Der Allier

Autor: MPE
22.10.2018
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- soulboater-Reporterin Martina alias MPE war mal wieder in ihrer neuen Heimat unterwegs, diesmal war der Allier von Crévant-Laveine (unterhalb von Clermont-Ferrand) bis Vichy an der Reihe.

Bei schönstem Herbstwetter nochmal eine nette Paddeltour auf dem Allier - so die Intention. War auch keine schlechte Idee, mal abgesehen davon, dass mehr als 30 Kilometer auf dem Programm standen und der Bach Niedrigwasser hatte - was die Strömungsgeschwindigkeit leicht reduziert hatte...

Aber der Reihe nach. Wie gesagt, das Wetter vom Feinsten, der Bach schön klar, auch wenn teilweise Schaum auf dem Allier trieb - guter Anfang!

Es war noch ein bißchen frisch, die Strömung noch gut und die Gegend wirklich sehr schön mit der Herbstfärbung der Bäume. Dazu jede Menge Reiher, Kormorane, Eisvögel und eine geradezu unheimliche Stille.

Dazwischen einsam gelegene Häuser am Fluß - Paddlerzuhause vom Feinsten - oder verlassene Schlösser.

Der größte Gag aber: Tomaten! Im letzten Jahr, als ich die beiden Franzosen Paul Villecourt und Philippe Bouzat auf ihrer Tour quer durch Frankreich für 20 Kilometer auf dem Allier begleitet hatte, hatten mir die beiden von diesen ominösen Tomaten erzählt. Ich hatte das als Paddlerlatein belächelt, aber siehe da, es gibt sie! Und lecker waren sie auch noch!

Aber die Strecke zog sich und zog sich. Dazu nahm die Strömung in gleichem Maß ab wie der Gegenwind zu.....wenn der Kormoran am Schluß nicht gewesen wäre, der mit mir Fangen spielte, dann....

Eine interessante Stelle gab es noch kurz vor Schluß mit der Sand/Konglomeratwand auf der rechten Seite. Sehr schön vor allem im Nachmittagslicht.

Auf Höhe dieser Bäume wäre ich dann fast noch von so ein paar französischen Jäger-Spinnern erschossen worden - es knallte direkt vor mir....hab dann nur auf Französisch gebrüllt, dass sie mich bitte leben lassen sollen....

Dann war endlich Vichy erreicht mit einem luxuriösen Ausstieg - keine Ahnung, ob es erlaubt war, dort auszusteigen, aber es war keiner da, der gemeckert hätte...

Fazit: Insgesamt es das eine schöne Tour, nur sollte man vielleicht doch kein Wildwasserboot nehmen, sondern eines dieser von mir so ungeliebten Wanderkajaks. Das erleichtert einem sicherlich dort das Leben...

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