Bald läuft die Leinewelle

Autor: Jan-Peter
20.04.2021
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Endlich ist es soweit, die gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Anglern und Surfern haben ein Ende.

Der Fischereiverein Hannover e.V. und der Leinewelle e.V. haben sich in konstruktiven Gesprächen in einem außergerichtlichen Verfahren verständigt.

Heinz Pyka, 1. Vorsitzender Fischereiverein Hannover e.V.:

Unser Zentrales Anliegen war und ist, die Interessen der Angler, der Fische und der Gewässer entschieden zu vertreten. Wir sehen in dem gefundenen Kompromiss langfristig sehr gute Chancen, dass die Leine auch in Hannover ein barrierefreier Fluss wird und Wanderfische wie Lachs und Meerforelle wieder ihre Laichplätze erreichen können. Mit Hilfe des neu geschaffenen Fonds werden wir diese Planung vorantreiben.

Das Ergebnis ist, dass sich beide Vereine gemeinsam für den Bau einer Fischtreppe am Landtagswehr engagieren.

Der Fischereiverein Hannover e.V. zieht seinen Einspruch gegen die Baugenehmigung der Leinewelle vor dem Oberverwaltungsgericht zurück.

Dem Bau der Leinewelle steht so nichts mehr im Wege.

Hans-Werner Seifert, Schatzmeister Fischereiverein Hannover e.V.:

Die Vereinbarung trägt die Ziele unseres Vereins. Gut, dass wir mit dem Leinewelle e.V. nun einen Partner einer gemeinsamen Sache haben. Dass das Zusammenlegen unseres Engagements neue finanzielle und planerische Möglichkeiten erzeugt, freut mich umso mehr.

Es geht sogar noch einen grossen Schritt weiter:

Zukünftig wollen sich beide Vereine gemeinsam für den Bau einer funktionsfähigen Fischtreppe am Landtagswehr einsetzen.

Beide Beteiligten sehen in einer Fischdurchgängigkeit der sogenannten „Mühlenleine“ eine große ökologische Verbesserung.

Beide Partner betonen, dass das gemeinsame Ziel der Vereine ein lebenswertes und ökologisches Hannover ist. Die Lebenswelt der Fische soll darunter nicht leiden, sondern profitieren.

Heiko Heybey, 1. Vorsitzender Leinewelle e.V.:

Als Surfer sind wir auf saubere Gewässer angewiesen. Insofern sind eine ökologische Verträglichkeit und ein Ausgleich für uns selbstverständlich. Ich freue mich, dass wir nun an einem Strang ziehen und mit neuer Energie in die Realisierung gehen können.

Zur Unterstreichung dieser Willensbekundung und zur Motivation entsprechender Planungen initiieren die Partner einen Fonds, der sowohl finanzielle Mittel im sechsstelligen Bereich beinhaltet, als auch gemeinsames Wissen bündelt.

So haben beide Vereine alle nötigen Mittel zur Verfügung, an der Planung ab sofort proaktiv zu arbeiten.

Sebastian Stern, 2. Vorsitzender Leinewelle e.V.:

Die Leinewelle wird mit großem Aufwand und Auflagen fischdurchgängig gestaltet, da wäre es doch mittel- und langfristig absurd, wenn die Fische 200 Meter flussaufwärts nicht weiterkommen würden. Die nun erreichte Einigung und Rechtssicherheit wird Hannover positiv verändern.

Auch wenn der Bau einer Fischtreppe aktuell nicht in Planung ist, so sehen beide Partner im Kontext der Entwicklung einer ökologischen und lebenswerten Innenstadt mittelfristig gute Möglichkeiten einer Realisierung.

Beide Vereine wollen sich gemeinsam bei der anstehenden Planung aktiv einbringen. Ziel ist sowohl ein zeitgemäßes Erleben der innerstädtischen Fließgewässer als auch die Durchgängigkeit zu erreichen.

Für beide Partner ist der Kompromiss ein großes Zugeständnis an die Gegenseite. Die überwiegenden Vorteile haben in Verhandlungen zu diesem klaren Ergebnis geführt.

Wir freuen uns gemeinsam daran zu arbeiten, Hannover noch schöner und ökologischer zu machen.

Und wir von Soulboater.com freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht mit der neuen Welle zum Surfen und natürlich auch Playboaten mitten im Zentrum von Hannover.

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