HKN-Jahrestreffen 2010 an der Oker im Harz

Autor: HGL
24.08.2010
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HKN- Jahrestreffen 2010

 - Irgendetwas stimmt hier nicht! Der Wetterbericht sagt 25°C und Sonne ohne Ende voraus, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei unter zwanzig Prozent und an diesem Wochenende soll Clubtreffen sein....? Mehrmals checke ich das Datum, aber es bleibt dabei: Traumwetter ist angesagt. Ein HKN-Treffen im Harz ohne Dauerregen und Kälte ist für die meisten eigentlich unvorstellbar, doch die begleitenden Familien freut`s! ... und so machen sich unzählige Paddler auf den Weg zur Oker...

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Wie immer ist der Einstiegsparkplatz gerammelt voll, vielleicht nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass eine Turbinenrevision des Kraftwerkes ansteht und somit ein letztes Paddeln vor Mitte Oktober möglich ist.

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Wie dem auch sei, die Stimmung ist wie immer hervorragend und die Plätze in den Kehrwassern von „ Hexe“ und „ Geisterbahn“ sind gut belegt.

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Abgesehen von dem Dauergrinsen auf den Gesichtern der Protagonisten, bedingt durch die ungewöhnlich angenehmen Rahmenbedingungen, ist das Paddeln natürlich wie überall auf der Welt: man nehme Helm, Schwimmweste, Paddel etc., ein paar nette Freunde und schon ist der Tag gerettet.

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Bei so einem Clubtreffen ist es eh nicht unbedingt der sportliche Aspekt, der im Vordergrund steht, sondern eher die Zusammenkunft mit den vielen Clubkameraden, die man, wenn es schlecht läuft, nur einmal im Jahr sieht. - Es gibt halt einiges zu erzählen und zu planen. Überhaupt sind es die Vielzahl von Einzelinitiativen, die den Club so interessant gestalten.

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Einzig die Ankunft auf dem Campingplatz Göttingerrode trübt ein wenig die Laune.

„ Um 22Uhr ist strikte Nachtruhe, sonst braucht ihr gar nicht erst aufbauen!

Ein Begrüssungssatz, der uns nicht gerade Begeisterungsstürme entlockt... Doch wer sich in der Szene ein bisschen auskennt, kann den Unmut des Platzwartes schon ein wenig nachvollziehen. Man muss auch nicht besonders detektivisch veranlagt sein um herauszufinden, welches Event vor unserem Treffen im Harz stattgefunden hat... .

Dabei ist es ja auch nicht das erste Mal, dass einige aus unserer Zunft sich nicht zu benehmen wissen, obwohl durchaus bekannt ist , dass so gut wie keine Alternativen zu diesem Campingplatz bestehen. – Bei allem Verständnis für ein gewisses Maß an Spaß gibt es dennoch Grenzen, die respektiert werden sollten. Schliesslich will man selbst nochmals auf den Platz und ein derartiges, egoistisches Handeln hat nun mal ebenfalls Folgen für andere Gruppen.

Der Platzwart mag zwar nicht „das gelbe vom Ei“ sein, aber es ist ihm auch nicht zu verübeln, wenn eine gewisse Portion Wut in ihm hochsteigt, sobald er bootsbeladene Autos sieht.

Es gehört sich einfach nicht, Trampolinanlagen zu zerstören ( wie in den Vorjahren) und zu nachtschlafender Zeit auf Baugerüsten vor den Schlafzimmern der Campingplatzbesitzer herumzuturnen. Steine auf Zelte zu werfen kommt eigentlich auch nicht so gut... doch ich will es mal dabei belassen, vielleicht reichen diese paar Zeilen ja für die Verursacher aus, im nüchternen Zustand über Ihr Verhalten nachzudenken.

Eine Diskussion will ich damit erst gar nicht lostreten – denn da gibt es nichts zu diskutieren. Ein derartiges Verhalten ist für die Paddelcommunity einfach sch... schädlich! Nach längeren Gesprächen ist der Herr des Rasens endlich beschwichtigt und der gemütliche Teil kann beginnen.

Schon recht bald ist weisser Rauch über dem Okertal erkennbar. Die einen wissen, dass nun der Grill entzündet und das Bier freigegeben ist, doch für die Insider steht nun der Präsident des Clubs fest:

Lars Samson wird für die nächsten zwei Jahre die Geschicke des Clubs leiten.

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Das Frühstück am Folgetag lässt die Stimmung längst vergangener Zeiten wach werden. Der ursprüngliche drei Personen Tisch wächst mit jedem „ aus-dem-Zelt-Krabbler“ zu einem riesigen Kreis, in dem Nutella, Butter, Brot und Kaffee die Runde machen.

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Viel zu schnell geht dieses Wochenende zuende und während die einen noch die Sonntags- Wasserabgabe nutzen, schwingen sich andere auf das Mountainbike und wieder andere lassen den letzten Tag mit einer Wanderung ausklingen.

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So ist nun mal der Club, verrückt nach Wildwasser, individuell bei anderen Outdooraktivitäten und offen für Neues und Neue!

Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr, denn Bootsbegeisterte sind beim HKN stets willkommen!

HGL

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