbar.


Wie immer ist EIN Imbusschlüssel für alle Einstellungen ausreichend. Der Imbus ist inzwischen an der Rückenlehne plaziert, so dass auch während Fahrtpausen unterwegs Sitzeinstellungen geändert oder undicht gewordene Verschraubungen nachgezogen werden können..

Unser Fazit: Der SCUD ist ein würdiger moderner Nachfolger des legendären Topolinos.

Technische Daten
Länge: 203 cm
Breite: 66 cm
Volumen: 248 liter
Gewicht:17 kg

Weitere Infos erhalten und selbstverständlich auch erwerben kann man den Scud bei Freak-Kajaks Süd

AJ und J-P

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