Fahrbericht Dagger Agent 6.4

Autor: Christian Zicke
26.02.2008
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Fahrbericht Dagger Agent 6.4

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 - Auf unserer letzten Playboat-Tour haben wir die neuste Rodeosemmel aus dem Hause Dagger getestet. Der rote Renner, den wir in Plattling und Bad Aibling ausprobiert haben, überrascht...


Doch der Reihe nach.

Vorstellung:
Der neue Agent soll das neue Daggerboot für viel Air und Performance sein. Laut Importeur ein hervorragendes Boot. Das haben wir uns gedacht! Doch auch uns gefällt der dicke Dagger auf Anhieb. Das schicke Äußere, besonders der Mut zur Länge macht uns ganz heiß auf die ersten Testrunden. Denn der Agent ist mit knapp 2 Metern Länge nicht ganz so stummelig wie viele seiner Konkurrenten.

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Die erste Sitzprobe:
Der Dagger ist unglaublich bequem. Er bietet im Gegensatz zu anderen New-School-Booten enorm viel Platz. Auch Hennef, knapp 195 groß und mit sehr langen Beinen ausgestattet, sitzt viel bequemer als in seinem Kingpin. Der Sitz, die Seitenfittings und die Fußstütze passen sehr gut und lassen sich schnell und bequem einstellen und anpassen. Einzig der mitgelieferte Overthruster passt kein Stück auf die Luke. Beim Versuch die Spritzdecke über den Overthruster zu bekommen, rutscht das Teil immer wieder aus dem dafür vorgesehenen Loch und macht mich beinahe verrückt. Erst zu zweit bekommen wir den Overthruster in Position und die Decke drauf.

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Auf der Welle:
Der Agent ist in Bad Aibling deutlich langsamer als der Kingpin. Dies hängt mit dem vielen Scoop  im Heck zusammen. Dieser unterstützt zwar bei dicken Aerials, beim Surfen auf normalen, kleinen Wellen Marke Aibling wird das Boot aber langsamer. Doch im Vergleich mit vielen anderen New-School-Booten ist der Agent immer noch schnell. Mit etwas Gefühl und Geduld gelingen auch mit ihm schöne, kontrollierte Spins und Blunts.

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In der Walze:
Auch in Plattling muss man sich etwas an den Agent gewöhnen. Das sehr dicke Heck will bei vertkalen Figuren kräftig ins Wasser gedrückt werden. Dafür steht er recht stabil, kippt nicht über das Heck. Beim Loopen muss man sich mehr konzentrieren als bei anderen Booten dieser Klasse. Der lange Bug neigt zum Wegrutschen. Es dauert etwas, bis ich den Agent sauber geloopt bekomme. Wenn es gelingt, dann geht dies aber – wie in dieser Bootsklasse üblich – mit viel Air.

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Fazit:
Der Agent ist ein guter Rodeo-Allrounder. Auf der Welle ist er nicht so langsam wie die meisten Boote, in der Walze steht er stabil beim Cartwheel und geht mit etwas Gewöhnung auch schön in die Luft. Für wirklich große und schwere Paddler ist er wohl erste Wahl – alleine schon wegen dem riesigen Fußraum. Die Ausstattung ist hervorragend – mal abgesehen von dem unpassenden Overthruster. Das Material wirkt allerdings sehr weich – unser Testboot hat schon nach zwei Tagen am Playspot ordentlich Material gelassen. Die Schlitze im Sülrand, die wir schon bei anderen Dagger-Booten vor einigen Jahren bemängelt haben, gibt es immer noch. Ohne den Einsatz von Klebeband ist der Agent von Anfang an sehr undicht – das müsste Dagger bei einem 1200,- Euro -Boot vielleicht einmal überdenken.

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Text: Christian Zicke www.pray4surf.de
Fotos: Jakob Käfer www.jakobkaefer.com

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