Abschlußbericht vom BoaterCross Cup in Hildesheim

Autor: Malte Schröder
06.10.2016
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3,2 ,1 und los – vier hochkonzentrierte Athleten werfen sich jäh nach vorne und schon beginnt das Hauen und Stechen.

Beim BoaterCross in Hildesheim geht es heiß her. Ein Rennen, einfache Regeln, wer als Erster das Ziel erreicht ist Meister, genauer gesagt deutscher Meister. Beim vierten deutschen Wildwassercontest in Hildesheim gipfelte der deutsche BoaterCross Cup, eine Wettkampftriologie der besonderen Art.

Die Eröffnung hatte der Cup beim XXL – Paddelfestival in Markleeberg, nun haben die Niedersachsen nachgelegt und die Norddeutsche Wildwasser Szene zu einem Event der Extraklasse vereint.

Mit der vierten Ausgabe des WildwasserContests haben die Organisatoren sich selbst und alle Erwartungen übertroffen. Nach der Devise Höher - Schneller – Weiter hatten diese sich große Ziele gesteckt, vom Slalomkanuten bis zum Seekayaker sollte sich für jeden etwas finden.

In sechs verschiedenen Disziplinen konnten die Sportler nun ihre Vielseitigkeit beweisen, aber auch zwischen den vielen Rennen dieses Wochenendes kamen die aus ganz Deutschland angereisten Paddler auf ihre Kosten, dank  namhafter Aussteller wie EKÜ Sport oder Lettmann konnte Ausrüstung aller Art auf Herz und Nieren getestet werden.

Aber fangen wir am Anfang an:

Samstagmorgen versammelten sich rund 100 Athleten in strömendem Regen zum Riders-Meeting für einen grandiosen Wettkampf.

Nach einem knackig kurzem Briefing ging es schon auf die Startrampe und abwärts ins kühle Nass zum BoaterCross Vorlauf. In Dreier- und Vierergruppen kämpften die Starter darum, sich für die nächste Runde auf dem Weg ins Finale zu qualifizieren.

Nach diesem spektakulären Einstieg ins Wettkampfgetümmel ging es im Laufe des Tages mehr um den kühlen Kopf und um Präzision, denn die Uhr tickte gnadenlos im Slalomwettkampf. Trotz konstanten Regens verlangten sich die Sportler alles ab und erbrachten Hochleistungen.

Auch für die Zukunft des norddeutschen Kanusports wurde vorgesorgt. Am Samstag konnten Nachwuchssportler im U14 Rennen Wettkampferfahrung sammeln und ihr Können zeigen.

Auch die schon Ausgeschiedenen konnten noch gewinnen, bei der abendlichen Tombola im Vereinsheim der ausrichtenden KSG Hildesheim war jedem ein Gewinn sicher. Für Musik sowie Speis und Trank war natürlich gesorgt.

Mehr oder weniger frisch ging es Sonntag in den zweiten Wettkampftag. Den spaßigen Auftakt machte das Projekt KFT Aufwachen Rennen, Zu gewinnen gab es eine Ananas und diesem hohen Preis angemessen meldeten sich 13 Teams aus jeweils drei Leuten zum Start.

Die Aufgabe forderte vor allem das Polo-Gen der Paddler, einen Wasserball schneller als das gegnerische Team die Strecke hinunterzubefördern, ohne den Ball mit der Hand zu berühren.

Drängeln, Schubsen, Schieben, nichts war verboten und dementsprechend chaotisch ging es abwärts. Das heizte nicht nur den Paddelnden ein, die Euphorie steigerte sich auch neben der Strecke. Wie um die Laune aller noch weiter zu heben zeigte sich auch das Wetter von einer freundlichen Seite und bescherte  angenehme Temperaturen und Sonnenschein.

Nach dem spaßigen Einstieg ging es gut gelaunt wieder ums Ganze, gleich nach dem Aufwachen -Rennen begannen die Sprint Wettkämpfe in allen Klassen.

In allen Klassen machten nur Sekundenbruchteile den Finaleinzug aus. Man durfte sich auf  leistungsgeladene Finalrennen freuen.

Vor dem Sprint Finale musste allerdings noch Teamfähigkeit bewiesen werden, Im Topo Duo Rennen, mit dem der Wildwassercontest einmal seinen Anfang gemacht hatte, ging es im Zweierkajak gegen die Uhr.

Nach weiteren Test- und Trainingsmöglichkeiten standen noch die Finalentscheidungen aus.

Zuerst fanden sich die schnellsten Zweierteams des Duo-Rennens erneut  zusammen und gaben noch einmal gemeinsam alles um sich einen Podest-Platz zu teilen.

Danach ging es flott mit dem Sprint Finale weiter.

Richtig spannend wurde es dann im BoaterCross Finale, wo die Besten der Besten sich gleichzeitig die Strecke herunter kämpften. Diesmal bei vollem Wasserablass, was das Rennen noch einmal schneller und schwieriger machte.

Damit ging der vierte deutsche Wildwasser Contest zu Ende.

Faire Rennen, knappe Entscheidungen und sportliche Höchstleistungen trugen ihren Teil zu dem gelungenen Event bei.

Die Organisatoren freuen sich über die gelungene Veranstaltung und wollen sich mit der fünften Ausgabe noch weiter steigern.

Ergebnisse:

K1 Altersklasse

Sprint:

Platz 1 Nils Trojak

Platz 2 Frank Jahns

Platz 3 Stefan Barwich

Slalom:

Platz 1 Nils Trojak

Platz 2 Bernd Wellhausen

Platz 3 Frank Jahns

K1 Damen

Sprint:

Platz 1 Vera Niess

Platz 2 Emely Adelt

Platz 3 Louisa Heinen

Slalom:

Platz 1 Elisa Klein

Platz 2 Emely Adelt

Platz 3 Doreen Brandt

K1Juniorinnen

Sprint:

Platz 1 Sina Wartinger

Platz 2 Nele Barwich

Slalom:

Platz 1 Nele Barwich

Platz 2 Sina Wartinger

K1Junioren

Sprint:

Platz 1 Daniel Grunau

Platz 2 Fabian Lenz

Platz 3 Paul Wasmer

Slalom:

Platz 1 Thies Brammer

Platz 2 Daniel Grunau

Platz 3 Paul Wasmer

K1 Herren

Sprint:

Platz 1 Malte Schröder

Platz 2 Timotheus Hoppe

Platz 3 Frederic Bodensen

Slalom:

Platz 1 Frederic Bodensen

Platz 2 Lukas Sarhage

Platz 3 Timo Niß

Kids Race:

Platz 1 Thies Heckmann

Platz 2 Lisa v.d. Brelie

Platz 3 Torge Barwich

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