Eine kleine Tour auf der Elz

Autor: Bianca Banschbach
25.12.2017
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„Ich folgte dem Ruf von Abenteuer, der inneren Stimme und meines Herzens“

Es hatte viel geregnet, die ganze Nacht und den Morgen über. Der erste Arbeitstermin, indoor, war vorüber. Bei dem Wetter rausgehen zum Arbeiten? Nein! Der kleine Bach am Talgrund den ich von meinem Fenster aus sehe ist randvoll. Da lohnt sich doch ein Blick zu den Wasserständen auf der HVZ Seite. Überall gute Wasserstände, auch auf der Odenwälder Elz, 12 Minuten von hier.

Nach achtmal Murg in diesem Jahr geht’s auf die Elz! Schließlich lief die seit eineinhalb Jahren schon nicht mehr!

Fahrplan der S-Bahn checken.....eine halbe Stunde habe ich noch Zeit bis ich los muß. Ich möchte auf die nicht so schöne untere Strecke da ich hier leicht selbst umsetzen kann und nicht ganz so stark „Holzgefährdet" bin, das Wasser ist hier einfach langsamer.

Fertig umgezogen lege ich das Kajak am obersten Wehr von Dallau ab, fahre hinunter nach Mosbach und sprinte nach einer schwierigen Parkplatzsuche zum Bahnhof, 12.08 Uhr muß ich schaffen, hui das wird knapp!

Die Bahnhofsuhr zeigt 11.57 Uhr. Seltsam, stellt die Bahn jetzt schon die Uhren nach hinten damit die Verspätungen nicht auffallen oder liegt es doch an meiner Fiat Ducato Uhr?

Ich ernte ein paar fragende Blicke wegen meines Paddeldresses und begebe mich am Zielbahnhof zu meinem Kajak das ich noch einen Kilometer hoch in das bewaldete Elztal trage.

Der Erste Baumverhau, 100 % Umtragestelle, auch wenn eine sichernde Gruppe dabei wäre.

Das erste Wehr, sauber die Stromzunge anschneiden um der Walze zu entgehen.

Im Brückenkatarakt von Dallau erwische ich 2 Steine, doch noch etwas wenig Wasser! Nach vielen tiefhängenden Ästen folgt nun der unter und überspülte Steinplattensteg von Neckarburken. Vorsicht, dieser ist leicht überspült, doch das Hauptwasser presst sich untendurch!

Nach einem leicht zu fahrenden Wehr und zwei freundlichen interessierten Bauarbeitern umtrage ich das Wehr an der Zieglersmühle.

Technisch eine tolle Stelle, jedoch alleine möchte ich das nicht riskieren. Danach wieder ein umgestürzter Baum, links geht es grade so noch untendurch.

Das nächste Wehr rechts oder links, bloss nicht Mitte und schon muß ich wieder raus um das lebensgefährliche Wehr an der Johannes Diakonie zu umheben. Dann freie Fahrt durch den Elzpark und Mosbach bis vor das Wehr am ehemaligen Arbeitsamt wo sich mein Ausstieg befindet.

Wieder auf der Straße, normales „Arbeitstagstreiben“. Ich blicke in Gesichter denen so viel entgeht.

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