Fahrbericht: Mit dem Prijon Pure XL auf der mittleren Ötz

Autor: Nils Kagel
17.11.2010
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 Fahrbericht Pure XL

 - Alle guten Dinge sind drei! Das sagten sich wohl auch die Produktentwickler bei Prijon und brachten erstmals in der Firmengeschichte einen Creeker in drei Größen auf den Markt.

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Dabei wurde keineswegs eine Bootspalette mit einheitlichen Fahreigenschaften kreiert, sondern versucht, ein auf alle Fahrertypen abgestimmtes Konzept umzusetzen.

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Anlässlich der diesjährigen Sickline-WM hatte ich die Gelegenheit, erste Fahreindrücke im Pure XL auf der Mittleren Ötz zu sammeln.

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Besonders positiv war ich zunächst vom reichhaltigen Platzangebot des „Dicken“ überrascht. Luke und Oberschiff sind so geschnitten, dass auch „lange Kerls“ das Boot mit Leichtigkeit verlassen können – ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsfaktor.

Im Hinblick auf die Sitzergonomie kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Mir persönlich gefällt die Passform der Schenkelstützen nicht allzu sehr, was aber auch an meiner Physiognomie liegen mag. Zusätzliche Fittings sind auf jeden Fall zu empfehlen.

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Bei den Fahreigenschaften machte sich sofort die vergleichsweise hohe Anfangsstabilität und das gute Beschleunigungsverhalten bemerkbar. Trotz der abgerundeten Kanten im Unterschiff lässt sich der Pure-XL präzise fahren und verzeiht auch den einen oder anderen Fehler.

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Das Boofen gestaltet sich ebenfalls problemlos.

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Das Auftauchverhalten ist erwartungsgemäß deutlich besser als bei den Vorgängermodellen.

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Allerdings wurde die Spitze des Pure XL im Gegensatz zum voluminösen Mittelschiff sehr schlank geschnitten, so dass es mir bei meinen Fahrten häufig passierte, dass ich ohne Boof zunächst tief eintauchte und anschließend schnell, aber recht plötzlich wieder auftauchte.

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Dies tut jedoch dem überzeugenden Gesamteindruck keinen Abbruch, zumal das Boot meiner Meinung nach kaum weitere Schwächen aufweist und sich durchaus mit der starken ausländischen Konkurrenz messen kann. 

Bericht: Nils Kagel

Fahrerdaten: Beinlänge 90cm, Schuhgröße 47, Gewicht 105 kg

Fotos: Jan-Peter Reichardt 

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