Erfahrungen mit dem Nil Riverstar Rhino HC Helm

Autor: Mat
28.06.2010
0 / 0

 - Vor kurzem kaufte Mateusz beim Kanu- und Outdoorausrüster Denk einen Nil Riverstar Rhino Halfcut Wildwasserhelm.

Für Soulboater.com berichtet er von seinen ersten Erfahrungen mit diesem Helm:

So stehts im Prospekt:

NIL Riverstar Kajakhelme made in Austria - Rhino HalfCut - ein Kajakhelm mit hohem Stylefaktor, extremen Sicherheitsreserven und dem Potential zum Kulthelm.
Die NIL - ehemals Riverstar - Helme werden im Prepreg Verfahren gepresst. Die Gewebefasern werden maschinell mit dem richtigem Harzanteil vorgetränkt und unter hohem Druck in den Formen ausgehärtet. Dadurch sind die Helme extrem stabil, leicht und bruchfester als herkömmlich nasslaminierte Helme.

Da ich nicht im Integralhelm in Plattling unterwegs sein wollte, musste mal eben nen Zweithelm her...

Nun gut. Nachdem dann zweimal in Folge die bestellte Farbe nicht lieferbar war, hats dann beim dritten Anlauf auch endlich geklappt.

Ausgepackt - schaut ja ganz schick aus.

helm_ansicht_500

Aufgesetzt - ziemlich groß. Aber da ich ohnehin immer mit Neohaube fahre, passt es dann doch.

Weiter gehts:

Die Schnalle ist riesig (für 20mm Band) und sitzt sowas von beschissen - direkt in der Mitte vom Hals und drückt auf Kehlkopf und Speiseröhre.

Bewegungsfreiheit ohne Schmerzen = null!

Geradeaus kucken ist ok, sobald man den Kopf auch nur minimal bewegt, drückt sich die Schnalle äußerst unangenehm in den Hals. Schlucken sollte man auch nicht, so lange man den Helm trägt.

schnalle_vorher

Ein Schutzpolster für die Schnalle (wie zum Bsp. beim Sweet Rocker FF) sucht man vergebens!

Die Nähte am Gurtband sind im Finish nicht sauber gearbeitet - an einem neuen Helm für den Preis haben da keine Fäden abzustehen!

klett_fitting_500

Ach ja... Als ich den Karton geöffnet habe, flog das eine Fitting da lose rum. Nun ja, einfach drankletten und gut. Nix is! Das Stück (5-Cent groß für ein doch sehr großes Fitting) selbstklebendes Klett bappte nämlich noch im Helm und nicht etwa am Fitting. Ganz toll...! Glücklicherweise hab ich noch Klett da gehabt und mich dann erstmal ans Reparieren des neuen Fittings für den neuen Helm gemacht.... .

Da ich den Helm, dank der Schnalle, spätestens nach 15 Minuten aufm Wasser einfach ausgezogen und wutentbrannt in die Strömung geschmissen hätte, hab ich mich dann noch auf den Weg gemacht und eine neue (schmalere) Schnalle besorgt. Immerhin bin ich schon im dritten Laden (übrigens ein Fahrrad-Shop!) fündig geworden und hab mir dann für nen Euro so eine Schnalle geholt.

schnalle_500

Also Gurtband aufgetrennt und neue Schnalle - natürlich zur Seite versetzt und nicht wieder direkt am Kehlkopf - dran. Und siehe da... Der Helm ist ja tatsächlich bequem...

Wie die Jungs und Mädels von denk beim Originalzustand zu der Meinung "super Passform, sehen gut aus und das ganze kombiniert mit perfekt verarbeiteten Materialien... der Helm braucht keinen Vergleich zu scheuen!" kommen, ist mir ein Rätsel.

Der Helm ist einfach untragbar unangenehm ohne Modifikation und das mit dem Vergleich - nun ja...

Sehr enttäuschender Kauf! Absolut nicht zu empfehlen!

MfG Mateusz

Voriger Artikel

Das war die Freestyle-EM in Lienz

Nächster Artikel

Kult-Event im Kanupark Markkleeberg