Immer wieder gut

Autor: MPE alias Martina
25.04.2020
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- Die Corona-Krise hindert uns Paddler derzeit am Verreisen - aber das hindert einen natürlich nicht daran, trotzdem Pläne für den nächsten Paddelurlaub zu machen: Vielleicht klappt es ja im Herbst doch mit der Durance? 

Selbst wenn die meisten im Sommer an die Durance fahren, mein Tipp bleibt, es im Herbst zu versuchen. Beste Zeit hier Ende September/Anfang Oktober. Dann ist es sommerlich warm und die Wasserstände sind zumindest für Guil, Ubaye und Durance ausreichend.

Da ich immer alleine unterwegs bin, verbieten sich zwar ein paar schöne Highlights wie die Ubaye oder Teile des Guil, aber die Durance zwischen L'Argentière-la-Bessée und Embrun ist für mich ein einziger Playspot. 

Dabei ist mit "Play" jetzt aber nicht gemeint, dass ich mich in die Rabioux stürzen würde - die lasse ich, wenn ich alleine unterwegs bin lieber aus, auch wenn der Pool danach sehr gut zur "konsequenten Selbstrettung" geeignet ist. Die gucke ich mir nur mal gerne aus sicherer Entfernung an....

Das sollte aber natürlich niemanden daran hindern, das mal selbst auszuprobieren!

Es geht für mich dort auch weniger um das Spielbooten - was mit meinem Dickschiff eh nicht so einfach wäre - als um den Naturgenuß und die Freiheit und Ungestörtheit auf dem Bach.

Und die hat man im Herbst auf alle Fälle!

Von daher hier meine kleine Beschreibung der Strecken zwischen der Slalomstrecke in L'Argentière-la-Bessée und Embrun, sowie dem untersten Guil unterhalb von Guillestre. Das letzte Mal im Herbst 2019 fehlte nur der Teil zwischen der unteren Slalomstrecke und der Rabioux - in der Gegend kann man einfach zu viel unternehmen, da reichen zwei Wochen nicht mal aus...

Ich fange jedes Jahr mit dem Guil an, wenn der Wasser hat. Im Herbst 2019 waren sie so freundlich jeden Tag morgens bis ca. 14:00 Wasser abzulassen, so dass man sogar als Morgenmuffel nicht schon um 09:00 am Bach stehen mußte.

Los geht es an der Pont du Simoust - nachdem ich unseren Hund davon überzeugt habe, dass Mitschwimmen keine Option ist.

Der Guil fließt hier durch eine großartige Schlucht direkt unterhalb von Guillestre. Trotz der Nähe zum Ort ist es hier im Herbst total einsam.

Schwierige Stellen gibt es eigentlich nicht, man kann alles vom Boot aus gut einsehen. Bei dem Wasserstand wie oben würde ich die Strecke auf WW I-II schätzen.

Nach dem Zusammenfluß von Guil und Durance - die Verschneidungslinie da ist der Hit - werden die Schwälle ein wenig wuchtiger, aber es bleibt nach wie vor alles gut einsehbar und einfach.

Am Ende dieser Tour wartet die zweite Slalomstrecke auf der Durance auf fleißige Paddler.

Besonderer Service: Im Gegensatz zur oberen Slalomstrecke bei L'Argentière kann man hier noch bequemer über einen Kanal zum Einstieg hochpaddeln. Der ist im September meist noch nutzbar.

Im nächsten Teil beschreibe ich die Strecke von L'Argentière-la-Bessée nach St. Crépin auf der Durance.

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