Hawaii Special Die coolen Jungs vom Kauna Loa

Autor: Uwe
02.04.2001
0 / 0

Die coolen Typen vom Kauna Loa

Hawaii - Wiege des Surfsports: Als 1999 Arnd Schäftlein als erster Kanute die Monster von Jaws abritt dachte keiner daran, dass hier die Geburtsstunde einer noch viel spektakuläreren Sportart sein könnte.

Sturzbachfahrer aufgepasst! vergesst alles was ihr bisher gesehen habt, wickelt eure Boote in Asbest und Kevlar, kauft euch 3 Tonnen Trockeneis, veredelt eure Paddel mit Keramikfliesen aus der Raumfahrt und leiht euch bei der nächsten Feuerwache die Hitzeschutzanzüge und ab geht's zum nächten Hotspot!

Aus einer verrückten Idee wurde Ernst: Lavacreeking heisst der Extremsport, der am Kauna Loa, Hawaii's aktivsten Vulkan erstmals von zwei wagemutigen Paddlern (nennen wir sie mal Schorsch und Arnd) erschaffen wurde.

Schorschi und Arnd (Ähnlichkeiten mit bekannten Paddlergrößen rein zufällig) beim Test der Ausrüstung vor dem Hochofen der Hütte "Hellfire" in Wanne-Eickel Der Plan war genauso einfach wie verrückt: Erstbefahrung der Südflanke des Kauna Loa bei Wieder-Ausbruch. Die Vorbereitungszeit wurde jedoch leicht unterschätzt: In Absprache mit Vulkanologen des Max-Planck Instituts wurden die möglichen Wege der Lavaströme, wahrscheinliche Ausbruchtermine, Gefahren etc. erörtert. Mit Material-Experten des Fraunhofer-Instituts wurden die Kajaks, Paddel und Spritzdecken werkstoffseitig bis zu 3400° hitzefest gemacht. Die Sponsorensuche gestaltete sich denkbar einfach, da Dr. Ötker mit mehreren Tonnen Trockeneis (und ein paar Kilo Speiseeis) für die Kühlung unserer Helden sorgte. Nach 10 Monaten kam jedoch der Tag, an dem in Bottrop Kanugeschichte geschrieben wurde.

Vorbereitung und Testläufe in Bottrop: Schorschi vor dem Hochofenabstich. Skeptischer Blick vor dem Einsetzen seines gekühlten Asbestkayaks in das flüssige Metall. Erinnerungen an das Ende des Terminators?

Hier in Zusammenarbeit mit geologischen Instituten die Schlüsselstellen des oberen Teilstücks:
EINSTIEG - wer's bis hier schonmal geschafft hat - Helm ab-...
HÖLLE - mit Siphonen muß hier gerechnet werden - wir empfehlen als Boot einen Mephisto oder Diablo
HAUSBERGKANTE - benannt nach der Streif... hier heissts boof was der Kahn hergibt
KARUSSELL- Zeit zum Entspannen
WARMDUSCHE - nichts für Warmduscher!
HEXENKESSEL - sieht einfach aus, wird aber durch unterirdischen Kamin zum Brodeln gebracht
HEISSKANAL mit "Wäschetrockner"
BREMS-GARTEN - je zähflüssiger desto Brems
SURFWELLE - wer hier nicht zum Ausstieg surft dessen Boot versteinert auf dem
BOOTSFRIEDHOF. Die Strecke ist beinahe durchweg Schwierigkeitsgrad LL6 (LightLava).

Vorbesichtigung der Schlüsselstelle "HÖLLE" , erneutes skeptisches Kopfkratzen bei Schorschi.


Arnd am EINSTIEG. Nur wenige Sekunden bleiben Zeit für das Coverfoto zum Video. Halt! Moment...ähm... alles Sambesi oder was?

Schorschi im Open Canoe setzt an zum Boof an der Hausbergkante. Boof Chicken!.. oder es wird ein Mc. Nugged aus Dir!


Arnd beim "Warmduschen".

 


Zylone beim Waveride am Brems-Garten.Vor wem der Local wohl mehr Angst hat?


The Day After: Es heisst Abschied nehmen von sündhaft teurer Ausstattung. In ein paar Jahren erinnert dich nur noch der Lavabrocken in deiner Vitrine an das Vergangene.

Am nächsten Tag konnten sich unsere Jungs im kühlen Pazifikwasser die Brandwunden kühlen. Beide meinten dabei übereinstimmend, dass man Lavacreeken zwar einmal im Leben gemacht haben sollte, wer's jedoch zweimal macht sei Gigaverückt! Falls jemand Interesse hat:


Für interessierte Extrem-Wanderpaddler bietet sich auch die Nordflanke mit einem Schwierigkeitsgrad von höchstens LL2 an.

Team Soulboater warnt vor Nachahmern. Die hier gezeigten Aktionen sollten trotz Hinzuziehen Ihres Arztes und Psychologen nie in Angriff genommen werden.

Uwe

Voriger Artikel

Skyaking - Helispins und Aerials zum Abwinken

Nächster Artikel

Vom Jangtse an die Elbe SvenGrimpIlYang