36 Jahre HKN - Normal sind die Anderen

Autor: Burkhard Esser
21.09.2017
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Am 4. August 1981 wurde der HKN am Kraftwerksschwall in Luhdorf von den Norddeutschen Wildwasserpaddlern Jan-Peter Reichardt, Ulf Sielaff und Andreas Wilde gegründet.

Schon allein der Name war provokant und viele konservativ geprägte Kanuten aus alteingesessenen Kanuvereinen und Paddelclubs fühlten sich durch die spektakulären Aktionen der Jungs provoziert.

Im DKV sprang man nun mal nicht von Strassenbrücken im Kajak vor entgegenkommende Alsterausflugsdampfer oder machte bei Ebbe Hochstarts von Spundwänden hinab ins Hafenbecken.

Das selbst gesteckte Ziel war damals voll erreicht: 

Bis 1993 war unser Club das meist gehasste Objekt beim DKV und LKV.

Dann stand,  nach einem Kajakunfall (kein HKN´er!) am Einlaufstollen, die Sperrung unserer geliebten Oker an.

In Kooperation zwischen HKN und LKV Niedersachsen wurde dieser Versuch der Sperrung der Oker abgewendet und Frieden zwischen DKV/LKV und HKN kehrte ein.

HKN Jahrestreffen 2017

Runde Geburtstage kann jeder feiern. Da wir nach wie vor nicht normal sind, wurde dieses  Jahr unser 36. Geburtstag ausgiebig, nach dem ausgegebenen Motto

„Normal sind die Anderen“

gefeiert.  

Zur Feier des Tages wurden von der PräSie, Doris Umbach und Mister Kontaktliste, Burkhard Esser, eine neu gestylte Kontaktliste und ein Jubiläumsaufkleber präsentiert.

Schon Freitag trafen die ersten HKN´er auf dem Parkplatz in Romkerhalle ein, um gemeinsam am Abend eine Runde auf der Oker zu paddeln und sich anschließend auf unserem Lieblingsparkplatz zum Aprespaddeln zu treffen. Je später der Abend desto größer wurde die Runde. Es reisten immer mehr Kanuten an.

Mittlerweile beschränkt sich der HKN nicht nur auf Norddeutschland sondern auf die ganze Republik bzw. worldwide.

Am Samstag um 10:00 Uhr waren schon die ersten HKN`er auf dem Parkplatz am Okereinstieg, Jo aus Bonn und Andreas aus Offenburg. Nach und nach trudelten immer mehr Halbwilde bzw. Sympathisanten ein.

Wird es Regnen, wie immer?

Die große Frage war wie immer bei unseren Jahrestreffen, wird das Wetter sich halten und ist uns der Wettergott gnädig gesonnen?  Wir haben doch zu 90% Regenwetter bei unseren Treffen an der Oker. Um es gleich vorweg zu nehmen, wir waren artig und haben super gutes Wetter abbekommen.

Wir haben das schönste Bootshaus weltweit!

Zu elf Uhr Samstagvormittag hatten wir Wasser bestellt, pünktlich ließen die Harzwasserwerke die Turbinen anlaufen.

Für viereinhalb Stunden war Wasser auf der Oker. Es wurde viel und gut gepaddelt. Nach einer Stunde war eigentlich jedes Kehrwasser auf der Oker von Paddlergruppen belegt.

Alte Bekannte, die sich Jahre lang nicht gesehen haben, trafen sich in diesen zum Smalltalk.

Der HKN besitzt zwar keine feste Behausung, sprich Bootshaus, aber das brauchen wir auch nicht!

Das schönste Bootshaus ist halt für uns das Okertal mit der wilden Oker, schöner geht es doch gar nicht mehr.

Ein neuer Präsie

Nach dem Paddeln auf der Oker haben wir uns wie immer in Göttingerode auf dem Campingplatz getroffen, um unser Fressgelage abzuhalten und uns über den Anhänger voller Erfrischungsgetränke her zu machen.

Nebenbei stand noch die Wahl eines neuen Präsie an.

Kurz, schnell und rücksichtslos, wurde nach dem Jahresrückblick von Doris,  Reinhold Jaenisch  von der Südwestfraktion zum 15. Präsie  gewählt.

Herzlichen Glückwunsch Reinhold!

Er wird nun zwei Jahre lang die Geschicke des Clubs lenken.

Weiter wurden Mister Kontaktliste, Burkhard Esser,  Finanzminister Jörg Meier und Florian Kopf als Homepagewart in ihren Ämtern bestätigt.

Anschließend wurden noch Newcomer zu Vollmitgliedern gewählt und eine Menge Newcomer fragten  höflichst um Aufnahme in den HKN nach.

Wo steht der HKN heute?

Das ist eine spannende Frage. Anfang 2000 war unser Club totgesagt.

Aber Totgesagte leben länger und meistens auch besser.

Vor Jahren gab  der13. Präsie die Parole aus:

„In den nächsten zwei Jahren möchte ich 10 neue Mitglieder werben, den Altersdurchschnitt um 10 Jahre senken, 10 Treffen organisieren und 10 weibliche Mitglieder aktivieren.“

Es wurde geschafft. Mittlerweile haben wir eine gesunde Mischung aus Alt und Jung. Immer mehr Kinder und Jugendliche paddeln mit uns, das ist unsere Zukunft.

Und immer mehr Frauen stoßen zu uns, vier weibliche Newcomer haben wir, darauf sind wir stolz.

Wir sind zu Recht auf unseren Club stolz, weil wir es immer wieder schaffen, bei den Treffen den Interessen eines jeden Clubmitgliedes zu entsprechen, das bezieht sich aber hauptsächlich auf das Paddeln.

Wir können einfaches WW paddeln und die Landschaft genießen.

Der HKN kann es aber auch Krachen lassen auf schwierigem und schwersten Wildwasser.

Sonntag, der letzte Tag des Jahrestreffen

Nach einem ausgiebigen Frühstück zog die Paddlerkarawane wieder Richtung Okertal.

Nach vier Stunden paddeln wurden auf dem Parkplatz am Ausstieg noch lange fachgesimpelt und die restlichen fertig gegrillten Bratwürste und Steaks verspeist.

Auch wurde sich noch einmal über die Erfrischungsgetränke hergemacht.

Nach dem Treffen ist vor dem Treffen

Unser neuer Präsie hat schon zu einem neuen Treffen eingeladen.

Ab Freitag, 29.09. treffen wir uns im Ötztal zum Paddeln.

Viele Leute haben schon zu gesagt, zu kommen.

Es ist jedem freigestellt wie er übernachtet, egal ob „Ötztal-WG“, Campingplatz oder freies Stehen.

Anlaufpunkt wird die Köfelser Brücke bzw. der Parkplatz dort sein. Nähere Infos findet man im HKN Forum:

www.halbwilde.com

So, König Reinhold, wir wünschen dir ein glückliches Händchen und viel Spaß mit dem HKN in den nächsten zwei Jahren - deine Untertanen.

Aber  liebe HKN´er, denkt daran, der Club steigt und fällt mit jedem einzelnem HKN´ner!

Bis bald am Bach auf diesem schönen, blauem Planeten.

Text: Burkhard Esser

Fotos: Jan-Peter Reichardt, Burkhard Esser

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